PORTUGAL – DAS HAUS SACHSEN-COBURG UND GOTHA

Wappen_Sachsen_Coburg_Gotha

Das Haus Sachsen-Coburg und Gotha ist eine deutsche Dynastie, und zwar die Linie der sächsischen Wettiner, die die Ernestinischen Herzogtümer einschließlich des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha regierten.

Obwohl das Haus Coburg weitaus länger in der Geschichte zurückreicht, beginnen wir unseren Stammbaum in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts mit Franz Friedrich Anton, dem sechsten Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld. Dank der ersten Vermählung von Ernst, seinem ältesten Sohn und Thronfolger, mit Prinzessin Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg, konnte das Haus einen beträchtlichen Zuwachs an Territorium und Bedeutung verzeichnen. Seit 1826 heißt das Haus Sachsen-Coburg und Gotha. Die Nachfahren Franz Friedrich Antons bildeten die Spitze mehrerer Europäischer Monarchien und Mitglieder daraus entstehender Familien bilden derzeit in ziemlich vielen Ländern die repräsentative Regierungsspitze, wie z.B. in Belgien über die Nachkommen von König Leopold I. und in den Ländern des Commonwealth über die Nachkommen von Prinzgemahl Albert. Aufgrund der anti-deutschen Stimmung während des Ersten Weltkriegs in Großbritannien änderte König George V. des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland 1917 den Namen seines Familienzweigs von „Sachsen-Coburg und Gotha“ in „Windsor“. Dasselbe geschah in Belgien, wo er in den Namen “van België” oder “de Belgique” umbenannt wurde.

Franz Friedrich Anton

Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen (seit 1800)

(Coburg, 15. Juli 1750 – Coburg, 9. Dezember 1806)
Franz Friedrich Anton musste ein nahezu ruiniertes Herzogtum übernehmen. Da er aber mit vielen Talenten ausgestattet war, begann er Druckgraphik der herausragenden Künstler des 15. bis 18. Jahrhunderts zu sammeln – obwohl er kein Geld hatte. Auf diese Weise entstand das Coburger Kupferstichkabinett mit seinem heute 220.000 grafischen Blättern zählenden Kunstschatz. Er ist in väterlicher Linie ein Vorfahr von Königin Elizabeth II. des Vereinigten Königreichs, vom belgischen König Philippe und Simeon von Sachsen-Coburg und Gotha, dem ehemaligen Zaren (Simeon II. 1943 - 1946 während der Monarchie) und Premierminister von Bulgarien (von 2001 bis 2005).

Erbprinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen

Auguste Karoline Sophie

Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzogin zu Sachsen (seit 1800)

(Saalburg-Ebersdorf, 19. Januar 1757 – Coburg, 16. November 1831)
Sie hatte mit ihrem Mann zehn Kinder, die zwischen 1778 und 1792 geboren wurden, eines war eine Totgeburt und zwei weitere starben in der Kindheit. Die anderen wurden unter großem persönlichem Einsatz an den Europäischen Hochadel verheiratet. Auguste Karoline Sophie war mütterlicherseits die Großmutter von Königin Victoria des Vereinigten Königreichs und väterlicherseits die Großmutter von Prinzgemahl Albert.

Prinzessin Reuss
Prinzessin von Ebersdorf
Erbprinzessin von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzogin zu Sachsen (seit 1777)

Ferdinand Georg August

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry) (seit 1826)

6

(Coburg, 28. März 1785 – Wien, 27. August 1851)
Ferdinand Georg August ist der zweite Sohn von Herzog Franz Friedrich Anton von Sachsen-Coburg-Saalfeld und seiner Frau Auguste Karoline Sophie. Während der Napoleonischen Kriege diente er als Bevollmächtigter der Kavallerie der Kaiserlich-Österreichischen und Königlichen Armee. In Österreich begegnete er Gräfin Maria Antonia Koháry von Csábrág und Szitnya, der Tochter und Alleinerbin von Graf Ferenc József Koháry von Csábrág und Szitnya. Das Paar heiratete 1815. Als Antonias Vater, seines Zeichens Kaiserlicher Kanzler von Kaiser Franz I. 1826 starb, fielen die Lehen Kohárys an den Kaiser zurück. Er gab sie seinem hochdekorierten General Ferdinand um ihm für seine treuen Dienste zu danken. So wurde Ferdinands Familie – er musste seinerseits zum römisch-katholischen Glauben übertreten – der drittgrößte Landbesitzer von Großungarn in dieser Zeit.

Prinz von Sachsen-Coburg Saalfeld, Herzog zu Sachsen

Der erste Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha war Ernst I., der diese Territorien von 1826 bis zu seinem Tod 1844 regierte. Davor war er Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld (als Ernst III.) von 1806 bis zur Neuordnung der Gebiete 1826. Ernsts jüngerer Bruder Leopold wurde 1831 König der Belgier. Seine Nachkommen dienen Belgien immer noch als Staatsoberhäupter. Léopold I. einzige Tochter, Prinzessin Charlotte von Belgien war die Gemahlin Maximilian I. von Mexiko, in den 1860er Jahren bekannt als Kaiserin Carlota von Mexiko. Ernsts Neffe Ferdinand heiratete Königin Maria II. von Portugal und seine Nachfahren regierten Portugal bis dieses Land 1910 eine Republik wurde.

Herzog Ernst I. zweiter Sohn, Prinz Albert (1819–1861), heiratete 1840 Königin Victoria und ist damit der Vorfahre der momentanen königlichen Familie Großbritanniens und Irlands, die sich seit 1917 „Windsor“ nennen. 1826 erbte eine Nebenlinie des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha den fürstlichen Besitz der Kohárys und trat zum katholischen Glauben über. Die Mitglieder seines Zweiges schafften es, eine kaiserliche Prinzessin von Brasilien zu heiraten, eine Erzherzogin von Österreich, eine königliche Prinzessin „der Franzosen“, eine königliche Prinzessin von Belgien und eine königliche Prinzessin von Sachsen. Ein Nachkomme dieses Zweiges, ebenfalls mit Namen Ferdinand, wurde erst Prinz und dann Zar von Bulgarien. Seine Nachfahren regierten dort bis 1946. Das augenblickliche Oberhaupt des Hauses Bulgarien, der frühere Zar Simion II., der abgesetzt und während des Zweiten Weltkriegs vertrieben wurde, diente von 2001 bis 2005 als Bulgariens Premierminister.

Das herzogliche Haus bestand aus allen Nachkommen Franz Friedrich Antons, des Herzogs von Sachsen-Coburg-Saalfeld, väterlicherseits, die aus legitimer und ebenbürtiger Ehe stammen, sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts, ihren Ehefrauen in ebenbürtigen und genehmigten Eheschließungen und ihren Witwen bis zu deren Wiederverheiratung. Gemäß dem Gesetz des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha lautete der volle Titel des Herzogs:

Wir, Ernst, Herzog zu Sachsen-Coburg und Gotha, Jülich, Kleve und Berg, auch Engern und Westphalen, Landgraf in Thüringen, Markgraf zu Meißen, gefürsteter Graf zu Henneberg, Graf zu der Mark und Ravensberg, Herr zu Ravenstein und Tonna usw.

Ferdinand Georg August

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry)

Porträt von Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg Saalfeld

Ferdinand Georg August

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen (seit 1826)

(Coburg, 28. März 1785 – Wien, 27. August 1851)
Ferdinand Georg August ist der zweite Sohn von Herzog Franz Friedrich Anton von Sachsen-Coburg-Saalfeld und seiner Frau Auguste Karoline Sophie. Während der Napoleonischen Kriege diente er als Bevollmächtigter der Kavallerie der Kaiserlich-Österreichischen und Königlichen Armee. In Österreich begegnete er Gräfin Maria Antonia Koháry von Csábrág und Szitnya, der Tochter und Alleinerbin von Graf Ferenc József Koháry von Csábrág und Szitnya. Das Paar heiratete 1815. Als Antonias Vater, seines Zeichens Kaiserlicher Kanzler von Kaiser Franz I. 1826 starb, fielen die Lehen Kohárys an den Kaiser zurück. Dieser schenkte sie seinem hochdekorierten General Ferdinand, um ihm für seine treuen Dienste zu danken. So wurde Ferdinands Familie – er musste seinerseits zum römisch-katholischen Glauben übertreten – der drittgrößte Landbesitzer von Großungarn in dieser Zeit.

Prinz von Sachsen-Coburg Saalfeld, Herzog zu Sachsen

Mária Antónia

Prinzessin von Sachsen-Coburg-Saalfeld (Koháry), Herzogin von Sachsen (seit 1815)

(Buda, 2. Juli 1797 – Wien, 25 September 1862)
Mária Antónia war die einzige Tochter von Graf Ferenc József Koháry und seiner Frau Maria Antoinetta Josefa von Waldstein-Wartenburg. Ihr Bruder Anton starb mit zwei Jahren 1795. Daher war Antónia Alleinerbin eines sehr großen Vermögens. Die Familie besaß einen exklusiven Palast Koháry in Wien, den ihr Ehemann Ferdinand von Sachsen-Coburg Gotha einreißen ließ. An seiner Stelle entstand zwischen 1840 und 1845 das Palais Coburg, heute ein Luxushotel. Ihre Hochzeit von 1815 mit dem Prinzen wäre nicht standesgemäß gewesen, wenn der Kaiser ihren Vater nicht in den Rang eines Fürsten Koháry erhoben hätte.

Mária Antónia Koháry
Prinzessin von Koháry von Csábrág und Szitnya (seit 1815)

August Ludwig Viktor

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen (seit 1826)

2

(Wien, Österreich, 13. Juni 1818 –Schloss Ebenthal, Österreich, 26. Juli 1881)

August Ludwig Viktor von Sachsen-Coburg-Saalfeld war der zweite Sohn von Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg-Saalfeld und Prinzessin Maria Antonia Koháry, der Tochter von Prinz Ferenc József Koháry von Csábrág und Szitnya. Mit dem Tod ihres Vaters 1826 erbte sie die Ländereien in der Slowakei und Ungarn. 1843 heiratete August Ludwig Viktor Prinzessin Clémentine of Orléans, Tochter von König Louis Philippe der Franzosen und seiner Frau Prinzessin Maria Amalia beider Sizilien. August Ludwig Viktor und Clémentine lebten im Palais Coburg in Wien. Ihr Sohn Ferdinand wurde Zar Ferdinand I. von Bulgarien. Als Prinz Augusts Mutter 1862 starb, wurde er einer der größten Landbesitzer in Ungarn. Als er Schwiegervater von Prinzessin Louise von Belgien wurde, der Schwester von Kronprinzessin Stephanie von Österreich, verlieh ihm Kaiser Franz Joseph I. von Österreich die Auszeichnung Hoheit. August Ludwig Viktor sponserte den Bau der katholischen Kirche “St Augustin” im protestantischen Coburg, in deren Krypta er und seine Familie ein Grab finden sollten.

Prinz von Sachsen-Coburg Saalfeld, Herzog zu Sachsen

Ferdinand

Titularkönig von Portugal und den Algarven(seit 1853)

1

(Wien, 29. Oktober 1816 – Lissabon, 15. Dezember 1885)
Ferdinand (Ferdinand August Franz Anton) heiratete die verwitwete Maria II., die seit 1826 Königin von Portugal war – eine Heirat, die sein Onkel, König Leopold der Belgier, eingefädelt hatte. Da Maria schon mit sieben Jahren Königin wurde, hatte sie einen Regenten, ihren Onkel Miguel, der jedoch alleine regieren wollte. Daher gab ihr Vater schließlich die Krone Brasiliens auf, um gegen seinen aufsässigen Bruder zu kämpfen und 1834 erhielt Maria die (portugiesische) Krone zurück. Obwohl sie die regierende Königin war, versuchte das Paar gemeinsam den politischen und sozialen Herausforderungen Stand zu halten. Der König spielte in der portugiesischen Geschichte eine bedeutende Rolle, da er während der Schwangerschaften seiner Frau regierte und bis 1855 als Regent für seinen minderjährigen Sohn Pedro tätig war. Vierzehn Jahre später schlug er das Angebot aus, den spanischen Thron zu besteigen. Stattdessen heiratete er in Lissabon die Schauspielerin Elisa Hensler, die von einem Cousin Ferdinands, dem Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha zur Gräfin von Edla ernannt wurde.

Dom Fernando II. König von Portugal und den Algarven (1837 – 1853)
Königlicher Gemahl von Portugal (1836 – 1837)
Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld (Koháry), Herzog zu Sachsen
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen (seit 1826)

Victoria

Herzogin von Nemours (seit 1840)

3

(Wien, 14. Februar 1822 – Claremont House, England, 10. Dezember 1857)
Victoria (Victoria Franziska Antonia Juliane Luise) die Tochter von Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg und Gotha und Maria Antonia Koháry de Csábrág, erbte die väterlichen Ländereien in der Slowakei und Ungarn beim Tod ihres Vaters. 1840 heiratete sie den Herzog von Nemours, Louis von Orléans. Sie starb kurz nach der Geburt ihrer jüngsten Tochter.

Prinzessin von Sachsen-Coburg Saalfeld, Herzogin zu Sachsen
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzogin zu Sachsen (seit 1826)

Leopold Franz Julius

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen (seit 1826)

4

(Wien, 31. Januar 1824 – Wien, 20. Mai 1884)

Da Leopold Franz Julius der jüngste Sohn war, war es für ihn unwahrscheinlich irgendeine Krone zu erben. Solche Adligen strebten eine Position im Militär an. Folglich wurde er Generalmajor in der österreichischen Armee. Obwohl Leopold ein möglicher Heiratskandidat für Isabella II. von Spanien war, waren die Beziehungen der Coburger Familie zur britischen Krone (Königin Victoria war eine Cousine ersten Grades) und die Verknüpfung mit britischen Interessen zu offensichtlich.  Spanien war während der Epoche nach 1815 geprägt von der Rivalität der Großmächte und diese versuchten ihren Einfluss jeweils geltend zu machen, indem sie verschiedene Kandidaten unterstützten. Leopold heiratete Constanze Geiger, eine Sängerin und Schauspielerin, die von seinem Onkel Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha zur Freifrau von Ruttenstein ernannt worden war. Trotzdem wurde die Heirat als nicht ebenbürtig angesehen und ihr Sohn wurde nicht anerkannt.

Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld (Koháry), Herzog zu Sachsen

Dom Fernando II

König von Portugal

Ferdinand

Titularkönig von Portugal und den Algarven(seit 1853)

1

( Wien, 29. Oktober 1816 – Lissabon, 15. Dezember 1885)
Ferdinand (Ferdinand August Franz Anton) heiratete die verwitwete Maria II., die seit 1826 Königin von Portugal war – eine Heirat, die sein Onkel. König Leopold der Belgier. eingefädelt hatte. Da Maria schon mit sieben Jahren Königin wurde, hatte sie einen Regenten, ihren Onkel Miguel, der jedoch alleine regieren wollte. Daher gab ihr Vater schließlich die Krone Brasiliens auf, um gegen seinen aufsässigen Bruder zu kämpfen und 1834 erhielt Maria die (portugiesische) Krone zurück. Obwohl sie die regierende Königin war, versuchte das Paar gemeinsam den politischen und sozialen Herausforderungen Stand zu halten. Der König spielte in der portugiesischen Geschichte eine bedeutende Rolle, da er während der Schwangerschaften seiner Frau regierte und bis 1855 als Regent für seinen minderjährigen Sohn Pedro diente. Vierzehn Jahre später schlug er das Angebot aus, den spanischen Thron zu besteigen. Stattdessen heiratete er in Lissabon die Schauspielerin Elisa Hensler, die von einem Cousin Ferdinands, dem Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha zur Gräfin von Edla ernannt wurde.

Dom Fernando II. König von Portugal und den Algarven (1837 – 1853)
Königlicher Gemahl von Portugal (1836 – 1837)
Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld (Koháry), Herzog zu Sachsen
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen (seit 1826)

Maria

Königin von Portugal und den Algarven (seit 1834)

1

(São Cristóvão Palast, Rio de Janeiro, Vereinigtes Königreich von Portugal, Brasilien und den Algarven, 4. April 1819 – Necessidades Palast, Lissabon, Königreich Portugal, 15. November 1853)
Maria (Maria da Glória Joana Carlota Leopoldina da Cruz Francisca Xavier de Paula Isidora Micaela Gabriela Rafaela Gonzaga) war die Tochter des künftigen Königs Pedro IV. und seiner ersten Frau, Erzherzogin Maria Leopoldina von Österreich. Er erklärte sich selbst 1822 als Peter I. zum Kaiser von Brasilien. Pedro IV. plante Maria mit seinem Bruder Miguel zu verheiraten, der als Regent tätig werden sollte bis seine Nichte und Frau volljährig würde. Aber Miguel begann ein Terrorregime, bis er 1834 abdanken musste. Maria wurde wieder auf den Thron gesetzt. Sie heiratete 1836 Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry). 1837 bei der Geburt ihres ersten Kindes Pedro erhielt er den Titel eines Titularkönigs. Seine Frau starb jung nachdem sie elf Kindern das Leben geschenkt hatte.

Prinzessin von Grão-Pará (1825 – 1826)
Herzogin von Oporto (seit 1833)

Pedro

Dom Pedro V. König von Portugal und den Algarven (seit 1853)

1

(Necessidades Palast, Lissabon, 16. September 1837 – Lissabon, 11. November 1861)
Pedro (Dom Pedro de Alcântara Maria Fernando Miguel Rafael Gonzaga Xavier João António Leopoldo Víctor Francisco de Assis Júlio Amélio) setzte das Werk seiner Mutter und seines Vaters fort, indem er für so dringend gebotene Verbesserungen in der Gesundheitsvorsorge sorgte. Außerdem wurden Infrastrukturmaßnahmen ergriffen. Aber das größere Problem war die Bekämpfung von Cholera und Typhus– Seuchen, die die Menschen bedrohten. Während der König Opfer solcher Epidemien im Krankenhaus besuchte, wurden er und zwei seiner Brüder angesteckt und starben 1861. Pedro hatte 1858 Prinzessin Stephanie von Hohenzollern-Sigmaringen geheiratet, die Tochter von Prinz Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen und Prinzessin Josephine von Baden. Aber sie starb schon 1859 an Diphterie. Da das Paar keine Kinder hatte, fiel der Thron an Pedros jüngeren Bruder Luís.

Príncipe Réal
Herzog von Braganza
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Luís

Dom Luís I. König von Portugal und den Algarven (seit 1861)

2

(Lissabon, 31. Oktober 1838 – Cascais, 19. Oktober 1889)
Luís (Luís Filipe Maria Fernando Pedro de Alcântara António Miguel Rafael Gabriel Gonzaga Xavier Francisco de Assis João Augusto Júlio Valfando) folgte 1861 seinem Bruder Pedro V auf dem Thron von Portugal und den Algarven. Er heiratete Prinzessin Maria Pia von Savoyen, die Tochter von König Victor Emmanuel II. von Italien und Maria Adelaide von Österreich. Sie bekamen zwei Söhne. Luís I. war sehr an den Wissenschaften interessiert, wurde aber kein begnadeter Politiker. Vor allem während der letzten Jahre seiner Regierung, wurde Portugal immer schwächer und verlor an Macht, was bei der Bevölkerung antimonarchische Stimmung aufkommen ließ.

Infante von Portugal
Herzog von Oporto und Viseu (seit 1846)
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

João

Herzog von Beja

3

(Lissabon, 16. März 1842 – Santa Maria de Belém, 27. Dezember 1861)
João (Dom João Maria Fernando Pedro de Alcántara Miguel Rafael Gabriel Leopoldo Carlos António Gregorio Francisco de Assis Borja Gonzaga Félix) genoss eine militärische Ausbildung und wurde Oberstleutnant eines Kavallerieregiments. Als er zusammen mit seinen Brüdern Luís und Fernando auf einer Fahrt nach England und Frankreich war, mussten alle aufgrund des Todes ihres ältesten Bruders, König Pedro V. umkehren. So wurde Herzog Luis von Oporto König Luís I. und João wurde Thronerbe. Einen Monat später starb er jedoch an derselben Krankheit, an der auch seine Brüder gestorben waren.

Infante von Portugal
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Maria Ana

Prinzessin von Sachsen

4

(Lissabon, 21. August 1843 – Dresden, 5. Februar 1884)
Maria Ana (Maria Ana Fernanda Leopoldina Micaela Rafaela Gabriela Carlota Antónia Júlia Vitória Praxedes Francisca de Assis Gonzaga) wurde mit dem Tod ihrer Mutter zur “First Lady” des portugiesischen Königshofs. Mit nur 10 Jahren hielt sie fünf Jahre lang die Stellung, bis König Pedro V. 1858 Prinzessin Stephanie of Hohenzollern-Sigmaringen heiratete. Ein Jahr später wurde sie mit Prinz Georg von Sachsen (1832–1904), dem späteren Georg I. von Sachsen verheiratet. Obwohl die Ehe nicht glücklich war, bekam das Paar acht Kinder.

Infanta von Portugal
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzogin zu Sachsen

Antónia

Prinzessin (witwe) von Hohenzollern (seit 1905)

5

(Lissabon 17. Februar 1845 – Sigmaringen, 27. Dezember 1913)
Antónia (Antónia Maria Fernanda Micaela Gabriela Rafaela Francisca de Assis Ana Gonzaga Silvéria Júlia Augusta) heiratete 1861 Prinz Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen. Das Paar bekam drei Söhne.

Infanta von Portugal
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzogin zu Sachsen
Erbprinzessin von Hohenzollern und Sigmaringen (seit 1861)
Prinzessin von Hohenzollern (seit 1885)

Fernando

Infante von Portugal

6

(Lissabon, 23. Juli 1846 – Lissabon, 6. November 1861)
Fernando (Fernando Maria Luís), der vierte Sohn von Königin Maria II. von Portugal und ihrem Mann Fernando II. diente als Oberleutnant im 5. Bataillon der Caçadores der portugiesischen Armee. Er starb 1861 entweder an Cholera oder an Typhus.

Augusto

Herzog von Coimbra

7

(Lissabon, 4. November 1847 – Lissabon, 26. September 1889)
Augusto (Augusto Maria Miguel Gabriel Rafael Agrícola Francisco de Assis Gonzaga Pedro de Alcântara Loiola) machte Karriere in der portugiesischen Armee und wurde Divisionsgeneral. Er starb unverheiratet und ohne Nachkommen 1889 in Lissabon.

Infante von Portugal
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Dom Pedro V

König von Portugal und den Algarven

Pedro

Dom Pedro V. König von Portugal und den Algarven (seit 1853)

(Necessidades Palast, Lissabon, 16. September 1837 – Lissabon, 11. November 1861)
Pedro (Dom Pedro de Alcântara Maria Fernando Miguel Rafael Gonzaga Xavier João António Leopoldo Víctor Francisco de Assis Júlio Amélio) setzte das Werk seiner Mutter und seines Vaters fort, indem er für so dringend gebotene Verbesserungen in der Gesundheitsvorsorge sorgte. Außerdem wurden Infrastrukturmaßnahmen ergriffen. Aber das größere Problem war die Bekämpfung von Cholera und Typhus– Seuchen, die die Menschen bedrohten. Während der König Opfer solcher Epidemien im Krankenhaus besuchte, wurden er und zwei seiner Brüder angesteckt und starben 1861. Pedro hatte 1858 Prinzessin Stephanie von Hohenzollern-Sigmaringen geheiratet, die Tochter von Prinz Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen und Prinzessin Josephine von Baden. Aber sie starb schon 1859 an Diphterie. Da das Paar keine Kinder hatte, fiel der Thron an Pedros jüngeren Bruder Luís.

Príncipe Réal
Herzog von Braganza
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Stephanie

Königin von Portugal und den Algarven (seit 1858)

(Schloss Krauchenwies, Sigmaringen 15. Juli 1837 – Lissabon, 17. Juli 1859)
Stephanie (Stephanie Josepha Friederike Wilhelmine Antonia) war die älteste Tochter des Prinzen Karl Anton von Hohenzollern, dem Oberhaupt des Hauses Hohenzollern-Sigmaringen, und seiner Frau Prinzessin Josephine von Baden. Sie wurde 1858 mit König Pedro V. von Portugal verheiratet. In ihrer neuen Heimat starb sie frühzeitig an Diphtherie. Das Paar hatte keine Nachkommen.

Prinzessin von Hohenzollern-Sigmaringen

König Luís I. von Portugal und den Algarven I

Luís

Dom Luís I. König von Portugal und den Algarven (seit 1861)

(Lissabon, 31. Oktober 1838 – Cascais, 19. Oktober 1889)
Luís (Luís Filipe Maria Fernando Pedro de Alcântara António Miguel Rafael Gabriel Gonzaga Xavier Francisco de Assis João Augusto Júlio Valfando) folgte 1861 seinem Bruder Pedro V auf dem Thron von Portugal und den Algarven. Er heiratete Prinzessin Maria Pia von Savoyen, die Tochter von König Victor Emmanuel II. von Italien und Maria Adelaide von Österreich. Sie bekamen zwei Söhne. Luís I. war sehr an den Wissenschaften interessiert, wurde aber kein begnadeter Politiker. Vor allem während der letzten Jahre seiner Regierung, wurde Portugal immer schwächer und verlor an Macht, was bei der Bevölkerung antimonarchische Stimmung aufkommen ließ.

Herzog von Oporto und Viseu (seit 1846)
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Maria Pia

Königin Maria Pia von Portugal (seit 1908)

1

(Turin, Italien, 14. Februar 1847 – 5. Juli 1911)
Maria Pia war die Tochter von Victor Emmanuel II., dem ersten König von Italien und seiner Frau Adelaide von Österreich. Sie wurde bekannt für ihre Wohltätigkeit aber auch für ihren Hang zu Luxus und modischer Extravaganz. Nach dem Tod ihres Mannes unterstützte sie ihren Sohn Carlos und seine Frau, indem sie beide als Regentin vertrat, wenn diese auf Auslandsreisen waren. Sie war tief erschüttert über die Revolution, die der Ermordung ihres Sohnes, König Carlos I. und ihres Enkels, des Kronprinzen im Jahr 1908 folgte. Sie verließ Portugal und lebte im Exil in ihrem Heimatland Italien.

Prinzessin von Savoyen
Königin von Portugal und den Algarven (seit 1862)
Königin (witwe) von Portugal und den Algarven (seit 1889)

Carlos

Carlos I. König von Portugal und den Algarven (seit 1889)

1

(Lissabon, 28. September 1863 – Lissabon, 1. Februar 1908)
Carlos (Carlos Fernando Luís Maria Víctor Miguel Rafael Gabriel Gonzaga Xavier Francisco de Assis José Simão) erfuhr die beste Erziehung, um seine Rolle als portugiesischer Monarch zu bewältigen, was bedeutete, Regierungsoberhaupt in einer konstitutionellen Monarchie zu sein. Zu seiner Ausbildung gehörten die Besuche Italiens, Englands, Frankreichs und Deutschlands, um mehr über die damals modernen Strukturen eines Landes zu erfahren. Außerdem übte er das Regieren während der Abwesenheit seines Vaters, der in Europa unterwegs war. Er heiratete Prinzessin Amélie von Orléans, die älteste Tochter des Grafen Philippe von Paris und Prinzessin Marie Isabelle von Orléans, den Thronprätendenten Frankreichs. Carlos und Amélie hatten drei Kinder. Als es Portugal misslang, seine Territorien in den Kolonien auszudehnen, da dem britische Interessen entgegenstanden, war das Volk enttäuscht und es kamen anti-monarchische Gefühle auf, die von Frankreich herüberkamen. Im Zuge dessen wurden König Carlos I. und Kronprinz Luís Filipe auf ihrem Weg von der Feier eines Jubiläums getötet.

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Afonso

Herzog von Oporto

2

(Königlicher Palast Ajuda, Lissabon, 31. Juli 1865– Neapel, Italien, 21. Februar 1920)
Afonso (Afonso Henrique Maria Luís Pedro de Alcântara Carlos Humberto Amadeu Fernando António Miguel Rafael Gabriel Gonzaga Xavier Francisco de Assis João Augusto Júlio Volfando Inácio) war ein hoch angesehener General in der portugiesischen Armee. Außerdem wurde er 1896 zum Vizekönig von Indien ernannt. Er wurde schließlich der letzte Gouverneur von Portugiesisch-Indien, dem der Titel eines Vizekönigs zuerkannt wurde. 1910, nach Abschaffung der Monarchie in Portugal, ging Afonso ins Exil, zunächst mit seinem Neffen, dem abgesetzten König Manuel II. nach Gibraltar, und später nach Turin, wo er bei seiner Mutter Königin Maria Pia blieb. Nach ihrem Tod ging er schließlich nach Neapel. 1917 heiratete er morganatisch eine zweimal geschiedene und einmal verwitwete Amerikanerin.

Dom Afonso Infante von Portugal
Príncipe Réal (seit 1908)
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

König Carlos I. von Portugal und den Algarven

Carlos

Carlos I. König von Portugal und den Algarven (seit 1889)

(Lissabon, 28. September 1863 – Lissabon, 1. Februar 1908)
Carlos (Carlos Fernando Luís Maria Víctor Miguel Rafael Gabriel Gonzaga Xavier Francisco de Assis José Simão) erfuhr die beste Erziehung, um seine Rolle als portugiesischer Monarch zu bewältigen, was bedeutete, Regierungsoberhaupt in einer konstitutionellen Monarchie zu sein. Zu seiner Ausbildung gehörten die Besuche Italiens, Englands, Frankreichs und Deutschlands, um mehr über die damals modernen Strukturen eines Landes zu erfahren. Außerdem übte er das Regieren während der Abwesenheit seines Vaters, der in Europa unterwegs war. Er heiratete Prinzessin Amélie von Orléans, die älteste Tochter des Grafen Philippe von Paris und Prinzessin Marie Isabelle von Orléans, den Thronprätendenten Frankreichs. Carlos und Amélie hatten drei Kinder. Als es Portugal misslang, seine Territorien in den Kolonien auszudehnen, da dem britische Interessen entgegenstanden, war das Volk enttäuscht und es kamen anti-monarchische Gefühle auf, die von Frankreich herüberkamen. Im Zuge dessen wurden König Carlos I. und Kronprinz Luís Filipe auf ihrem Weg von der Feier eines Jubiläums getötet.

Infante von Portugal
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Amélie

Königin (witwe) von Portugal und den Algarven (seit 1908)

1

(London-Twickenham, 28. September 1865 – Le Chesnay, Frankreich, 25. Oktober 1951)
Amélie (Marie Amélie Louise Hélène) wurde während des Exils ihrer Eltern, dem Grafen Philippe von Paris und seiner Frau, Prinzessin Isabelle von Orléans geboren. Sie heiratete Prinz Carlos 1886. Drei Jahre später folgte er seinem Vater als König. Ihr soziales Engagement wurde anerkannt, konnte jedoch die Kritik an der Monarchie aufgrund politischer Unruhen und einer am Boden liegenden Wirtschaft nicht wettmachen. So verlor sie ihren Mann und ihren ältesten Sohn durch ein Gewaltverbrechen. Nach der Absetzung ihres jüngsten Sohnes und der Ausrufung einer Portugiesischen Republik ging sie erst nach Großbritannien und dann nach Frankreich ins Exil.

Prinzessin von Orléans
Königliche Prinzessin von Portugal, Herzogin von Braganza (seit 1886)
Königin von Portugal und den Algarven (seit 1889)

Manoel

König Manoel II. von Portugal und den Algarven (seit 1910)

2

(Königlicher Palast Belém, Lissabon, 15. November 1889 – Fulwell, Vereinigtes Königreich, 2. Juli 1932)
Manoel (Manoel Maria Filipe Carlos Amélio Luís Miguel Rafael Gabriel Gonzaga Francisco de Assis Eugénio) bemühte sich um eine militärische Karriere. Er war gut ausgebildet, hatte jedoch nicht wie sein Bruder das Ziel, das Land zu regieren. Er war an Literatur, Musik und Geschichte interessiert. Nach der Ermordung seines Vaters und seines älteren Bruders, des Kronprinzen Luís Filipe im Jahr 1908 musste Manoel plötzlich die Aufgaben eines Monarchen erfüllen. Seine Regentschaft, während der er versuchte, republikanische, sozialistische und monarchische Strömungen miteinander zu versöhnen, die jedoch zum Aufstand führten, endete mit der Abschaffung der Monarchie in der Revolution vom 5. Oktober 1910. Sein Exil wurde von der neuen portugiesischen Regierung erzwungen. 1913 heiratete er seine Cousine Auguste Victoria, die Tochter von Prinz Wilhelm von Hohenzollern-Sigmaringen und seiner Frau Maria Teresa von Bourbon-Beider-Sizilien. Das Paar hatte keinen Nachwuchs. Selbst im Exil demonstrierte Manuel seinen Patriotismus. Er vermachte seine Besitzungen dem portugiesischen Staat und sprach seinen Wunsch aus, in Portugal beerdigt zu werden. 1932 ermöglichte das damalige portugiesische Staatsoberhaupt António Oliveira de Salazar ein Staatsbegräbnis und seine Bestattung in Lissabon.

Infante Manoel von Portugal
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen
Herzog von Beira (seit 1889)
König von Portugal und den Algarven (seit 1908)

Luís Filipe

Príncipe Réal von Portugal

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(Lissabon, 21 März 1887 – Lissabon, 1 Februar 1908)
Luís Filipe (Luís Filipe Maria Carlos Amélio Francisco Víctor Manuel António Lourenço Miguel Rafael Gabriel Gonzaga Xavier Francisco de Assis Bento) wurde auf seine Aufgabe als König von Portugal vorbereitet. Deshalb sprang er 1907 als Regent für seinen Vater ein, der zu Staatsbesuchen im Ausland war. Im selben Jahr stattete er den portugiesischen Kolonien in Afrika einen offiziellen Besuch ab. Aber er wurde 1908 bei dem Angriff zweier Mitglieder der Carbonária, einer revolutionären Aktivistengruppe, die auch seinen Vater, König Carlos, ermordeten, tödlich verletzt.

Prinz von Beira, Herzog von Barcelos (1887 – 1889)
Herzog von Braganza, Marquis of Vila Viçosa, Herzog von Barcelos, Herzog von Ourém, Herzog von Arraiolos, Herzog von Neiva (seit 1889)
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

König Manoel II. von Portugal und den Algarven

Manoel

König Manoel II. von Portugal und den Algarven (seit 1910)

(Königlicher Palast Belém, Lissabon, 15. November 1889 – Fulwell, Vereinigtes Königreich, 2. Juli 1932)
Manoel (Manoel Maria Filipe Carlos Amélio Luís Miguel Rafael Gabriel Gonzaga Francisco de Assis Eugénio) bemühte sich um eine militärische Karriere. Er war gut ausgebildet, hatte jedoch nicht wie sein Bruder das Ziel, das Land zu regieren. Er war an Literatur, Musik und Geschichte interessiert. Nach der Ermordung seines Vaters und seines älteren Bruders, des Kronprinzen Luís Filipe im Jahr 1908 musste Manoel plötzlich die Aufgaben eines Monarchen erfüllen. Seine Regentschaft, während der er versuchte, republikanische, sozialistische und monarchische Strömungen miteinander zu versöhnen, die jedoch zum Aufstand führten, endete mit der Abschaffung der Monarchie in der Revolution vom 5. Oktober 1910. Sein Exil wurde von der neuen portugiesischen Regierung erzwungen. 1913 heiratete er seine Cousine Auguste Victoria, die Tochter von Prinz Wilhelm von Hohenzollern-Sigmaringen und seiner Frau Maria Teresa von Bourbon-Beider-Sizilien. Das Paar hatte keinen Nachwuchs. Selbst im Exil demonstrierte Manuel seinen Patriotismus. Er vermachte seine Besitzungen dem portugiesischen Staat und sprach seinen Wunsch aus, in Portugal beerdigt zu werden. 1932 ermöglichte das damalige portugiesische Staatsoberhaupt António Oliveira de Salazar ein Staatsbegräbnis und seine Bestattung in Lissabon.

Infante Manoel von Portugal
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen
Herzog von Beira (seit 1889)
König von Portugal und den Algarven (seit 1908)

Augusta Victoria

Gräfin Douglas (seit 1939)

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(Potsdam, 19. August 1890 – Eigeltingen, Deutschland, 29. August 1966)
Prinzessin Augusta Victoria von Hohenzollern war eine deutsche Prinzessin. Als sie 1913 König Manuel II. von Portugal heiratete, hatte er sein Heimatland verlassen und im Exil leben müssen. Da in Portugal die Monarchie nie wieder eingeführt wurde, regierte sie niemals, sondern lebte mit ihrem Ehemann in Großbritannien. Sieben Jahre nach dem Tod von König Manoel II. heiratete sie ihren zweiten Ehemann, Graf Robert Douglas. Er starb 1955. Auguste überlebte ihn um elf Jahre.

Prinzessin von Hohenzollern
Königin von Portugal und den Algarven (seit 1913)
Königin (witwe) von Portugal und den Algarven (seit 1932)