VEREINIGTES KÖNIGREICH VON GROßBRITANNIEN UND IRLAND DAS HAUS SACHSEN-COBURG UND GOTHA

Wappen_Sachsen_Coburg_Gotha

Das Haus Sachsen-Coburg und Gotha ist eine deutsche Dynastie, und zwar die Linie der sächsischen Wettiner, die die Ernestinischen Herzogtümer einschließlich des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha regierten.

Obwohl das Haus Coburg weitaus länger in der Geschichte zurückreicht, beginnen wir unseren Stammbaum in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts mit Franz Friedrich Anton, dem sechsten Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld. Dank der ersten Vermählung von Ernst, seinem ältesten Sohn und Thronfolger, mit Prinzessin Luise von Sachsen Gotha Altenburg, konnte das Haus einen beträchtlichen Zuwachs an Territorium und Bedeutung verzeichnen. Seit 1826 heißt das Haus Sachsen-Coburg und Gotha. Die Nachfahren Franz Friedrich Antons bildeten die Spitze mehrerer Europäischer Monarchien und Mitglieder daraus entstehender Familien bilden derzeit in ziemlich vielen Ländern die repräsentative Regierungsspitze, wie z.B. in Belgien über die Nachkommen von König Leopold I. und in den Ländern des Commonwealth über die Nachkommen von Prinzgemahl Albert. Aufgrund der anti-deutschen Stimmung während des Ersten Weltkriegs in Großbritannien änderte König George V. des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland 1917 den Namen seines Familienzweigs von „Sachsen-Coburg und Gotha“ in „Windsor“. Dasselbe geschah in Belgien, wo er in den Namen “van België” oder “de Belgique” umbenannt wurde.

Franz Friedrich Anton

Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen (seit 1800)

(Coburg, 15. Juli 1750 – Coburg, 9. Dezember 1806)
Franz Friedrich Anton musste ein nahezu ruiniertes Herzogtum übernehmen. Da er aber mit vielen Talenten ausgestattet war, begann er Druckgraphik der herausragenden Künstler des 15. bis 18. Jahrhunderts zu sammeln – obwohl er kein Geld hatte. Auf diese Weise entstand das Coburger Kupferstichkabinett mit seinem heute 220.000 grafischen Blättern zählenden Kunstschatz. Er ist in väterlicher Linie ein Vorfahr von Königin Elizabeth II. des Vereinigten Königreichs, vom belgischen König Philippe und Simeon von Sachsen-Coburg und Gotha, dem ehemaligen Zaren (Simeon II. 1943 - 1946 während der Monarchie) und Premierminister von Bulgarien (von 2001 bis 2005).

Erbprinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen

Auguste Karoline Sophie

Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzogin zu Sachsen (seit 1800)

(Saalburg-Ebersdorf, 19. Januar 1757 – Coburg, 16. November 1831)
Sie hatte mit ihrem Mann zehn Kinder, die zwischen 1778 und 1792 geboren wurden, eines war eine Totgeburt und zwei weitere starben in der Kindheit. Die anderen wurden unter großem persönlichem Einsatz an den Europäischen Hochadel verheiratet. Auguste Karoline Sophie war mütterlicherseits die Großmutter von Königin Victoria des Vereinigten Königreichs und väterlicherseits die Großmutter von Prinzgemahl Albert.

Prinzessin Reuss
Prinzessin von Ebersdorf
Erbprinzessin von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzogin zu Sachsen (seit 1777)

Ernst

Ernst I. Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (seit 1826)

4

(Coburg, 2. Januar 1784 – Gotha, 29. Januar 1844)
Als er 1806 die Nachfolge seines Vaters antrat, befand sich das Gebiet Herzog Ernst III. – Sachsen-Coburg-Saalfeld – unter französischer Aufsicht. Ernst hatte bereits als preußischer General gegen Napoleon kämpfen müssen. Der Friede von Tilsit 1807 ermöglichte dem jungen Herzog, seine Gebiete zurückzuerhalten, wobei ihn die Russen unterstützten. Seine Schwester Juliane war nämlich mit Konstantin, dem Bruder des russischen Zaren Alexander I. verheiratet. Nach dem Wiener Kongress und dem daraus folgenden Gebietsgewinn, den Ernst einige Jahre später an Preußen verkaufte, konnte er Gotha hinzugewinnen, das dem Gebiet seiner früheren Frau entstammte. Nun wurde er Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha. Er war ein großer Freund der Künste und Wissenschaften und der erste deutsche Regent, der Burgen in einem romantischen neogotischen Stil wieder aufbaute und um sie herum englische Landschaftsgärten anlegte. Sein jüngerer Bruder Leopold (Georg Christian Friedrich) wurde später zum ersten König der Belgier gewählt.

Erbprinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld
Ernst III. (letzter regierender) Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen (seit 1806)

Der erste Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha war Ernst I., der die beiden Herzogtümer von 1826 bis zu seinem Tod 1844 regierte. Zuvor war er als Ernst III. Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld von 1806 an gewesen, bis das Herzogtum 1826 neu geordnet wurde. Ernsts jüngerer Bruder Leopold wurde 1831 König der Belgier. Seine Nachkommen repräsentieren immer noch Belgien als Oberhäupter. Leopolds einzige Tochter, Prinzessin Charlotte von Belgien, war die Gemahlin Maximilian I. von Mexico – in den 1860er Jahren bekannt als Kaiserin Carlota von Mexico. Ernsts Neffe Ferdinand heiratete Königin Maria II. von Portugal und seine Nachkommen regierten Portugal bis dieses Land 1910 Republik wurde.

Herzog Ernst I. zweiter Sohn Prinz Albert (1819–1861), heiratete 1840 Königin Victoria und ist somit der Stammvater der derzeitigen Königsfamilie, die sich seit 1917 Windsor nennt. 1826 beerbte eine Nebenlinie des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha das Vermögen des ungarischen Adelsgeschlechtes der Koháry und konvertierte zum römischen Katholizismus. Ihre Mitglieder brachten es fertig, eine kaiserliche Prinzessin von Brasilien zu heiraten, eine Erzherzogin von Österreich, eine königliche Prinzessin “der Franzosen”, eine königliche Prinzessin Belgiens und eine königliche Prinzessin von Sachsen. Ein Abkömmling dieser Linie, auch mit Namen Ferdinand, wurde erst Prinz, und dann Zar von Bulgarien, und seine Nachkommen regierten das Land bis 1946. Das derzeitige Oberhaupt des bulgarischen Hauses, der frühere Zar Simeon II., der während des Zweiten Weltkrieges abgesetzt und ins Exil getrieben wurde, diente Bulgarien von 2001 bis 2005 als Premierminister.

Das herzogliche Haus bestand aus allen Nachkommen Franz Friedrich Antons, des Herzogs von Sachsen-Coburg-Saalfeld, väterlicherseits, die aus legitimer und ebenbürtiger Ehe stammen, sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts, ihren Ehefrauen in ebenbürtigen und genehmigten Eheschließungen und ihren Witwen bis zu deren Wiederverheiratung. Gemäß dem Gesetz des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha lautete der volle Titel des Herzogs:

Wir, Ernst, Herzog zu Sachsen-Coburg und Gotha, Jülich, Kleve und Berg, auch Engern und Westphalen, Landgraf in Thüringen, Markgraf zu Meißen, gefürsteter Graf zu Henneberg, Graf zu der Mark und Ravensberg, Herr zu Ravenstein und Tonna usw.

Ernst I Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha,
Herzog zu Sachsen

Porträt von Ernst I. Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha

Ernst

Ernst I. Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (seit 1826)

(Coburg, 2. Januar 1784 – Gotha, 29. Januar 1844)
Als er 1806 die Nachfolge seines Vaters antrat, befand sie das Gebiet Herzog Ernst III. – Sachsen-Coburg-Saalfeld – unter französischer Aufsicht. Ernst hatte bereits als preußischer General gegen Napoleon kämpfen müssen. Der Friede von Tilsit 1807 ermöglichte dem jungen Herzog, seine Gebiete zurückzuerhalten, wobei ihn die Russen unterstützten. Seine Schwester Juliane war nämlich mit Konstantin, dem Bruder des russischen Zaren Alexander I. verheiratet. Nach dem Wiener Kongress und dem daraus folgenden Gebietsgewinn, den Ernst einige Jahre später an Preußen verkaufte, konnte er Gotha hinzugewinnen, das dem Gebiet seiner früheren Frau entstammte. Nun wurde er Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha. Er war ein großer Freund der Künste und Wissenschaften und der erste deutsche Regent, der Burgen in einem romantischen neogotischen Stil wieder aufbaute und um sie herum englische Landschaftsgärten anlegte. Sein jüngerer Bruder Leopold (Georg Christian Friedrich) wurde später zum ersten König der Belgier gewählt.

Erbprinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld
Ernst III. (letzter regierender) Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen (seit 1806)

Luise

Herzogin zu Sachsen (seit 1826)

1

(Gotha, 21 Dezember 1800 – Paris, 30 August 1831)
Prinzessin Luise (Dorothea Pauline Charlotte Fredericke Auguste) war die einzige Tochter von Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg und seiner ersten Frau Louise Charlotte von Mecklenburg-Schwerin, Tochter von Großherzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin und Prinzessin Louise von Sachsen-Gotha-Altenburg. Sie war die erste Frau Herzog Ernst III. von Sachsen-Coburg-Saalfeld und die Mutter von Herzog Ernst II. und Prinz Albert, dem Ehemann von Königin Victoria.

Prinzessin von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzogin zu Sachsen (1817 – 1826)

Nachkommen:

Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog von Sachsen
Prinzgemahl Albert von Großbritannien und Irland

Marie

Herzogin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (seit 1832)

2

(Coburg, 17. September 1799 – Gotha, 24. September 1860)
Marie (Antoinette Friederike Auguste Anna) war eine Tochter von Herzog Alexander von Württemberg und Prinzessin Antoinette von Sachsen-Coburg-Saalfeld. Sie verbrachte einige Jahre ihrer Kindheit in Russland, fühlte sich jedoch als deutsche Prinzessin und war ihrer Großmutter Auguste sehr verbunden. Als sie ihren Onkel heiratete, wurde sie Herzogin von Sachsen-Coburg und Gotha. Sie hatte keine eigenen Kinder, war jedoch den beiden Söhnen gegenüber eine hingebungsvolle Stiefmutter.

Prinzessin von Württemberg

Albert

The Prince Consort (seit 1857)

2

(Schloss Rosenau bei Coburg, 26. August 1819 – Windsor Castle, Berkshire, England, 14. Dezember 1861)
Die Erziehung von Prinz Albert (Franz Albert Augustus Karl Emmanuel; später Prinzgemahl Albert) wurde von seinem Onkel, König Leopold der Belgier, beeinflusst, der auch seine Heirat im Alter von 20 Jahren mit seiner Kusine ersten Grades, Königin Victoria des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland, einfädelte. Das Paar bekam dann neun Kinder. Er wurde zum wichtigsten Berater der Königin, ausgestattet mit einem ausgeprägten Sinn für soziale Verantwortung und großem Interesse an den Wissenschaften. Er war der Initiator der ersten Weltausstellung 1851 in London. (KG, KT, KP, GMB, KSI, GCMG)

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Ernst

Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (seit 1844)

1

(Coburg, 21. Juni 1818 – Reinhardsbrunn bei Gotha, 22. August 1893)
Die Erziehung Herzog Ernst II. (Ernst August Karl Johann Leopold Alexander Eduard) lag in den Händen seines Onkels, König Leopold I. der Belgier. Nach der Revolution von 1848 veranlasste der Herzog liberale Reformen und eine gemeinsame Konstitution für die beiden Herzogtümer. Er ermöglichte dem Volk die Gründung des Vorgängers der heutigen Sozialdemokratischen Partei. Außerdem war er ein Förderer noch bestehender Vereine wie des Schützenvereins, des Turnvereins, von Sängerwettbewerben und fühlte sich selbst vom Theater sehr angezogen. Er war ein glühender Verehrer des Komponisten Richard Wagner und komponierte sogar selbst eine Oper.

Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Prinzgemahl Albert

Victorias Familie 1846 von Franz Xaver Winterhalter
Von links nach rechts: Prinz Alfred und der Prince of Wales; die Königin und Prinz Albert; die Prinzessinnen Alice, Helena und Victoria

Albert

The Prince Consort (seit 1857)

(Schloss Rosenau bei Coburg, 26. August 1819 – Windsor Castle, Berkshire, England, 14. Dezember 1861)
Die Erziehung von Prinz Albert (Franz Albert Augustus Karl Emmanuel; später Prinzgemahl Albert) wurde von seinem Onkel, König Leopold der Belgier, beeinflusst, der auch seine Heirat im Alter von 20 Jahren mit seiner Kusine ersten Grades, Königin Victoria des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland, einfädelte. Das Paar bekam dann neun Kinder. Er wurde zum wichtigsten Berater der Königin, ausgestattet mit einem ausgeprägten Sinn für soziale Verantwortung und großem Interesse an den Wissenschaften. Er war der Initiator der ersten Weltausstellung 1851 in London. (KG, KT, KP, GMB, KSI, GCMG)

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Victoria

Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland (seit 1837)
Kaiserin von Indien (seit 1876)

(Kensington Palace, London, 24. Mai 1819 – Osborne House, Isle von Wight, 22. Januar 1901)
Victoria (Alexandrina Victoria) war die Tochter einer deutschen Mutter, Prinzessin Victoria von Sachsen-Coburg-Saalfeld und Prinz Edward, Herzog von Kent und Strathearn, einem Sohn von König George III. König George und Victorias Vater starben 1820, und das Mädchen wurde unter dem Einfluss ihrer Mutter aufgezogen. Als die drei älteren Brüder ihres Vaters ohne legitimen Nachwuchs starben, erbte sie den britischen Thron. Ihre Regentschaft, die Viktorianische Epoche, dauerte länger als 63 Jahre. Es war eine Zeit großer industrieller, kultureller und wissenschaftlicher Leistungen, die politische und militärische Veränderungen mitbrachten.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Erbprinzessin des Vereinigten Königreichs (seit 1830)

Edward

König Edward VII. des Vereinigten Königreichs und der britischen Herrschaftsgebiete
Kaiser von Indien (seit 1901)

2

(Buckingham Palace, London, 9. November 1841 – Buckingham Palace, 6. Mai 1910)
Während ihrer Regentschaft hinderte Königin Victoria ihn daran, auf dem Gebiet der Politik aktiv zu werden. Vor seiner Thronbesteigung diente Edward als gesetzmäßiger Erbe und hatte den Titel eines Prinzen von Wales länger inne als irgendeiner seiner Vorgänger. Er führte auch die Titel eines Prinzen von Sachsen-Coburg und Gotha und Herzogs zu Sachsen, verzichtete jedoch 1863 auf die Erbrechte an dem deutschen Herzogtum. Seine Reise nach Indien und die damals ungewohnte Weise, Menschen gleich zu behandeln, ohne Rücksicht auf ihren sozialen Status oder ihre Hautfarbe, war zumindest förderlich für die Verleihung des Titels einer Kaiserin von Indien an seine Mutter.

Erbprinz des Vereinigten Königreichs
Prince of Wales, Earl von Chester (seit 1841)
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen
Herzog von Cornwall, Herzog von Rothesay
Earl von Dublin (seit 1850)

Victoria

Kaiserin Friedrich (seit 1888)

1

(Buckingham Palace, London, 21. November 1840 – Schloss Friedrichshain, Kronberg, Taunus, 5. August 1901)
Victoria (Victoria Adelaide Mary Louisa) wurde 1841 zur Princess Royal ernannt, da sie das erste Kind war. Sie genoss eine von ihren Eltern streng überwachte Erziehung: sie lernte Deutsch und Französisch und wurde in den Naturwissenschaften, Literatur, Latein und Geschichte, in Politik und Philosophie ausgebildet. In ihrer Familie hieß sie nur “Vicky”. Mit siebzehn Jahren heiratete sie Prinz Friedrich, der beim Tod seines kinderlosen Onkels, König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, Kronprinz von Preußen wurde.Nach dem Tod seines Vaters starb König Friedrich III. nach einer Amtszeit von 99 Tagen an Kehlkopfkrebs. Von da an wurde Victoria nur noch „Ihre Kaiserliche Majestät Kaiserin Friedrich“ genannt.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
The Princess Royal von Großbritannien und Irland (seit 1841)
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen
Königin von Preußen und deutsche Kaiserin (seit 1888)

Alice

Großherzogin von Hessen und bei Rhein (seit 1877)

3

(Buckingham Palace, London, 25. April 1843 – Darmstadt, Hessen, 14. Dezember 1878)
Alice (Alice Maud Mary) Prinzessin des Vereinigten Königreichs war sehr einfühlsam. Sie kümmerte sich sowohl um ihre Großmutter als auch um ihren im Sterben liegenden Vater und war ein wirklicher Trost für ihre trauernde Mutter, Königin Victoria, die sich durch den frühen Tod ihres Gemahls in tiefer Verzweiflung befand. Bei der Hochzeit mit Prinz Ludwig von Hessen wurde sie von ihrem Onkel, Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha zum Altar gebracht. Er vertrat seinen toten Bruder. Sie bekam sieben Kinder. Eine Tochter wurde später Zarin von Russland. Alice ist die Urgroßmutter mütterlicherseits von Prinz Philip, dem Herzog von Edinburgh und Ehemann von Königin Elisabeth II.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
The Princess Alice
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen

Alfred

Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (seit 1893)

4

(Windsor Castle, Berkshire, England, 6. August 1844 – Schloss Rosenau bei Coburg, 30. Juli 1900)
Alfred (Alfred Ernest Albert) verbrachte viele Jahre seines Lebens damit, als Offizier der Königlichen Marine über die Meere zu segeln und erhielt den Ehrentitel eines “Admiral of the Fleet” – bis er seinem Onkel väterlicherseits, Ernst II. als regierender Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha im deutschen Reich nachfolgte. Er war ein Liebhaber des hervorragenden Venezianischen Glases und anderer historischer Glaskunstwerke. Seine Sammlung ist in den Kunstsammlungen der Veste Coburg ausgestellt. (KG, KT, KP, GCB, GCSI, GCMG, GCIE, GCVO, PC)

Prinz des Vereinigten Königreichs, Earl von Ulster, Earl von Kent
The Prince Alfred
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen
Herzog von Edinburgh (seit 1866)

Helena

Prinzessin Christian (seit 1917)

5

(Buckingham Palace, London, 25. Mai 1846 – Schomberg House, London, 9. Juni 1923)
Helena (Helena Augusta Victoria) durfte Prinz Christian von Schleswig-Holstein nur heiraten, weil das Paar damit einverstanden war, im Buckingham Palace in der Nähe ihrer Mutter, der Königin Victoria, zu leben. Prinz Christian war fünfzehn Jahre älter als Helena und arm im Vergleich zur britischen Krone. Helena diente ihrer Mutter als Privatsekretärin und vertrat die Familie sehr oft bei öffentlichen Anlässen. Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Roten Kreuzes in England. Als König George V. 1917 alle deutschen Adelstitel abschaffte, wurde sie zur „Prinzessin Christian“.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
The Princess Helena

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (bis 1917)
Prinzessin Christian von Schleswig-Holstein (seit 1866)

Louise

Herzogin von Argyll (seit 1900)

6

(Buckingham Palace, London, 18. März 1848 – Kensington Palace, London, 3. Dezember 1939)

Louise (Louise Caroline Alberta) erhielt den Namen ihrer Großmutter, um sie zu würdigen. Man sagt, sie sei die hübscheste und begabteste der königlichen Töchter gewesen. Sie verliebte sich in John, Marquis von Lorne und den Erben des Herzogs von Argyll. Bis zu ihrer Heirat 1871 ging sie Königin Victoria mit Sekretariatsarbeiten zur Hand. Diese ließ sie nicht gerne gehen. Im Gegensatz zu ihrer Mutter unterstützte sie liberales Gedankengut und die Frauenbewegung. 1878 wurde ihr Mann zum Generalgouverneur von Kanada ernannt und sie wurde Vizeregentin. Die Ehe blieb kinderlos.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
The Princess Louise

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (bis 1917)Marquise von Lorne (1871 – 1900)

Arthur

1. Herzog von Connaught und Strathearn, Earl von Sussex (seit 1874)

7

(Buckingham Palace, London, 1. Mai 1850 – Bagshot Park, Surrey, England, 16. Januar 1942)
Prinz Arthur (Arthur William Patrick Albert) war der dritte Sohn von Königin Victoria und Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Daher erhielt er von der Königin den Titel des ersten Herzogs von Connaught und Strathearn (benannt nach einer Provinz in Irland). Arthur wurde von Privatlehrern unterrichtet und trat mit 16 Jahren in der Königliche Militärakademie Woolwich ein. Er erfüllte königliche wie auch militärische Aufgaben in verschiedenen Ländern des Commonwealth. Sein Neffe, König Georg V. ernannte ihn 1911 zum Generalgouverneur von Kanada, wo er bis 1916 als Vizekönig diente, der 10. seit der kanadischen Konföderation. (KG, KT, KP, GCMG, GCSI, GCIE, GCVO, GCB, GBE, PC)

Prinz des Vereinigten Königreichs
The Prince Arthur (1850 – 1874)
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (bis 1917)

Leopold

Herzog von Albany, Earl von Clarence, Baron Arklow (seit 1881)

8

(Buckingham Palace, London, 7. April 1853 – Cannes, Frankreich, 28. März 1884)
Belgier, benannt. Er litt an Hämophilie (Bluterkrankheit), ein Erbe seiner Mutter. Insofern konnte er keine militärische Karriere anstreben, wie die anderen Prinzen. Er liebte die schönen Künste und die Literatur. Aufgrund seiner Erkrankung starb er mit 30 Jahren vor der Geburt seines Sohnes, des Prinzen Carl Eduard, Herzog von Albany, der als regierender Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha im Jahr 1900 die Nachfolge antrat. Der Titel des Herzogs von Albany wurde ihm 1917 durch König George V. aberkannt, da er im Ersten Weltkrieg gegen das Vereinte Königreich gekämpft hatte. Über Carl Eduard ist Leopold der Urgroßvater des derzeitigen Königs von Schweden, Carl XVI. Gustaf. (KG, KT, GCStJ, GCMG, GCSI)

Prinz des Vereinigten Königreichs
The Prince Leopold (1853 – 1881)
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Beatrice

Prinzessin Henry (1917 – 1944)

9

(Buckingham Palace, London, 14. April 1857 – Brantridge Park, Sussex, 26. Oktober 1944)
Prinzessin Beatrice (Beatrice Mary Victoria Fedora) folgte ihren Schwestern Alice, Helena und Louise als Vertraute und Sekretärin ihrer Mutter. Sie war das jüngste der Kinder von Königin Victoria und dasjenige, das am längsten lebte. Sie starb 66 Jahre nach dem Tod ihrer Schwester Alice, die als erste gestorben war. Königin Victoria stimmte ihrer Verheiratung mit Prinz Heinrich von Battenberg unter der Bedingung zu, dass Beatrice und Heinrich bei ihr wohnten und Beatrice ihre königlichen Verpflichtungen weiterhin wahrnahm. Da Heinrich seine deutschen Verpflichtungen aufgeben musste, um ständig bei seiner Frau und der Königin zu bleiben, ernannte ihn der Königin 1889 zum Gouverneur der Isle von Wight. Sieben Jahre später starb er an Malaria. Nach seinem Tod ernannte der Königin Beatrice zum Gouverneur (1896 – 1944). Das Paar bekam vier Kinder. König Juan Carlos von Spanien ist ihr Urenkel. Nach dem Tod ihrer Mutter widmete Beatrice als designierte Verwalterin des literarischen Nachlasses die nächsten 30 Jahre ihres Lebens der Herausgabe der Tagebücher Königin Victorias und erfüllte weitere öffentliche Aufgaben.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
The Princess Beatrice (1857 – 1885)
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (bis 1917)
Prinzessin Henry von Battenberg (1885 – 1917)

König Edward VII.

des Vereinigten Königreichs und der Britischen Herrschaftsgebiete

King Edward VII

Edward

König Edward VII. des Vereinigten Königreichs und der britischen Herrschaftsgebiete
Kaiser von Indien (seit 1901)

(Buckingham Palace, London, 9. November 1841 – Buckingham Palace, 6. Mai 1910)
Während ihrer Regentschaft hinderte Königin Victoria ihn daran, auf dem Gebiet der Politik aktiv zu werden. Vor seiner Thronbesteigung diente Edward als gesetzmäßiger Erbe und hatte den Titel eines Prinzen von Wales länger inne als irgendeiner seiner Vorgänger. Er führte auch die Titel eines Prinzen von Sachsen-Coburg und Gotha und Herzogs zu Sachsen, verzichtete jedoch 1863 auf die Erbrechte an dem deutschen Herzogtum. Seine Reise nach Indien und die damals ungewohnte Weise, Menschen gleich zu behandeln, ohne Rücksicht auf ihren sozialen Status oder ihre Hautfarbe, war zumindest förderlich für die Verleihung des Titels einer Kaiserin von Indien an seine Mutter.

Erbprinz des Vereinigten Königreichs Prince of Wales, Earl von Chester (seit 1841)
Prince of Wales, Earl von Chester (seit 1841)
Herzog von Cornwall, Herzog von Rothesay
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen
Earl von Dublin (seit 1850)

Alexandra

Königin des Vereinigten Königreichs / The Queen-Empress (1901 – 1910)

(Kopenhagen, 1. Dezember 1844 – Sandringham House, Norfolk, 20. November 1925)
Alexandra (Alexandra Caroline Marie Charlotte Louise Julia) wurde im Alter von 16 Jahren als zukünftige Frau für Prinz Albert Edward von Wales und Erben der Königin Victoria ausgesucht. Das Paar heiratete 1863, dem Jahr indem Alexandras Vater Prinz Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg die Nachfolge auf dem dänischen Königsthron antrat. Alexandra war ihren Kindern eine hingebungsvolle Mutter und engagierte sich für soziale und wohltätige Zwecke.

Prinzessin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg
Prinzessin von Dänemark (seit 1852)
Princess of Wales (1863 – 1901)
Königin(witwe) (1910 – 1925)

George

König George V. des Vereinigten Königreichs, Kaiser von Indien (seit 1910)

2

(Marlborough House, London, 3. June 1865 – Sandringham House, Norfolk, 20. Januar 1936)
Als ein Mann, der ebenso viel in der Welt herum reiste wie sein Onkel Prinz Alfred von Edinburgh und späterer Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, hätte niemand voraussagen können, dass George (George Frederick Ernest Albert) als zweitältester Sohn des Prinzen von Wales eines Tages König würde. Aber er folgte seinem Vater bei dessen Tod 1910 nach. Während seiner Regierung sah er sich sehr vielen Veränderungen in der politischen Landschaft gegenüber, wie dem Untergang der Monarchie auf dem europäischen Kontinent und in Russland, dem Entstehen politischer Richtungen wie Sozialismus, Kommunismus, Faschismus und dem irischen Nationalismus oder den Unabhängigkeitsbemühungen Indiens und – nicht zu vergessen – dem Ersten Weltkrieg, der aus engen Verwandten Feinde machte, wie dem deutschen Kaiser Wilhelm II., einem Cousin ersten Grades, wie auch dem Zaren Nikolaus II. von Russland. Als Ergebnis des blutigen Krieges ordnete er per Dekret an, sein Haus von Sachsen-Coburg und Gotha in Windsor umzubenennen. (KG, KT, KP, GCSI, GCMG, GCIE, GCVO, ISO, PC, FRS)

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (bis 1917)
Herzog von Cornwall und York
Herzog von York (1892 – 1901)
Herzog von Cornwall und York, Earl von Chester, Prince of Wales, Herzog von Rothesay (seit 1901)

Albert Victor

Herzog von Clarence und Avondale (seit 1890)

1

(Frogmore House, Berkshire, 8. Januar 1864 – Sandringham House, Norfolk, 14. Januar 1891)
Albert Victor (Albert Victor Christian Edward), Herzog von Clarence und Avondale war der älteste Sohn von Prinz Albert Edward von Wales, dem späteren König Edward VII. und daher war er Erbprinz der britischen Krone. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder George wurde er aufgezogen und ausgebildet und bis 1883 zur Marine geschickt. Kurz nach seiner Verlobung mit Prinzessin Maria von Teck 1891, die durch die Intervention seiner Großmutter, Königin Victoria zustande kam, starb er an Grippe. Zwei Jahre darauf heiratete die Braut (die von Königin Victoria favorisierte Kandidatin) seinen jüngeren Bruder George, der König George V. werden sollte.

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prince of Wales
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Louise

The Princess Royal (seit 1905)

3

(Marlborough House, London, 20. Februar 1867 – London, 4. Januar 1931)
Louise (Louise Victoria Alexandra Dagmar) heiratete ihren Cousin dritten Grades, einen Nachkommen von George III., dem 6. Earl Fife. Er war 18 Jahre älter als sie. Zwei Tage nach der Hochzeit machte Königin Victoria ihn zum Herzog von Fife und Marquis Macduff im britischen Adel. Das Herzogtum sollte normalerweise eine männliche Thronfolge haben, aber da der erste Sohn tot geboren wurde und das Paar nur Töchter bekam, entschied der Königin im Jahr 1900, dass die Titel an die weiblichen Erben und dann an deren Söhne fallen sollten. (LJStJ, GCStJ)

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin Louise von Wales (1867 – 1889)
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (bis 1917))
Gräfin Fife, Herzogin von Fife (1889 – 1901)
The Princess Louise, Herzogin von Fife (1901 – 1905)

Victoria

The Princess Victoria (seit 1901)

4

(Marlborough House, London, 6. Juli 1868 – Coppins House, Iver, Buckinghamshire, 3. Dezember 1935)
Victoria (Victoria Alexandra Olga Mary) – ihre Familie nannte sie Toria – verzichtete auf eine Heirat, vielleicht auf Bitten ihrer Mutter. Die beste Partie wäre eine Heirat mit König Carlos I. von Portugal gewesen, aber sie blieb bei ihren Eltern und kümmerte sich um ihre Mutter. Victoria soll ihrem Bruder George auch besonders verbunden gewesen sein, dem späteren König George V.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin Victoria von Wales
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (bis 1917)

Maud

Königin von Norwegen (seit 1905)

5

(Marlborough House, London, 26. November 1869 – 20. November 1938)
Maud (Maud Charlotte Mary Victoria) heiratete 1896 ihren Cousin ersten Grades, den Prinzen Carl von Dänemark. Er stammte aus dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg und sollte unter dem Namen König Haakon VII. der erste König von Norwegen werden. Er wurde zum König gewählt nach der Auflösung einer mehr als 90 Jahre dauernden Personalunion mit Schweden. Dabei mag Mauds königlich-britischer Ursprung eine entscheidende Rolle für die Wahl ihres Gatten gespielt haben. Es wird ihr nachgesagt, dass sie innerhalb ihrer Familie eine alles entscheidende Rolle gespielt hat. Die Krönung dieses Königspaares 1906 war die letzte in Skandinavien.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin Maud von Wales
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (bis 1917)
Prinzessin Carl von Dänemark (seit 1896)

Alexander John

Prince of Wales

6

(6. April 1871 – 7. April 1871)
Als er frühzeitig geboren wurde, wurde er am Abend seiner Geburt in aller Stille getauft. Er lebte nur einen Tag.

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

König George V. des Vereinigten Königreichs

und der Britischen Herrschaftsgebiete

 

König George V. des Vereinigten Königreichs, Kaiser von Indien (seit 1910)

George

König George V. des Vereinigten Königreichs, Kaiser von Indien (seit 1910)

2

(Marlborough House, London, 3. June 1865 – Sandringham House, Norfolk, 20. Januar 1936)
Als ein Mann, der ebenso viel in der Welt herum reiste wie sein Onkel Prinz Alfred von Edinburgh und späterer Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, hätte niemand voraussagen können, dass George (George Frederick Ernest Albert) als zweitältester Sohn des Prinzen von Wales eines Tages König würde. Aber er folgte seinem Vater bei dessen Tod 1910 nach. Während seiner Regierung sah er sich sehr vielen Veränderungen in der politischen Landschaft gegenüber, wie dem Untergang der Monarchie auf dem europäischen Kontinent und in Russland, dem Entstehen politischer Richtungen wie Sozialismus, Kommunismus, Faschismus und dem irischen Nationalismus oder den Unabhängigkeitsbemühungen Indiens und – nicht zu vergessen – dem Ersten Weltkrieg, der aus engen Verwandten Feinde machte, wie dem deutschen Kaiser Wilhelm II., einem Cousin ersten Grades, wie auch dem Zaren Nikolaus II. von Russland. Als Ergebnis des blutigen Krieges ordnete er per Dekret an, sein Haus von Sachsen-Coburg und Gotha in Windsor umzubenennen. (KG, KT, KP, GCSI, GCMG, GCIE, GCVO, ISO, PC, FRS)

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (bis 1917)
Herzog von Cornwall und York
Herzog von York (1892 – 1901)
Herzog von Cornwall und York, Earl von Chester, Prince of Wales, Herzog von Rothesay (seit 1901)

Mary

Queen Mary (seit 1936)

(Kensington Palace, London, 26. Mai 1867 – Marlborough House, London, 24. März 1953)
Maria (Victoria Maria Augusta Louise Olga Pauline Claudine Agnes), wurde von Königin Victoria als Braut auserwählt. Sie hätte jeden Enkel heiraten sollen, der einmal König wurde, sei es nun der älteste, der Herzog Albert Victor von Clarence und Avondale, der nach wenigen Wochen der Verlobung starb, oder sein Nachfolger George, sein jüngerer Bruder, der spätere König George V. Während der schwierigen Jahre des Krieges und der fundamentalen Veränderungen unterstützte sie immer ihren Mann. Nach dem Tod von König George V. ließ sie ihre Unterstützung ihrem ältesten Sohn Edward zukommen, der König Edward VIII. werden sollte. Nach seiner von ihr missbilligten Abdankung aufgrund seines Wunsches die zweimal geschiedene Amerikanerin Wally Simpson zu heiraten, unterstützte sie ihren nächsten Sohn, den Herzog Albert von York, der unter dem Namen George VI. König wurde. Als er 1952 starb, bestieg ihre älteste Enkelin Elizabeth den Thron. Aber Mary erlebte deren Krönung als Elizabeth II. nicht mehr. Kurz davor starb sie.

Prinzessin von Teck
Prinzessin des Vereinigten Königreichs (seit 1893)
Herzogin von York (1893 – 1901)
Herzogin von Cornwall und York (1901)
Prinzessin von Wales (1901 – 1910)
Königin von Großbritannien und den Britischen Herrschaftsgebiete,
The Queen-Empress (seit 1910)

Edward

Herzog von Windsor

1

(White Lodge, London, 23. Juni 1894 – Paris, 28. Mai 1972)
Edward VIII (Edward Albert Christian George Andrew Patrick David) dankte im Dezember 1936 nach einer Regentschaft von weniger als einem Jahr ab. Er war der älteste Sohn von König George V. und Königin Mary und wurde an seinem sechzehnten Geburtstag zum Prinzen von Wales ernannt. Seine Abdankung wurde aus politischen und religiösen Gründen notwendig: er hatte entschieden Wallis Simpson zu heiraten, eine Amerikanerin, die schon einmal geschieden war und dabei war, sich von ihrem zweiten Ehemann scheiden zu lassen. Weder die Politiker, noch die „Church of England”, von der Edward das Oberhaupt war, hätten diesen Bund geduldet. Er musste den Rest seines Lebens mehr oder weniger im Exil verbringen und konnte nur nach Großbritannien einreisen, wenn die Familie ihn dazu aufforderte.

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (bis 1917)
Herzog von Cornwall, Herzog von Rothesay (seit 1910)
Prince of Wales, Earl von Chester (seit 1901)
König Edward VIII. des Vereinigten Königreichs und der Britischen Herrschaftsgebiete, Kaiser von Indien

Albert

König George VI. des Vereinigten Königreichs und der Herrschaftsgebiete des Britischen Commonwealth
Oberhaupt des Commonwealth

2

(York Cottage, Sandringham House, Norfolk, 14. Dezember 1895 – Sandringham House, Norfolk, 6. Februar 1952)

Albert (Albert Frederick Arthur George), der am Todestag seines Urgroßvaters, des Prinzgemahls Albert zur Welt kam, wurde nach ihm benannt. Als er den Thron bestieg, nahm er den Namen George VI. an, um die Kontinuität mit der Regentschaft seines Vaters zu betonen und die durch seinen Bruder Edward geschaffenen Irritationen vergessen zu lassen. Der neue König sah sich schwierigen politischen Veränderungen ausgesetzt: die Teilung Irlands, dem Niedergang des britischen Empire und seiner Erneuerung als Commonwealth von Nations, ganz zu schweigen vom Zweiten Weltkrieg und seinen Auswirkungen auf Großbritannien. Während sich seine Gesundheit immer mehr verschlechterte, übernahm Prinzessin Elizabeth, seine ältere Tochter und Kronprinzessin königliche Aufgaben und wurde schließlich Königin.

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prinz Albert von York, Prinz Albert von Cornwall und York (bis 1901)
Prince Albert of Wales (bis 1910)
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (bis 1917)
Der Herzog von York, Earl von Inverness und Baron Killarney (1920 – 1936)
The King-Emperor (1936 – 1947)
Kaiser von Indien (1936 – 1948)

Mary

The Princess Royal (seit 1932)

3

(York Cottage, Sandringham, 25. April 1897 – Harewood House, Yorkshire, 28. März 1965)
Prinzessin Mary (Victoria Alexandra Alice Mary) war die Großtante von Prinz Charles, dem gegenwärtigen Erben der britischen Krone. Während ihres Lebens regierten sechs Monarchen das Land. Als sie beinahe vier Jahre alt war, starb Königin Victoria, ihre Urgroßmutter. Ihr Großvater Edward VII. übernahm die Regentschaft, gefolgt von ihrem Vater George V. und ihren zwei Brüdern Edward VIII. – mit dem sie sich gut verstand – und George VI. Schließlich wohnte sie 1952 der Krönung ihrer Nichte Königin Elisabeth bei. 1922 wurde Prinzessin Mary mit Henry Charles George, dem Vicomte Lascelles (9. September 1882 – 23. Mai 1947) verheiratete. Ihr Ehemann war der ältere Sohn von Henry Lascelles, dem 5. Earl von Harewood, und Lady Florence Bridgeman, der Tochter von Orlando Bridgeman, dem 3. Earl von Bradford von Weston Park. Die öffentlichen Aufgaben von Prinzessin Mary galten dem Pfadfindertum von Mädchen, der Krankenpflege und dem britischen Roten Kreuz.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin Mary von York, Prinzessin Mary von Cornwall und York
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (bis 1917)
Prinzessin Mary von Wales (1901 – 1910)
The Princess Mary (1910 – 1922)
The Princess Mary, Vicomtesse Lascelles (1922 – 1929)
Gräfin von Harewood (1929 – 1932)

Henry

Der Herzog von Gloucester, Earl von Ulster, Baron Culloden (seit 1928)

4

(York Cottage, Sandringham, 31. März 1900 – Barnwell Manor, Northamptonshire, 10. Juni 1974)
Henry (Henry William Frederick Albert) besuchte das Eton College, wo er im selben Haus wohnte wie Kronprinz Leopold von Belgien, der spätere König Leopold III. Im Gegensatz zu seinen älteren Brüdern ging er in die Armee und nicht zur Royal Navy. 1936 wurde er zum möglichen Regenten für Prinzessin Elizabeth, die Thronerbin, ernannt, als ihr Vater den Thron bestieg. Einige Monate zuvor hatte er Lady Alice Christabel Montagu Douglas Scott, eine Tochter von John Montagu Douglas Scott, dem 7. Herzog von Buccleuch, geheiratet. Das Paar bekam zwei Söhne. Von 1945 bis 1947 wurde er zum 11. Generalgouverneur von Australien ernannt. (KG, KT, KP, GCB, GCMG, GCVO)

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (bis 1917)
Prinz Henry von Wales (1901 – 1910)
Der Prinz Henry (1910 – 1928)
Herzog von Gloucester (seit 1928)
Generalgouverneur von Australien (1945 – 1947)

George

Herzog von Kent, Earl von Saint Andrews, Baron Downpatrick (seit 1934)

5

(York Cottage, Sandringham Estate, 20. Dezember 1902 – Morven, Scotland 25. August 1942)
George ((George Edward Alexander Edmund) besuchte die private Grundschule in Broadstairs in Kent ebenso wie sein Bruder, Prinz Henry, der spätere Herzog von Gloucester, daran anschließend besuchte er jedoch ein Marinecollege. Bis 1929 blieb er in der Royal Navy. Dann wurde er das erste königliche Familienmitglied, das als Staatsbeamter sowohl im Außen-  als auch im Innenministerium arbeitete. 1934 heiratete er seine Cousine zweiten Grades, Prinzessin Marina von Griechenland und Dänemark, eine Tochter von Prinz Nikolaus von Griechenland und Dänemark. Sie bekamen drei Kinder. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kehrte er zum aktiven Militärdienst zurück, ab 1940 in der Royal Air Force. Er starb 1942 beim Absturz eines Militärflugzeugs. (KG, KT, GCMG, GCVO)

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (bis 1917)

John

Prinz des Vereinigten Königreichs

6

(York Cottage, Sandringham, 12. Juli 1905 – Wood Cottage, Sandringham, 18. Januar 1919)
John (John Charles Francis) war das jüngste Kind und der fünfte Sohn von König George V. und seiner Frau Mary von Teck. Er litt an Epilepsie und starb zwei Monate nach dem Ende des Ersten Weltkriegs im Alter von dreizehn Jahren.

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (bis 1917)

König Edward VIII. des Vereinigten Königreichs

und der Britischen Herrschaftsgebiete

König Edward VIII.

Edward

Herzog von Windsor

1

(White Lodge, London, 23. Juni 1894 – Paris, 28. Mai 1972)
Edward VIII (Edward Albert Christian George Andrew Patrick David) dankte im Dezember 1936 nach einer Regentschaft von weniger als einem Jahr ab. Er war der älteste Sohn von König George V. und Königin Mary und wurde an seinem sechzehnten Geburtstag zum Prinzen von Wales ernannt. Seine Abdankung wurde aus politischen und religiösen Gründen notwendig: er hatte entschieden Wallis Simpson zu heiraten, eine Amerikanerin, die schon einmal geschieden war und dabei war, sich von ihrem zweiten Ehemann scheiden zu lassen. Weder die Politiker, noch die „Church of England”, von der Edward das Oberhaupt war, hätten diesen Bund geduldet. Er musste den Rest seines Lebens mehr oder weniger im Exil verbringen und konnte nur nach Großbritannien einreisen, wenn die Familie ihn dazu aufforderte.

Erbprinz des Vereinigten Königreichs
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen
Herzog von Cornwall, Herzog von Rothesay (seit 1910)
Prince of Wales, Earl von Chester (seit 1901)
König Edward VIII. des Vereinigten Königreichs und der Britischen Herrschaftsgebiete, Kaiser von Indien

Wallis

Herzogin von Windsor

(Blue Ridge Summit, USA, 19. Juni 1896 – Paris, 24. April 1986)
Wallis, Herzogin von Windsor (ehemals Wallis Spencer, geborene Bessie Wallis Warfield war eine amerikanische Prominente. Als sie den Thronerben Prinz Edward traf, war sie schon einmal geschieden und dabei, sich von ihrem zweiten Ehemann scheiden zu lassen. Der Wunsch Edwards eine Frau zu heiraten, die zwei lebende Exehemänner hatte, drohte in Großbritannien eine konstitutionelle Krise hervorzurufen, so dass Edward VIII. entschied abzudanken, um sie zu heiraten. Sein Nachfolger, König George VI., ernannte ihn folglich zum Herzog von Windsor. Das Paar führte ein Leben ohne Verpflichtungen, das sie an den beliebtesten High-society-Plätzen Europas und der Vereinigten Staaten  verbrachten. Das Paar gehörte zum Jet Set der „Schönen und Reichen“.

Wallis Simpson

König George VI. des Vereinigten Königreichs

und der Britischen Herrschaftsgebiete

Albert

König George VI. des Vereinigten Königreichs und der Herrschaftsgebiete des Britischen Commonwealth
Oberhaupt des Commonwealth

2

(York Cottage, Sandringham House, Norfolk, 14. Dezember 1895 – Sandringham House, Norfolk, 6. Februar 1952)

Albert (Albert Frederick Arthur George), der am Todestag seines Urgroßvaters des Prinzgemahls Albert zur Welt kam, wurde nach ihm benannt. Als er den Thron bestieg, nahm er den Namen George VI. an, um die Kontinuität mit der Regentschaft seines Vaters zu betonen und die durch seinen Bruder Edward geschaffenen Irritationen vergessen zu lassen. Der neue König sah sich schwierigen politischen Veränderungen ausgesetzt: die Teilung Irlands, den Niedergang des britischen Empire und seine Erneuerung als Commonwealth von Nations, ganz zu schweigen vom Zweiten Weltkrieg und seinen Auswirkungen auf Großbritannien. Während sich seine Gesundheit immer mehr verschlechterte, übernahm Prinzessin Elizabeth, seine ältere Tochter und Kronprinzessin königliche Aufgaben und wurde schließlich Königin.

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prinz Albert von York, Prinz Albert von Cornwall und York (bis 1901)
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (bis 1917)
Prinz Albert von Wales (bis 1910)
Der Herzog von York, Earl von Inverness und Baron Killarney (1920 – 1936)
The King-Emperor (1936 – 1947)
Kaiser von Indien (1936 – 1948)

Elizabeth

Der Königin-Mutter (1952 – 2002)

(London or Hitchin, 4. August 1900 – Royal Lodge, Windsor, Berkshire, 30. März 2002)

Elizabeth Angela Marguerite Bowes-Lyon war das neunte von zehn Kindern von Claude Bowes-Lyon, Lord Glamis (später dem 14. Earl von Strathmore und Könighorne im schottischen Adel), und seiner Frau Cecilia Cavendish-Bentinck. Ihre Mutter stammte vom britischen Premierminister William Cavendish-Bentinck, dem 3. Herzog von Portland, und Generalgouverneur von Indien Richard Wellesley, dem 1. Marquis Wellesley, der wiederum der ältere Bruder eines anderen Premierminister war, nämlich von Arthur Wellesley, dem 1. Herzog von Wellington.  Albert musste drei Heiratsanträge machen, bevor sich Elizabeth entschloss, ihn zu heiraten. Seine Freiheit bei der Wahl von Elizabeth, der Tochter eines Adligen und nicht Mitglied einer königlichen Familie, wurde als Schritt in Richtung auf eine gewisse Lockerung betrachtet; davor wurde von Prinzen erwartet, dass sie Töchter anderer Königsfamilien heiraten. Elizabeth wurde ein sehr beliebtes Familienmitglied und starb ein paar Monate nach ihrer zweiten Tochter Margaret mit 101 Jahren.

Elizabeth Bowes-Lion
Lady Elizabeth Bowes-Lion (1904 – 1923)
Herzogin von York (1923 – 1936)
The Queen (1936 – 1952), The Queen-Empress (1936 – 1947)

Elizabeth

Königin Elizabeth II. des Vereinigten Königreichs und der Britischen Herrschaftsgebiete, Oberhaupt des Commonwealth (seit 1952)

1

(Mayfair, London, 21. April 1926)
Elizabeth (Elizabeth Alexandra Mary) wurde zur britischen Thronerbin, als ihr Vater 1936 anlässlich der Abdankung seines älteren Bruders Edward ihm auf dem Thron nachfolgte. Elizabeth wurde erzogen und ausgebildet, die Aufgabe als Staatsoberhaupt Großbritanniens sowie weiterer 15 souveräner Staaten – der Mitgliedstaaten des Commonwealth – zu erfüllen. 1947 heiratete sie Prinz Philip, den Herzog von Edinburgh. Mit 25 Jahren wurde sie 1952 beim Tod ihres Vaters Königin. Es versteht sich von selbst, dass während ihrer langen Regentschaft von mehr als sechzig Jahren viele Veränderungen stattfanden: sowohl in der Politik, in der Wirtschaft, des Lebensstils und der Gesellschaft. Mit ihren 61 Jahren der Regentschaft wird Königin Elizabeth II. hoffentlich die lange Epoche von 63 Jahren überschreiten, in der Königin Victoria das Land regierte.


Prinzessin des Vereinigten Königreichs

Prinzessin Elizabeth von York
Herzogin von Edinburgh (1947-1952)

Margaret

Countess von Snowdon (seit 1961)

2

(Glamis Castle, Scotland, 21. August 1930 – London, 9. Februar 2002)
Margaret (Margaret Rose) war die jüngere Schwester von Königin Elizabeth II. In ihrer Kindheit verbrachten die beiden Schwestern viele Jahre zusammen und die vergleichsweise kleine Familie – die Eltern und die beiden Mädchen – sollen sehr aneinander gehängt haben. Als sie erwachsen wurde, verliebte sie sich in Peter Townsend, einen verheirateten Oberst. Nach seiner Scheidung machte er der Prinzessin einen Heiratsantrag, aber die „Church of England“ verweigerte ihre Zustimmung zur Heirat aufgrund seiner Scheidung. Daher nahm Margaret 1960 den Antrag von Antony Armstrong-Jones an, einem bekannten Fotografen. Das Paar bekam zwei Kinder. 1978 ließen sie sich scheiden. Während der letzten beiden Jahrzehnte ihres Lebens litt Margaret an verschiedenen Gesundheitsproblemen, besonders an ihrer Lunge, da sie wie ihr Vater eine starke Raucherin war. (CI GCVO GCStJ)

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin Margaret von York
The Princess Margaret (seit 1936)

 

KKönigin Elizabeth II. des Vereinigten Königreichs und der Britischen

Herrschaftsgebiete, Oberhaupt des Commonwealth

Elizabeth

Königin Elizabeth II. des Vereinigten Königreichs und der Britischen Herrschaftsgebiete, Oberhaupt des Commonwealth (seit 1952)

(Mayfair, London, 21 April 1926)
Elizabeth (Elizabeth Alexandra Mary) wurde zur britischen Thronerbin, als ihr Vater 1936 anlässlich der Abdankung seines älteren Bruders Edward ihm auf dem Thron nachfolgte. Elizabeth wurde erzogen und ausgebildet, die Aufgabe als Staatsoberhaupt Großbritanniens sowie weiterer 15 souveräner Staaten – der Mitgliedstaaten des Commonwealth – zu erfüllen. 1947 heiratete sie Prinz Philip, den Herzog von Edinburgh. Mit 25 Jahren wurde sie 1952 beim Tod ihres Vaters Königin. Es versteht sich von selbst, dass während ihrer langen Regentschaft von mehr als sechzig Jahren viele Veränderungen stattfanden: sowohl in der Politik, in der Wirtschaft, des Lebensstils und der Gesellschaft. Mit ihren 61 Jahren der Regentschaft wird Königin Elizabeth II. hoffentlich die lange Epoche von 63 Jahren überschreiten, in der Königin Victoria das Land regierte.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs

Philip

Der Prinz Philip, Herzog von Edinburgh (seit 1957)

(Mon Repos, Corfu, Griechenland, 10. Juni 1921)
Prinz Philip wurde als einziger Sohn von Prinz Andrew von Griechenland geboren. Philip ist ein Urenkel von König Christian IX. Von Dänemark. Die Familie wurde aus Griechenland ausgewiesen, als er noch ein Kleinkind war. Nachdem er in Frankreich, England, Deutschland und Schottland ausgebildet worden war, trat er 1939 im Alter von 18 Jahren der britischen Royal Navy bei. Bis 1951 blieb er aktiv. Prinzessin Elisabeth, die er auf Bitten ihrer Eltern 1934 kennenlernte, ist seine Cousine dritten Grades. Nach dem Krieg gestattete ihm König George VI., Elizabeth zu heiraten. Er verzichtete auf seine griechischen und dänischen königlichen Titel, konvertierte von Griechisch-Orthodox zur Anglikanischen Kirche und wurde als britischer Untertan eingebürgert. Er nahm den Namen Mountbatten von seinen Großeltern mütterlicherseits an. Kurz vor seiner Eheschließung 1947 gewährte ihm sein Schwiegervater den Titel eines Herzogs von Edinburgh. Seine Frau, der Königin, ernannte ihn 1957 zum Prinzen von Großbritannien und Nordirland. Er ist der älteste und dienstälteste Ehemann einer regierenden britischen Monarchin und das älteste männliche Mitglied der britischen Königsfamilie. (KG, KT, OM, ONZ, GBE, AC, QSO, GCL, CC, CMM, PC, PC, ADC (P))

Prinz von Griechenland und Dänemark
Philip Mountbatten
Herzog von Edinburgh (seit 1947)
Earl von Merioneth und Baron Greenwich (seit 1947)
(Mon Repos, Corfu, Griechenland, 10. June 1921)

Charles

Prince of Wales (seit 1958 resp. 1969)

1

(Buckingham Palace, London, 14. November 1948)
Charles (Charles Philip Arthur George) ist der dienstälteste Kronprinz der britischen Geschichte, da er seit 1952, als seine Mutter den Thron bestieg, in dieser Rangfolge verharrt. Er ist auch der älteste Thronerbe seit 1714. Nachdem er am Trinity College in Cambridge seinen BA abgelegt hat, diente er bis 1976 in der Royal Navy. 1981 heiratete er Lady Diana Spencer. 1996 ließ sich das Paar scheiden. Acht Jahre nach Dianas Tod bei einem Autounfall, heiratete er 2005, seine langjährige Vertraute Camilla Parker Bowles in einer standesamtlichen Trauung. Es gehört beispielsweise zu seinen königlichen Pflichten, der Königin beim Empfang von Würdenträgern zu repräsentieren und bei Staatsbesuchen an Diners teilzunehmen. Der Prinz vertritt das Staatsoberhaupt und das Land oft in Übersee bei feierlichen Anlässen wie auch bei Staatsbegräbnissen. Zu seinen zahlreichen Interessensgebieten zählen die biologische Bewirtschaftung und Probleme des Umweltschutzes, die Rolle der Architektur, der Schutz historischer Gebäude und philosophische Aspekte des Lebens. Er war ein passionierter Polospieler und ist bekannt für seine Liebe zu Pferden und zum Reiten. (KG, KT, GCB, OM, AK, QSO, PC, ADC)

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prinz Charles von Edinburgh (1948 – 1952)
Earl von Chester, Herzog von Cornwall, Herzog von Rothesay, Earl von Carrick, Baron von Renfrew, Lord von the Isles und Prinz and Great Steward of Scotland

Anne

The Princess Royal

2

(Clarence House, London, 15. August 1950)

Anne (Anne Elizabeth Alice Louise) wurde von einer Privatlehrerin erzogen und besuchte in Großbritannien und im Ausland mehrere Schulen. Seit 1969 hat sie viele öffentliche Aufgaben inne und begleitete ihre Eltern bei vielen Gelegenheiten. Sie war immer sehr am Reiten interessiert und sich darin sehr bald als Expertin erwiesen. Anne war das erste Mitglied der britischen Königsfamilie, das ihr Land bei den Olympischen Spielen vertrat. 1973 heiratete Prinzessin Anne Mark Phillips, einen Oberleutnant der 1. Dragonergarde der Königin. Mit ihm hat sie zwei Kinder. 1992 ließ sich das Paar scheiden. Ende desselben Jahres heiratete sie Vizeadmiral Sir Timothy Laurence. Die Prinzessin absolviert mehr als 600 offizielle Aufgaben jedes Jahr, sowohl im Vereinigten Königreich wie auch in Übersee und arbeitet zugunsten einer großen Anzahl von Wohlfahrts- und Sozialorganisationen. (KG KT GCVO QSO GCL)

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin Anne von Edinburgh
The Princess Anne (seit 1952)
The Princess Anne, Mrs. Mark Phillips (seit 1973)
The Princess Royal (seit 1987)

Andrew

Herzog von York (seit 1986)

3

(Buckingham Palace, London, 19. Februar 1960)
Andrew (Andrew Albert Christian Edward), der zweite Sohn und das dritte Kind von Königin Elizabeth II. und Prinz Philip, dem Herzog von Edinburgh, begann eine militärische Karriere mit dem Eintritt ins Britannia Royal Naval College in Dartmouth. Während des Falkland Kriegs mit Argentinien 1982 diente er an Bord der „Invincible“ als Hubschrauberpilot in der Einsatztruppe der Royal Navy. Er lernte Hubschrauber zu fliegen, diente als Flugkommandant, war im britischen Verteidigungsministerium tätig und als Offizier der diplomatischen Führungsabteilung des Admiralstabs. Er beendete seine Karriere bei der Marine an seinem 50. Geburtstag als Konteradmiral ehrenhalber. Nun arbeitet er als Sonderbeauftragter für Internationalen Handel und Investitionen im Interesse der britischen Firmen. Seine Ehe mit Sarah Ferguson 1986 wurde zehn Jahre später geschieden. Das Paar hat zwei Kinder. (KG GCVO ADC (P))

Prinz des Vereinigten Königreichs
Earl von Inverness, Baron Killyleagh
The Prince Andrew

Edward

Der Earl von Wessex (seit 1999)

4

(Buckingham Palace, London, 10. März 1964)
Edward, (Edward Antony Richard Louis) studierte in Cambridge Geschichte. Dann trat er der britischen Marineinfanterie bei, verließ sie aber nach wenigen Monaten.  Einige Jahre lang führte er eine Filmproduktionsgesellschaft, in der er 1996 einen Dokumentarfilm über seinen Großonkel, den Herzog von Windsor, den ehemaligen König Edward VIII. produzierte. Die Gesellschaft wurde 2009 liquidiert. Zehn Jahre zuvor hatte er Sophie Rhys-Jones, eine damals selbständige Pressereferentin geheiratet. Das Paar hat zwei Kinder. Inzwischen erfüllt Edward viele Aufgaben für seinen Vater, den Herzog von Edinburgh, der aufgrund seines hohen Alters einige seiner königlichen Pflichten abgibt. (KG GCVO ADC(P)

Prinz des Vereinigten Königreichs
The Prince Edward

Charles

The Prince of Wales

Charles

The Prince of Wales (seit 1958)

1

(Buckingham Palace, London, 14. November 1948)
Charles (Charles Philip Arthur George) ist der dienstälteste Kronprinz der britischen Geschichte, da er seit 1952, als seine Mutter den Thron bestieg, in dieser Rangfolge verharrt. Er ist auch der älteste Thronerbe seit 1714. Nachdem er am Trinity College in Cambridge seinen BA abgelegt hat, diente er bis 1976 in der Royal Navy. 1981 heiratete er Lady Diana Spencer. 1996 ließ sich das Paar scheiden. Acht Jahre nach Dianas Tod bei einem Autounfall, heiratete er 2005, seine langjährige Vertraute Camilla Parker Bowles in einer standesamtlichen Trauung. Es gehört beispielsweise zu seinen königlichen Pflichten, der Königin beim Empfang von Würdenträgern zu repräsentieren und bei Staatsbesuchen an Diners teilzunehmen. Der Prinz vertritt das Staatsoberhaupt und das Land oft in Übersee bei feierlichen Anlässen wie auch bei Staatsbegräbnissen. Zu seinen zahlreichen Interessensgebieten zählen die biologische Bewirtschaftung und Probleme des Umweltschutzes, die Rolle der Architektur, der Schutz historischer Gebäude und philosophische Aspekte des Lebens. Er war ein passionierter Polospieler und ist bekannt für seine Liebe zu Pferden und zum Reiten. (KG, KT, GCB, OM, AK, QSO, PC, ADC)

Prinz des Vereinigten Königreichs
Earl von Chester, Herzog von Cornwall, Herzog von Rothesay, Earl von Carrick, Baron von Renfrew, Lord von the Isles und Prinz und Great Steward of Scotland

Diana

Princess of Wales

1

(Park House, Sandringham, Norfolk, England, 1. Juli 1961 – Pitié-Salpêtrière Hospital, Paris, Frankreich, 31. August 1997)
Diana (Diana Frances Spencer) wurde in einer aristokratischen, englischen Familie mit königlichen Vorfahren geboren. Sie war das vierte Kind von John Spencer, Vicomte Althorp und seiner ersten Frau, the Honourable Frances Roche, der Tochter des 4. Baron Fermoy. Seit der Verlobung und Eheschließung mit dem Prinzen von Wales fand sich Diana einem permanenten Blitzlichtgewitter und dem öffentlichen Interesse ausgesetzt. Teilweise konnte sie diese weltweite Medienaufmerksamkeit zugunsten ihrer Kapitalbeschaffung für wohltätige Zwecke nutzen. Sie liebte Kinder und hatte zwei Söhne, aber ihre Ehe war nicht glücklich und endete 1996 in einer Scheidung. Während ihres letzten Lebensjahres unterstützte sie die internationale Kampagne für das Verbot von Landminen, eine Kampagne,  die 1997 den Nobelpreis gewann. Ihr Interesse an den Landminen bestand vor allem in den durch sie hervor gerufenen Verletzungen, häufig an Kindern, die noch geschehen lange nachdem der Konflikt vorüber ist. Wenige Monate vor dieser Nobelpreisverleihung starb sie in einem Autounfall in Paris.

Die Honourable Diana Spencer
Lady Diana Spencer (seit 1975)
Princess of Wales, Herzogin von Cornwall, Herzogin von Rothesay, Gräfin von Chester und Baroness von Renfrew (seit 1981)

Nachkommen

William Herzog von Cambridge, Earl von Strathearn und Baron Carrickfergus (seit 2012)
Henry Prince of Wales

Camilla

Herzogin von Cornwall (seit 2005)
Herzogin von Rothesay (seit 2005)

2

(King’s College Hospital, London, 17. Juli 1947)
Camilla (Camilla Rosemary Shand) ist das älteste Kind von Major Bruce Shand und seiner Frau, Die Honourable Rosalind Cubitt. Sie ist die Tochter des 3. Baron Ashcombe. Sie wuchs in East Sussex auf, einer Grafschaft im Südosten Englands und besuchte Schulen in England, der Schweiz und Frankreich. 1973 heiratete sie den britischen Armeeoffizier Andrew Parker Bowles, mit dem sie zwei Kinder und fünf Enkel hat. 1995 ließ sich das Paar scheiden, kurz nach seiner Pensionierung aus der Armee. 2005 heiratete sie Prinz Charles von Wales, den sie schon so viele Jahre kennt und verbunden ist. Durch die Titel ihres Mannes wird sie mit “Duchess of Cornwall” und “Duchess of Rothesay” angeredet. (GCVO CSM)

Miss Camilla Rosemary Shand
Mrs. Andrew Parker Bowles (seit 1973)
Mrs. Camilla Parker Bowles (seit 1995)

William

Herzog von Cambridge (seit 2012)
Earl von Strathearn und Baron Carrickfergus (seit 2012)

1

(St. Mary’s Hospital, Paddington, London, 21. Juni 1982)
William (William Arthur Philip Louis) besuchte das Eton College entgegen der jüngeren Familientradition, nach der königliche Kinder nach Gordonstoun in Schottland geschickt wurden (wo Prinz Philip, Prinz Charles, zwei Onkel und zwei Cousins waren) Diese Anregung soll von der Familie Spencer vorgebracht worden sein. Nachdem er an der Universität von St Andrews sein Diplom erhalten hatte, verbrachte er einige Zeit in Chile und in einigen afrikanischen Ländern und wurde dann Hubschrauberpilot in der Royal Air Force. Dort diente er mehr als sieben Jahre. 2011 heiratete er Catherine Middleton. Ein Jahr später wurde ihr Sohn George geboren. (KG KT ADC(P))

Prinz des Vereinigten Königreichs

Henry

Prince of Wales

2

(St. Mary’s Hospital, Paddington, London, 15. September 1984)

Henry (Henry Charles Albert David), auch Prinz Harry genannt, begleitete, wie auch sein Bruder William, seine Eltern auf offiziellen Besuchen in viele Länder. Wie sein Bruder besuchte er ebenfalls Eton und verbrachte ein Jahr in Australien und Afrika.  Da er seinen Abschluss mit sehr guten Noten gemacht hatte, wurde er an der Offiziersschule der britischen Armee zugelassen. Nach hartem Training und Einsätzen in Afghanistan verkündete das Verteidigungsministerium 2013 Prinz Harrys Qualifikation als Apache-Flugzeugkommandant. Wie sein Bruder William ist auch Prinz Harry für Wohltätigkeitsorganisationen engagiert und erfüllt königliche Pflichten für seine Großmutter, der Königin, oder seinen Vater, den Prince of Wales.

Prinz des Vereinigten Königreichs

William

Herzog von Cambridge

William

Herzog von Cambridge (seit 2012)
Earl von Strathearn und Baron Carrickfergus (seit 2012)

(St. Mary’s Hospital, Paddington, London, 21. Juni 1982)
William (William Arthur Philip Louis) besuchte das Eton College entgegen der jüngeren Familientradition, nach der königliche Kinder nach Gordonstoun in Schottland geschickt wurden (wo Prinz Philip, Prinz Charles, zwei Onkel und zwei Cousins waren) Diese Anregung soll von der Familie Spencer vorgebracht worden sein. Nachdem er an der Universität von St Andrews sein Diplom erhalten hatte, verbrachte er einige Zeit in Chile und in einigen afrikanischen Ländern und wurde dann Hubschrauberpilot in der Royal Air Force. Dort diente er mehr als sieben Jahre. 2011 heiratete er Catherine Middleton. Ein Jahr später wurde ihr Sohn George geboren. (KG KT ADC(P))

Prinz des Vereinigten Königreichs

Catherine

Herzogin von Cambridge (seit 2012)

(Royal Berkshire Hospital, Reading, Berkshire, 9. Januar 1982)
Catherine, (Catherine Elizabeth) ist die älteste von drei Kindern von Michael Middleton und seiner Frau Carole Goldsmith, zwei ehemaligen Flugbegleitern, die jetzt für die British Airways Flugdienstberater sind. „Kate“ studierte in Schottland Kunstgeschichte an der Universität von St Andrews, wo sie William 2001 kennenlernte. Ihre Verlobung wurde am 16. November 2010 bekannt gegeben. Sie nahm an vielen bedeutsamen königlichen Veranstaltungen teil, bevor sie am 29. April 2011 in der Westminster Abbey heiratete. Das Time Magazin zählte sie zu den einflussreichsten Leuten der Welt. Am 22. Juli 2013 brachte sie Prinz George von Cambridge zur Welt.

Catherine Middleton

George

Prinz von Cambridge

(St Mary’s Hospital, London, 22. Juli 2013)
George (George Alexander Louis) ist der dritte in der Thronfolge seiner Urgroßmutter, Königin Elizabeth II. nach seinem Großvater und seinem Vater.

Prinz des Vereinigten Königreichs