HAUS SACHSEN-COBURG UND GOTHA – DAS HERZOGSHAUS

HAUS SACHSEN-COBURG UND GOTHA – DAS HERZOGSHAUS

Wappen_Sachsen_Coburg_Gotha

Das Haus Sachsen-Coburg und Gotha ist eine deutsche Dynastie, und zwar die Linie der sächsischen Wettiner, die die Ernestinischen Herzogtümer einschließlich des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha regierten.

Obwohl das Haus Coburg weitaus länger in der Geschichte zurückreicht, beginnen wir unseren Stammbaum in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts mit Franz Friedrich Anton, dem sechsten Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld. Dank der ersten Vermählung von Ernst, Franz Friedrich Antons ältestem Sohn und Thronfolger, mit Prinzessin Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg, konnte das Haus einen beträchtlichen Zuwachs an Territorium und Bedeutung verzeichnen. Seit 1826 heißt das Haus Sachsen-Coburg und Gotha. Die Nachfahren Franz Friedrich Antons bildeten die Spitze mehrerer Europäischer Monarchien und Mitglieder daraus entstehender Familien bilden derzeit in ziemlich vielen Ländern die repräsentative Regierungsspitze, wie z.B. in Belgien über die Nachkommen von König Leopold I. und in den Ländern des Commonwealth über die Nachkommen von Prinzgemahl Albert. Aufgrund der anti-deutschen Stimmung während des Ersten Weltkriegs in Großbritannien änderte König George V. von Großbritannien und Irland 1917 den Namen seines Familienzweigs von “Sachsen-Coburg und Gotha“ in „Windsor“. Dasselbe geschah in Belgien, wo er in den Namen “van België” oder “de Belgique” umbenannt wurde.

Franz Friedrich Anton

Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen (seit 1800)

(Coburg, 15. Juli 1750 – Coburg, 9. Dezember 1806)
Franz Friedrich Anton musste ein nahezu ruiniertes Herzogtum übernehmen. Da er aber mit vielen Talenten ausgestattet war, begann er Druckgraphik der herausragenden Künstler des 15. bis 18. Jahrhunderts zu sammeln – obwohl er kein Geld hatte. Auf diese Weise entstand das Coburger Kupferstichkabinett mit seinem heute 220.000 grafischen Blättern zählenden Kunstschatz. Er ist in väterlicher Linie ein Vorfahr von Königin Elizabeth II. des Vereinigten Königreichs, vom belgischen König Philippe und Simeon von Sachsen-Coburg und Gotha, dem ehemaligen Zaren (Simeon II. 1943 - 1946 während der Monarchie) und Premierminister von Bulgarien (von 2001 bis 2005).

Erbprinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen

Auguste Karoline Sophie

Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzogin zu Sachsen (seit 1800)

(Saalburg-Ebersdorf, 19. Januar 1757 – Coburg, 16. November 1831)
Sie hatte mit ihrem Mann zehn Kinder, die zwischen 1778 und 1792 geboren wurden, eines war eine Totgeburt und zwei weitere starben in der Kindheit. Die anderen wurden unter großem persönlichem Einsatz an den Europäischen Hochadel verheiratet. Auguste Karoline Sophie war mütterlicherseits die Großmutter von Königin Victoria des Vereinigten Königreichs und väterlicherseits die Großmutter von Prinzgemahl Albert.

Prinzessin Reuss
Prinzessin von Ebersdorf
Erbprinzessin von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzogin zu Sachsen (seit 1777)

Ernst

Ernst I. Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (seit 1826)

4

(Coburg, 2. Januar 1784 – Gotha, 29. Januar 1844)
Als er 1806 die Nachfolge seines Vaters antrat, befand sie das Gebiet Herzog Ernst III. – Sachsen-Coburg-Saalfeld – unter französischer Aufsicht. Ernst hatte bereits als preußischer General gegen Napoleon kämpfen müssen. Der Friede von Tilsit 1807 ermöglichte dem jungen Herzog, seine Gebiete zurückzuerhalten, wobei ihn die Russen unterstützten. Seine Schwester Juliane war nämlich mit Konstantin, dem Bruder des russischen Zaren Alexander I. verheiratet. Nach dem Wiener Kongress und dem daraus folgenden Gebietsgewinn, den Ernst einige Jahre später an Preußen verkaufte, konnte er Gotha hinzugewinnen, das dem Gebiet seiner früheren Frau entstammte. Nun wurde er Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha. Er war ein großer Freund der Künste und Wissenschaften und der erste deutsche Regent, der Burgen in einem romantischen neogotischen Stil wieder aufbaute und um sie herum englische Landschaftsgärten anlegte. Sein jüngerer Bruder Leopold (Georg Christian Friedrich) wurde später zum ersten König der Belgier gewählt.

Erbprinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld
Ernst III. (letzter regierender) Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen (seit 1806)

Der erste Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha war Ernst I., der die beiden Herzogtümer von 1826 bis zu seinem Tod 1844 regierte. Zuvor war er als Ernst III. Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld von 1806 an gewesen, bis das Herzogtum 1826 neu geordnet wurde. Ernsts jüngerer Bruder Leopold wurde 1831 König der Belgier. Seine Nachkommen repräsentieren immer noch Belgien als Oberhäupter. Leopolds einzige Tochter, Prinzessin Charlotte von Belgien, war die Gemahlin Maximilian I. von Mexico – in den 1860er Jahren bekannt als Kaiserin Carlota von Mexico. Ernsts Neffe Ferdinand heiratete Königin Maria II. von Portugal und seine Nachkommen regierten Portugal bis dieses Land 1910 Republik wurde.

Herzog Ernst I. zweiter Sohn Prinz Albert (1819–1861) heiratete 1840 Königin Victoria und ist somit der Stammvater der derzeitigen Königsfamilie, die sich seit 1917 „Windsor“ nennt. 1826 beerbte eine Nebenlinie des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha das Vermögen des ungarischen Adelsgeschlechtes der Koháry und konvertierte zum römischen Katholizismus. Ihre Mitglieder brachten es fertig, eine kaiserliche Prinzessin von Brasilien zu heiraten, eine Erzherzogin von Österreich, eine königliche Prinzessin “der Franzosen”, eine königliche Prinzessin Belgiens und eine königliche Prinzessin von Sachsen. Ein Abkömmling dieser Linie, auch mit Namen Ferdinand, wurde erst Prinz, und dann Zar von Bulgarien, und seine Nachkommen regierten das Land bis 1946. Das derzeitige Oberhaupt des bulgarischen Hauses, der frühere Zar Simeon II., der während des Zweiten Weltkrieges abgesetzt und ins Exil getrieben wurde, diente Bulgarien von 2001 bis 2005 als Premierminister.

Das herzogliche Haus bestand aus allen Nachkommen Franz Friedrich Antons, des Herzogs von Sachsen-Coburg-Saalfeld väterlicherseits, die aus legitimer und ebenbürtiger Ehe stammen, sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts, ihren Ehefrauen in ebenbürtigen und genehmigten Eheschließungen und ihren Witwen bis zu deren Wiederverheiratung. Gemäß dem Gesetz des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha lautete der volle Titel des Herzogs:

Wir, Ernst, Herzog zu Sachsen-Coburg und Gotha, Jülich, Kleve und Berg, auch Engern und Westphalen, Landgraf in Thüringen, Markgraf zu Meißen, gefürsteter Graf zu Henneberg, Graf zu der Mark und Ravensberg, Herr zu Ravenstein und Tonna usw.

Ernst I Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha,
Herzog zu Sachsen

Porträt von Ernst I. Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha

Ernst

Ernst I. Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (seit 1826)

(Coburg, 2. Januar 1784 – Gotha, 29. Januar 1844)
Als er 1806 die Nachfolge seines Vaters antrat, befand sie das Gebiet Herzog Ernst III. – Sachsen-Coburg-Saalfeld – unter französischer Aufsicht. Ernst hatte bereits als preußischer General gegen Napoleon kämpfen müssen. Der Friede von Tilsit 1807 ermöglichte dem jungen Herzog, seine Gebiete zurückzuerhalten, wobei ihn die Russen unterstützten. Seine Schwester Juliane war nämlich mit Konstantin, dem Bruder des russischen Zaren Alexander I. verheiratet. Nach dem Wiener Kongress und dem daraus folgenden Gebietsgewinn, den Ernst einige Jahre später an Preußen verkaufte, konnte er Gotha hinzugewinnen, das dem Gebiet seiner früheren Frau entstammte. Nun wurde er Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha. Er war ein großer Freund der Künste und Wissenschaften und der erste deutsche Regent, der Burgen in einem romantischen neogotischen Stil wieder aufbaute und um sie herum englische Landschaftsgärten anlegte. Sein jüngerer Bruder Leopold (Georg Christian Friedrich) wurde später zum ersten König der Belgier gewählt.

Erbprinz von Sachsen-Coburg Saalfeld
Ernst III. (letzter regierender) Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen (seit 1806)

Luise

Herzogin zu Sachsen (seit 1826)

1

(Gotha, 21 Dezember 1800 – Paris, 30 August 1831)
Prinzessin Luise (Dorothea Pauline Charlotte Fredericke Auguste) war die einzige Tochter von Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg und seiner ersten Frau Louise Charlotte von Mecklenburg-Schwerin, Tochter von Großherzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin und Prinzessin Louise von Sachsen-Gotha-Altenburg. Sie war die erste Frau Herzog Ernst III. von Sachsen-Coburg-Saalfeld und die Mutter von Herzog Ernst II. und Prinz Albert, dem Ehemann von Königin Victoria.

Prinzessin von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzogin zu Sachsen (1817 – 1826)

Nachkommen:

Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog von Sachsen
Prinzgemahl Albert von Großbritannien und Irland

Marie

Herzogin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (seit 1832)

2

(Coburg, 17. September 1799 – Gotha, 24. September 1860)
Marie (Antoinette Friederike Auguste Anna) war eine Tochter von Herzog Alexander von Württemberg und Prinzessin Antoinette von Sachsen-Coburg-Saalfeld. Sie verbrachte einige Jahre ihrer Kindheit in Russland, fühlte sich jedoch als deutsche Prinzessin und war ihrer Großmutter Auguste sehr verbunden. Als sie ihren Onkel heiratete, wurde sie Herzogin von Sachsen-Coburg und Gotha. Sie hatte keine eigenen Kinder, war jedoch den beiden Söhnen gegenüber eine hingebungsvolle Stiefmutter.

Prinzessin von Württemberg

Ernst

Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (seit 1844)

1

(Coburg, 21. Juni 1818 – Reinhardsbrunn bei Gotha, 22. August 1893)
Die Erziehung Herzog Ernst II. (Ernst August Karl Johann Leopold Alexander Eduard) lag in den Händen seines Onkels, König Leopold I. der Belgier. Nach der Revolution von 1848 veranlasste der Herzog liberale Reformen und eine gemeinsame Konstitution für die beiden Herzogtümer. Er ermöglichte dem Volk die Gründung des Vorgängers der heutigen Sozialdemokratischen Partei. Außerdem war er ein Förderer noch bestehender Vereine wie des Schützenvereins, des Turnvereins, von Sängerwettbewerben und fühlte sich selbst vom Theater sehr angezogen. Er war ein glühender Verehrer des Komponisten Richard Wagner und komponierte sogar selbst eine Oper.

Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Albert

The Prinz Consort (seit 1857)

2

(Schloss Rosenau bei Coburg, 26. August 1819 – Windsor Castle, Berkshire, England, 14. Dezember 1861)
Die Erziehung von Prinz Albert (Franz Albert Augustus Karl Emmanuel; später Prinzgemahl Albert) wurde von seinem Onkel, König Leopold der Belgier, beeinflusst, der auch Alberts Heirat im Alter von 20 Jahren mit seiner Kusine ersten Grades, Königin Victoria des Vereinigten Königreichs, einfädelte. Das Paar bekam dann neun Kinder. Er wurde zum wichtigsten Berater der Königin, ausgestattet mit einem ausgeprägten Sinn für soziale Verantwortung und großem Interesse an den Wissenschaften. Er war der Initiator der ersten Weltausstellung 1851 in London. (KG, KT, KP, GMB, KSI, GCMG)

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Eine Lithografie von Ernst, 1842

Ernst

Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (seit 1844)

(Coburg, 21. Juni 1818 – Reinhardsbrunn bei Gotha, 22. August 1893)
Die Erziehung Herzog Ernst II. (Ernst August Karl Johann Leopold Alexander Eduard) lag in den Händen seines Onkels, König Leopold I. der Belgier. Nach der Revolution von 1848 veranlasste der Herzog liberale Reformen und eine gemeinsame Konstitution für die beiden Herzogtümer. Er ermöglichte dem Volk die Gründung des Vorgängers der heutigen Sozialdemokratischen Partei. Außerdem war er ein Förderer noch bestehender Vereine wie des Schützenvereins, des Turnvereins, von Sängerwettbewerben und fühlte sich selbst vom Theater sehr angezogen. Er war ein glühender Verehrer des Komponisten Richard Wagner und komponierte sogar selbst eine Oper.

Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Alexandrine

Herzogin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin von Sachsen (seit 1844)

(Karlsruhe, 6. Dezember 1820 – Schloss Callenberg bei Coburg, 20. Dezember 1904)
Alexandrine von Baden (Alexandrine Luise Amalie Friederike Elisabeth Sophie) war die älteste Tochter des Großherzogs Leopold von Baden (1790–1852) und seiner Frau Sophie, die eine Tochter des schwedischen Königs Gustav IV. Wasa war. Prinzessin Alexandrine und Erbprinz Ernst von Sachsen-Coburg und Gotha heirateten 1842. Einige Institutionen erinnern noch an ihren karitativen Einsatz und ihren einfühlsamen Charakter, wie z. B. das Alexandrinum, ein Gymnasium oder das Ernst-Alexandrinen-Bad. Um die Erinnerung an ihren Gatten bei der Bevölkerung zu wahren, finanzierte sie ein Denkmal von ihm im Hofgarten, einem englischen Landschaftspark.

Prinzessin von Baden
Erbprinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha (seit 1842)

Die Nachfolge in Sachsen-Coburg und Gotha

Der rechtmäßige Erbe Herzog Ernst II.: Prinz Alfred, Herzog von Edinburgh.

Während der herzoglichen Regentschaft Ernsts war viele Jahre lang sein Bruder Albert, Prinzgemahl von Königin Victoria, rechtmäßiger Erbe der Herzogtümer Sachsen-Coburg und Gotha. Herzog und Herzogin blieben kinderlos. Jedoch nach dem frühen Tod seines jüngeren Bruders Albert 1861 wurde offensichtlich, dass ein britischer Prinz mutmaßlicher Erbe würde: der älteste Sohn Alberts. So wurde eine Personalunion zwischen den Herzogtümern und dem Vereinigten Königreich möglich, jedoch nicht wünschenswert. Als der Prinz von Wales von seinen Erbrechten an den deutschen Herzogtümern zurücktrat, wurde eine Kombination von verfassungskonformen Klauseln und Verzichtserklärungen geschaffen, um die Personalunion zu verhindern, Ernsts Thron jedoch dem nächsten Sohn Alberts zu übergeben, der dafür in Frage kam. Folglich wurde am 14. Dezember 1861 Alfred, der Herzog von Edinburgh, zum mutmaßlichen Erben des kinderlosen Ernst erklärt.

Es wäre für Herzog Ernst, dem damaligen Oberhaupt der Familie Coburg, üblich gewesen, die Richtlinien für die Erziehung und Bildung seines Nachfolgers zu bestimmen. Aber Alfreds Eltern, Königin Victoria und der Prinzgemahl verwarfen diese Vorstellung. In erster Linie war Alfred ein britischer Prinz und zweiter in der Thronfolge des britischen Reiches, bevor er der rechtmäßige Erbe eines deutschen Herzogtums war. Die britische Erbfolge änderte sich 1864 mit der Geburt des Prinzen Albert Victor, des Herzogs von Clarence und Avondale. Er war der erste Sohn von Victorias und Alberts ältestem Sohn Albert Edward, dem Prinzen von Wales. Aber es blieben Unterschiede zwischen den Erziehungszielen des verstorbenen Albert und seinem älteren Bruder Ernst. Für einen britischen Prinzen war es naheliegend, eine Karriere in der Navy anzustreben, was für den rechtmäßigen Erben eines deutschen Herzogtums, das weit weg vom Meer lag, völlig unnötig war. Über viele Jahre hinweg segelte Alfred über die Weltmeere. So versteht es sich von selbst, dass er beim Tod seines deutschen Onkels nicht sehr begeistert war, Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha zu werden.

 

Herzog Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha

Albert

The Prinz Consort (seit 1857)

(Schloss Rosenau bei Coburg, 26. August 1819 – Windsor Castle, Berkshire, England, 14. Dezember 1861)
Die Erziehung von Prinz Albert (Franz Albert Augustus Karl Emmanuel; später Prinzgemahl Albert) wurde von seinem Onkel, König Leopold der Belgier, beeinflusst, der auch Alberts Heirat im Alter von 20 Jahren mit seiner Kusine ersten Grades, Königin Victoria des Vereinigten Königreichs, einfädelte. Das Paar bekam dann neun Kinder. Er wurde zum wichtigsten Berater der Königin, ausgestattet mit einem ausgeprägten Sinn für soziale Verantwortung und großem Interesse an den Wissenschaften. Er war der Initiator der ersten Weltausstellung 1851 in London. (KG, KT, KP, GMB, KSI, GCMG)

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Victoria

Königin des Vereinigten Königreichs (seit 1837)
Kaiserin von Indien (seit 1876)

(Kensington Palace, London, 24. Mai 1819 – Osborne House, Isle von Wight, 22. Januar 1901)
Victoria (Alexandrina Victoria) war die Tochter einer deutschen Mutter, Prinzessin Victoria von Sachsen-Coburg-Saalfeld und Prinz Edward, Herzog von Kent und Strathearn, einem Sohn von König George III. König George und Victorias Vater starben 1820, und das Mädchen wurde unter dem Einfluss ihrer Mutter aufgezogen. Als die drei älteren Brüder ihres Vaters ohne legitimen Nachwuchs starben, erbte sie den britischen Thron. Ihre Regentschaft, die Viktorianische Epoche, dauerte länger als 63 Jahre. Es war eine Zeit großer industrieller, kultureller und wissenschaftlicher Leistungen, die politische und militärische Veränderungen mitbrachten.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Kronprinzessin des Vereinigten Königreichs (seit 1830)
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen

Alfred

Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (seit 1893)

4

(Windsor Castle, Berkshire, England, 6. August 1844 – Schloss Rosenau bei Coburg, 30. Juli 1900)
Alfred (Alfred Ernest Albert) verbrachte viele Jahre seines Lebens damit, als Offizier der Königlichen Marine über die Meere zu segeln und erhielt den Ehrentitel eines “Admiral of the Fleet” – bis er seinem Onkel väterlicherseits, Ernst II. als regierender Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha im deutschen Reich nachfolgte. Er war ein Liebhaber des hervorragenden Venezianischen Glases und anderer historischer Glaskunstwerke. Seine Sammlung ist in den Kunstsammlungen der Veste Coburg ausgestellt. (KG, KT, KP, GCB, GCSI, GCMG, GCIE, GCVO, PC)

Prinz des Vereinigten Königreichs, Earl von Ulster, Earl von Kent
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen
Herzog von Edinburgh (seit 1866)

Victoria

Kaiserin Friedrich (seit 1888)

1

(Buckingham Palace, London, 21. November 1840 – Schloss Friedrichshain, Kronberg, Taunus, 5. August 1901)
Victoria (Victoria Adelaide Mary Louisa) wurde 1841 zur Prinzessin Royal (Königlichen Prinzessin) ernannt, da sie das erste Kind war. Sie genoss eine von ihren Eltern streng überwachte Erziehung: sie lernte Deutsch und Französisch und wurde in den Naturwissenschaften, Literatur, Latein und Geschichte, in Politik und Philosophie ausgebildet. In ihrer Familie hieß sie nur “Vicky”. Mit siebzehn Jahren heiratete sie Prinz Friedrich, der beim Tod seines kinderlosen Onkels, König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, Kronprinz von Preußen wurde. Nach dem Tod seines Vaters starb König Friedrich III. nach einer Amtszeit von 99 Tagen an Kehlkopfkrebs. Von da an wurde Victoria nur noch „Ihre Kaiserliche Majestät Kaiserin Friedrich“ genannt.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
The Princess Royal des Vereinigten Königreichs (seit 1841)
Kronprinzessin von Preußen (seit 1861)
Königin von Preußen und deutsche Kaiserin (seit 1888)

Edward

König Edward VII. des Vereinigten Königreichs und der Britischen Herrschaftsgebiete
Kaiser von Indien (seit 1901)

2

(Buckingham Palace, London, 9. November 1841 – Buckingham Palace, 6. Mai 1910)
Während ihrer Regentschaft hinderte Königin Victoria ihn daran, auf dem Gebiet der Politik aktiv zu werden. Vor seiner Thronbesteigung diente Edward als gesetzmäßiger Erbe und hatte den Titel eines Prinzen von Wales länger inne als irgendeiner seiner Vorgänger. Er führte auch die Titel eines Prinzen von Sachsen-Coburg und Gotha und Herzogs zu Sachsen, verzichtete jedoch 1863 auf die Erbrechte an dem deutschen Herzogtum. Seine Reise nach Indien und die damals ungewohnte Weise, Menschen gleich zu behandeln, ohne Rücksicht auf ihren sozialen Status oder ihre Hautfarbe, war zumindest förderlich für die Verleihung des Titels einer Kaiserin von Indien an seine Mutter.

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prinz von Wales, Earl von Chester (seit 1841)
Herzog von Cornwall, Herzog von Rothesay
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen
Erbprinz des Vereinigten Königreichs)
Earl von Dublin (seit 1850)

Alice

Großherzogin von Hessen und bei Rhein (seit 1877)

3

(Buckingham Palace, London, 25. April 1843 – Darmstadt, Hessen, 14. Dezember 1878)
Alice (Alice Maud Mary), Prinzessin von Großbritannien und Irland, war sehr einfühlsam. Sie kümmerte sich sowohl um ihre Großmutter als auch um ihren im Sterben liegenden Vater und war ein wirklicher Trost für ihre trauernde Mutter, Königin Victoria, die sich durch den frühen Tod ihres Gemahls in tiefer Verzweiflung befand. Bei der Hochzeit mit Prinz Ludwig von Hessen wurde sie von ihrem Onkel, Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha zum Altar gebracht. Er vertrat seinen toten Bruder. Sie bekam sieben Kinder. Eine Tochter wurde später Zarin von Russland. Alice ist die Urgroßmutter mütterlicherseits von Prinz Philip, dem Herzog von Edinburgh und Ehemann von Königin Elisabeth II.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen

Helena

Prinzessin Christian (seit 1917)

5

(Buckingham Palace, London, 25. Mai 1846 – Schomberg House, London, 9. Juni 1923)
Helena (Helena Augusta Victoria) durfte Prinz Christian von Schleswig-Holstein nur heiraten, weil das Paar damit einverstanden war, im Buckingham Palace in der Nähe ihrer Mutter, der Königin Victoria, zu leben. Prinz Christian war fünfzehn Jahre älter als Helena und arm im Vergleich zur britischen Krone. Helena diente ihrer Mutter als Privatsekretärin und vertrat die Familie sehr oft bei öffentlichen Anlässen. Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Roten Kreuzes in England. Als König George V. 1917 alle deutschen Adelstitel abschaffte, wurde sie zur „Prinzessin Christian“.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (bis 1917)
Prinzessin Christian von Schleswig-Holstein (seit 1866)

Louise

Herzogin von Argyll (seit 1900)

6

(Buckingham Palace, London, 18. März 1848 – Kensington Palace, London, 3. Dezember 1939)

Louise (Louise Caroline Alberta) erhielt den Namen ihrer Großmutter, um sie zu würdigen.  Man sagt, sie sei die hübscheste und begabteste der königlichen Töchter gewesen. Sie verliebte sich in John, Marquis von Lorne und den Erben des Herzogs von Argyll. Bis zu ihrer Heirat 1871 ging sie Königin Victoria mit Sekretariatsarbeiten zur Hand. Diese ließ sie nicht gerne gehen. Im Gegensatz zu ihrer Mutter unterstützte sie liberales Gedankengut und die Frauenbewegung. 1878 wurde ihr Mann zum Generalgouverneur von Kanada ernannt und sie wurde Vizeregentin. Die Ehe blieb kinderlos.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (bis 1917)
Marquise von Lorne (1871 – 1900)

Arthur

1. Herzog von Connaught und Strathearn, Earl von Sussex (seit 1874)

7

(Buckingham Palace, London, 1. Mai 1850 – Bagshot Park, Surrey, England, 16. Januar 1942)
Prinz Arthur (Arthur William Patrick Albert) war der dritte Sohn von Königin Victoria und Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Daher erhielt er von der Königin den Titel des ersten Herzogs  von Connaught und Strathearn (benannt nach einer Provinz in Irland). Arthur wurde von Privatlehrern unterrichtet und trat mit 16 Jahren in die Königliche Militärakademie Woolwich ein. Er erfüllte königliche wie auch militärische Aufgaben in verschiedenen Ländern des Commonwealth. Sein Neffe, König Georg V. ernannte ihn 1911 zum Generalgouverneur von Kanada, wo er bis 1916 als Vizekönig diente, der 10. seit der kanadischen Konföderation. (KG, KT, KP, GCMG, GCSI, GCIE, GCVO, GCB, GBE, PC)

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (bis 1917)
The Prince Arthur (1850 – 1874)

Leopold

Herzog von Albany, Earl von Clarence, Baron Arklow (seit 1881)

8

(Buckingham Palace, London, 7. April 1853 – Cannes, Frankreich, 28. März 1884)
Belgier, benannt. Er litt an Hämophilie (Bluterkrankheit), ein Erbe seiner Mutter. Insofern konnte er keine militärische Karriere anstreben, wie die anderen Prinzen. Er liebte die schönen Künste und die Literatur. Aufgrund seiner Erkrankung starb er mit 30 Jahren vor der Geburt seines Sohnes, des Prinzen Carl Eduard, Herzog von Albany, der als regierender Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha im Jahr 1900 die Nachfolge antrat. Der Titel des Herzogs von Albany wurde ihm 1917 durch König George V. aberkannt, da er im Ersten Weltkrieg gegen das Vereinte Königreich gekämpft hatte. Über Carl Eduard ist Leopold der Urgroßvater des derzeitigen Königs von Schweden, Carl XVI. Gustaf. (KG, KT, GCStJ, GCMG, GCSI)

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen
The Prince Leopold (1853 – 1881)

Beatrice

Prinzessin Henry (1917 – 1944)

9

(Buckingham Palace, London, 14. April 1857 – Brantridge Park, Sussex, 26. Oktober 1944)
Prinzessin Beatrice (Beatrice Mary Victoria Fedora) folgte ihren Schwestern Alice, Helena und Louise als Vertraute und Sekretärin ihrer Mutter. Sie war das jüngste der Kinder von Königin Victoria und dasjenige, das am längsten lebte. Sie starb 66 Jahre nach dem Tod ihrer Schwester Alice, die als erste gestorben war. Königin Victoria stimmte ihrer Verheiratung mit Prinz Heinrich von Battenberg unter der Bedingung zu, dass Beatrice und Heinrich bei ihr wohnten und Beatrice ihre königlichen Verpflichtungen weiterhin wahrnahm. Da Heinrich seine deutschen Verpflichtungen aufgeben musste, um ständig bei seiner Frau und der Königin zu bleiben, ernannte ihn die Königin 1889 zum Gouverneur der Isle of Wight. Sieben Jahre später starb er an Malaria. Nach seinem Tod ernannte die Königin Beatrice zum Gouverneur (1896 – 1944). Das Paar bekam vier Kinder. König Juan Carlos von Spanien ist ihr Urenkel. Nach dem Tod ihrer Mutter widmete Beatrice als designierte Verwalterin des literarischen Nachlasses die nächsten 30 Jahre ihres Lebens der Herausgabe der Tagebücher Königin Victorias und erfüllte weitere öffentliche Aufgaben.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (bis 1917)
The Princess Beatrice (1857 – 1885)
Prinzessin Henry von Battenberg (1885 – 1917)

Die nahezu sieben Jahre, die Herzog Alfred in seinen Herzogtümern von Kontinentaleuropa verbrachte, gehörten sicher nicht zu seinen glücklichsten. Nicht nur, weil er den größten Teil seines Lebens gewissermaßen als „Globetrotter“ auf dem Meer verbracht hatte und zu Ländern wie Indien und Australien, Neuseeland und Japan segelte, zudem verlor er auch noch seinen einzigen Sohn, der wenige Monate vor ihm starb. Ihm folgte dann sein Neffe, Prinz Carl-Eduard, Herzog von Albany, als Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, der Sohn seines jüngsten Bruders, des Prinzen Leopold, Herzog von Albany. Er war deshalb der Erbberechtigte, weil Alfreds nächster Bruder, der Herzog von Connaught und sein Sohn, Prinz Arthur von Connaught auf ihre Rechte auf das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha verzichtet hatten.

Herzog Alfreds Familie

Fotografie von Prinz Alfred, Herzog von Edinburgh – für die Hochzeit des Herzogs und der Herzogin von York in Militäruniform gekleidet und mit vielen Insignien und Medaillen einschließlich des Hosenbandordens ausgezeichnet.

Alfred

Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (seit 1893)

(Windsor Castle, Berkshire, England, 6. August 1844 – Schloss Rosenau bei Coburg, 30. Juli 1900)
Alfred (Alfred Ernest Albert) verbrachte viele Jahre seines Lebens damit, als Offizier der Königlichen Marine über die Meere zu segeln und erhielt den Ehrentitel eines “Admiral of the Fleet” – bis er seinem Onkel väterlicherseits, Ernst II. als regierender Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha im deutschen Reich nachfolgte. Er war ein Liebhaber des hervorragenden Venezianischen Glases und anderer historischer Glaskunstwerke. Seine Sammlung ist in den Kunstsammlungen der Veste Coburg ausgestellt. (KG, KT, KP, GCB, GCSI, GCMG, GCIE, GCVO, PC)

Prinz des Vereinigten Königreichs, Earl von Ulster, Earl von Kent
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen
Herzog von Edinburgh (seit 1866)

Marija Alexandrowna

Herzogin (witwe) von Sachsen-Coburg und Gotha (seit 1905)

(Tsarskoye Selo, Nordwestrussland, 17. Oktober 1853 – Zürich, Schweiz, 24. Oktober 1920)
Marija Alexandrowna, Großfürstin von Russland war eine Tochter des Zaren Alexander II. von Russland und seiner Frau. Marija Alexandrowna wurde die Frau von Prinz Alfred, Herzog von Edinburgh, dem zweiten Sohn von Königin Victoria und Prinz Albert. Sie war auch die Mutter von Königin Marie von Rumänien und eine Tante von Zar Nikolaus II. Von 1893 an bis zu ihrem Tod war sie eine russische Großfürstin (von Geburt an), eine britische Prinzessin, eine königliche Herzogin (durch Heirat) und die Gemahlin und spätere Witwe eines regierenden deutschen Herzogs.

Großfürstin von Russland
Herzogin von Edinburgh (seit 1874)
Herzogin von Sachsen-Coburg und Gotha (seit 1893)

Alfred

Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

1

(Buckingham Palace, London, 15. Oktober 1874 – Meran, (Österreich-Ungarn), heute: Italien, 6. Februar 1899)
Alfred, (Alfred Alexander William Ernest Albert), gebürtiger Prinz Alfred von Edinburgh, war der einzige Sohn und Erbprinz von Prinz Alfred, Herzog von Edinburgh, dem späteren Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha. Alfred starb am 6. Februar 1899, mit 24 Jahren. Im Jahr seines Todes verzichteten Alfreds Onkel, der Herzog von Connaught und dessen Sohn Prinz Arthur von Connaught auf ihre Nachfolgerechte auf das Herzogtum von Sachsen-Coburg und Gotha. Infolgedessen wurde Prinz Carl-Eduard, Herzog von Albany, mutmaßlicher Erbe.

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prinz von Edinburgh
Herzogin von Sachsen-Coburg und Gotha (seit 1893)

Marie

Königin von Rumänien (seit 1914)

2

(Eastwell Park, Kent, 29. Oktober 1875 – Peles Castle, Sinaia, Rumänien, 18. Juli 1938)
Marie (Marie Alexandra Victoria) heiratete 1893 Ferdinand von Rumänien (1865–1927), den späteren König Ferdinand I. (1914–1927). Das Paar bekam sechs Kinder. Der älteste war Erbprinz Carol (1893–1953), der spätere König Carol II (1930–40), der Vater König Michaels. Die älteste Tochter, Prinzessin Elisabeta (1894–1956), wurde Königin von Griechenland, die zweite Tochter, Prinzessin Marie (1900–1961) wurde Königin von Jugoslawien und Mutter von König Peter II. von Jugoslawien. Prinz Nikolaus folgte 1903 und starb 1978, seine Schwester, Prinzessin Ileana lebte von 1909 bis 1991 und der Jüngste, Prinz Mircea, der 1913 auf die Welt kam, war nur drei Jahre am Leben.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin von Edinburgh
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (bis 1917)

Victoria Melita

Großfürstin Victoria Feodorowna von Russland (seit 1905)

3

(San Antonio Palace, Malta, 25. November 1876 – Amorbach, 2. März 1936)
Victoria Melita heiratete 1894 den Sohn ihrer Tante Alice, Großherzog Ernst Ludwig von Hessen (1862 – 1937). Sie hatten zwei Kinder, eine Tochter, Prinzessin Elisabeth (1895–1903) und 1901 einen totgeborenen Sohn. Dies war das Jahr, in welchem das Paar geschieden wurde. 1905 heiratete Victoria Melita ihren Cousin 1. Grades, den Großfürsten Cyril Vladimirovich von Russland (1876–1938). Mit ihm hatte sie drei Kinder, zwei Töchter, Prinzessin Maria Kirillovna (1907–1951) und Prinzessin Kira Kirillovna (1909–1967), und einen Sohn, Prinz Vladimir Kirillovich (1917–1992). Victoria Melita war eine Enkelin von Königin Victoria wie auch von Zar Alexander II. von Russland.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin von Edinburgh
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen
Großherzogin von Hessen (seit 1894)

Alexandra

Fürstin zu Prinzessin von Hohenlohe-Langenburg (seit 1913)

4

(Schloss Rosenau bei Coburg, 1. September 1878 – Schwäbisch-Hall, 16. April 1942)
Prinzessin Alexandra (Alexandra Louise Olga Victoria) heiratete 1896 einen Großneffen von Königin Victoria, Prinz Ernst II. von Hohenlohe-Langenburg (1863 –1950). Er arbeitete im deutschen Außenministerium und unterstützte zwischen 1894 und 1907 seinen Vater bei der Verwaltung von Elsass-Lothringen (damals deutsch). Von 1900 bis 1905 sprang er als Regent des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha für den minderjährigen Cousin seiner Frau, Carl-Eduard, Herzog von Albany, ein. Zwischen 1907 und 1911 war er Mitglied im deutschen Parlament und diente als Vizepräsident. Er folgte als Fürst zu Hohenlohe-Langenburg seinem Vater nach und diente der deutschen Regierung in diplomatischer und militärischer Hinsicht während des Ersten Weltkriegs. Sein ältester Sohn Gottfried heiratete Prinzessin Margarita von Griechenland und Dänemark, die Schwester von Prinz Philip, dem Herzog von Edinburgh.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin von Edinburgh
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha (seit 1893)
Erbprinzessin von Hohenlohe-Langenburg (seit 1896)

Totgeborener Sohn

5

(13. Oktober 1879)

Beatrice

Prinzessin Alfonso de Orleans y Borbón (seit 1937)

6

(Eastwell Park, Kent, 20. April 1884 – El Botánico, Sanlúcar de Barrameda, Spanien, 13. Juli 1966)
Prinzessin Beatrice (Beatrice Leopoldine Victoria) heiratete Prinz Alfonso de Orléans y Borbón, den 5. Herzog von Galliera, trotz der Missbilligung von Seiten der spanischen Regierung, die gegen diese Heirat war. Da sich die Braut nicht bereit erklärte zum römischen Katholizismus zu konvertieren, musste das Paar im Exil leben und ließ sich bis 1912 in Coburg nieder. Dann wurde ihnen offiziell gestattet in Spanien zu leben, und sein Titel eines Infanten wurde wieder hergestellt.

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin von Edinburgh
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (1884 – 1909)
Prinzessin Alfonso de Orleans y Borbón (1909 – 1930)
Herzogin von Galliera (1930 –1937)

Prinz Alfred von Edinburgh starb am 6. Februar 1899 mit 24 Jahren. Er wurde im Herzoglichen Mausoleum am Friedhof Glockenberg in Coburg begraben. Danach verzichteten Alfreds Onkel, der Herzog von Connaught und dessen Sohn Prinz Arthur von Connaught auf ihre Erbansprüche auf das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha. Daher wurde sein Cousin ersten Grades, Prinz Carl-Eduard, Herzog von Albany, zum gesetzmäßigen Erben.

Prinz Leopold Herzog von Albany

Gefolgt von Herzog Charles Edward von Albany, Herzog Carl-Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha

Prinz Leopold Herzog von Albany

Leopold

Herzog von Albany, Earl von Clarence, Baron Arklow (seit 1881)

8

(Buckingham Palace, London, 7. April 1853 – Cannes, Frankreich, 28. März 1884)
Belgier, benannt. Er litt an Hämophilie (Bluterkrankheit), ein Erbe seiner Mutter. Insofern konnte er keine militärische Karriere anstreben, wie die anderen Prinzen. Er liebte die schönen Künste und die Literatur. Aufgrund seiner Erkrankung starb er mit 30 Jahren vor der Geburt seines Sohnes, des Prinzen Carl Eduard, Herzog von Albany, der als regierender Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha im Jahr 1900 die Nachfolge antrat. Der Titel des Herzogs von Albany wurde ihm 1917 durch König George V. aberkannt, da er im Ersten Weltkrieg gegen das Vereinte Königreich gekämpft hatte. Über Carl Eduard ist Leopold der Urgroßvater des derzeitigen Königs von Schweden, Carl XVI. Gustaf. (KG, KT, GCStJ, GCMG, GCSI)

Prinz des Vereinigten Königreichs
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen
Prinz Leopold (1853 – 1881)

Helena

Herzogin von Albany (seit 1882)

(Arolsen, Waldeck und Pyrmont, 17. Februar 1861 – Hinterriss, Tirol, Österreich, 1 September 1922)
Prinzessin Helena (Helene Friederike Auguste) war die Tochter des Prinzen Georg Viktor zu Waldeck und Pyrmont und seiner Frau, Prinzessin Helena von Nassau. Helena heiratete 1882 den jüngsten Sohn von Königin Victoria, den Herzog Leopold von Albany. Zur Zeit seines frühen Todes war sie mit ihrem zweiten Kind schwanger. Sie engagierte sich in wohltätigen Projekten wie dem Krankenwesen, der Erziehung und der Arbeitsbeschaffung für Frauen und Mädchen. Ihr Sohn Carl Eduard sollte der neue Erbe des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha werden. Über ihn ist sie die Urgroßmutter des Königs von Schweden, Carl XVI. Gustav. (CI, VA, RRC, DJStJ)

Prinzessin zu Waldeck und Pyrmont 

Carl Eduard

Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (1900 – 1945)

2

(Claremont House, Surrey, 19. Juli 1884 – Coburg, 6. März 1954)
Carl Eduard (Leopold Charles Edward George Albert) war vom 30. Juli 1900 bis zum 14. November 1918 der vierte und letzte regierende Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, den beiden Herzogtümern in Deutschland. Als sein Onkel Alfred im Jahr 1900 starb, sollte er zum Erben der beiden Herzogtümer werden, denn Alfreds einziger Sohn war ein Jahr vor seinem Vater gestorben, und der Herzog von Connaught und dessen Sohn hatten schon zuvor auf ihre Erbansprüche auf das Herzogtum verzichtet. Da Carl Eduard erst sechszehn Jahre alt war, übte er die Herrschaft mittels der Regentschaft von Ernst, dem Erbprinzen von Hohenlohe-Langenburg und Ehemann von Herzog Alfreds Tochter Alexandra, aus. Als Carl Eduard die Regierungsgeschäfte übernahm, nutzte er ein Gebäude in der Veste Coburg, das auf die Belange seiner Familie zugeschnitten wurde, als hauptsächlichen Winterwohnsitz. Die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs, in dem er gegen sein Heimatland kämpfen musste, setzten ihm zu und führten zu einem inneren Konflikt. In der deutschen Revolution von 1918 wurde Carl Eduard wie alle anderen deutschen Adligen zur Abdankung gezwungen. Er verlor 1919 seine englischen Adelstitel im „Titles Deprivation Act 1917”. Von 1900 bis zu seinem Tod 1954 war er das Oberhaupt des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha. Über seine Tochter Sybille ist Carl Eduard mütterlicherseits der Großvater von Carl XVI. Gustaf, dem König von Schweden. (KG, GCVO)

Prinz des Vereinigten Königreichs (bis 1919)
Herzog von Albany, Earl von Clarence, Baron von Arklow (bis 1919)

Alice

Gräfin zu Athlone (1917 – 1981)

1

(Windsor Castle, Berkshire, 25. Februar 1883 – Kensington Palace, London, 3. Januar 1981)
Alice (Alice Mary Victoria Augusta Pauline) heiratete 1904 einen Cousin, Prinz Alexander von Teck, den Bruder der späteren Königin Mary, Gemahlin des englischen Königs George V. Er war britischer Militärkommandant und vom König zum Generalgouverneur der Südafrikanischen Union von 1923 bis 1931 ernannt. Danach, von 1940 bis 1946, diente er als Generalgouverneur von Canada. Alice begleitete und unterstützte ihren Mann, auch auf der Quebec Konferenz mit den Alliierten: Premierminister M. King, Winston Churchill und F. D. Roosevelt. Sie besprachen ihre gemeinsame Vorgehensweise gegen Deutschland und Japan. Als Alice mit fast 98 Jahren starb, war sie die älteste britische Prinzessin königlichen Blutes und hatte sechs Regenten erlebt, angefangen von ihrer Großmutter, Königin Victoria, bis zu ihrer Großnichte Königin Elizabeth II. (VA, GCStJ, GCVO, GBE)

Prinzessin des Vereinigten Königreichs
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen
Prinzessin Alexander von Teck (1904 – 1917)

Herzog Carl Eduards Familie

Porträt der Familie

Carl Eduard

Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (1900 – 1945)

(Claremont House, Surrey, 19. Juli 1884 – Coburg, 6. März 1954)
Carl Eduard (Leopold Charles Edward George Albert) war vom 30. Juli 1900 bis zum 14. November 1918 der vierte und letzte regierende Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, den beiden Herzogtümern in Deutschland. Als sein Onkel Alfred im Jahr 1900 starb, sollte er zum Erben der beiden Herzogtümer werden, denn Alfreds einziger Sohn war ein Jahr vor seinem Vater gestorben, und der Herzog von Connaught und dessen Sohn hatten schon zuvor auf ihre Erbansprüche auf das Herzogtum verzichtet. Da Carl Eduard erst sechszehn Jahre alt war, übte er die Herrschaft mittels der Regentschaft von Ernst, dem Erbprinzen von Hohenlohe-Langenburg und Ehemann von Herzog Alfreds Tochter Alexandra, aus. Als Carl Eduard die Regierungsgeschäfte übernahm, nutzte er ein Gebäude in der Veste Coburg, das auf die Belange seiner Familie zugeschnitten wurde, als hauptsächlichen Winterwohnsitz. Die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs, in dem er gegen sein Heimatland kämpfen musste, setzten ihm zu und führten zu einem inneren Konflikt. In der deutschen Revolution von 1918 wurde Carl Eduard wie alle anderen deutschen Adligen zur Abdankung gezwungen. Er verlor 1919 seine englischen Adelstitel im „Titles Deprivation Act 1917”. Von 1900 bis zu seinem Tod 1954 war er das Oberhaupt des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha. Über seine Tochter Sybille ist Carl Eduard mütterlicherseits der Großvater von Carl XVI. Gustaf, dem König von Schweden. (KG, GCVO)

Prinz des Vereinigten Königreichs (bis 1919)
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen
Herzog von Albany, Earl von Clarence, Baron von Arklow (bis 1919)

Viktoria Adelheid

Herzogin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (seit 1905)

(Grünholz, Schleswig-Holstein, 31. Dezember 1885 – Greinburg, Österreich, 3. Oktober 1970)
Prinzessin Viktoria Adelheid (Viktoria Adelheid Helene Luise Marie Friederike) kam auf Gut Grünholz in Schleswig-Holstein zur Welt und war die älteste Tochter von Herzog Friedrich Ferdinand von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg und seiner Frau Prinzessin Karoline Mathilde von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg. Viktoria Adelheids Vater war ein Neffe von König Christian IX. von Dänemark. 1905 heiratete sie Carl Eduard, den englischen Prinzen und Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, der 1918 abdanken musste. Nach dem Zweiten Weltkrieg büßte die Familie ihr Vermögen in und um Gotha ein, da dies im östlichen Teil Deutschlands lag und lebte in Coburg und alternativ im österreichischen Greinburg, das seit 1823 der Familie gehört. Selbst nach der Abschaffung von Adelstiteln in Deutschland wurde sie immer Frau Herzogin genannt. Sie war bei den Bewohnern sehr anerkannt und beliebt.

Prinzessin Adelheid von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg
Herzogin von Albany (bis 1919)

Friedrich Josias

Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (seit 1943)

5

(Schloss Callenberg bei Coburg, 29. November 1918 – Amstetten, Österreich, 23. Januar 1998)
Als drittgeborener von drei Söhnen war es unerwartet, dass Friedrich Josias (Friedrich Josias Carl Eduard Ernst Kyrill Harald) die Nachfolge als Oberhaupt der herzoglichen Familie antreten sollte. Da jedoch sein ältester Bruder, Erbprinz Johann Leopold 1932 aufgrund seiner nicht ebenbürtigen Heirat seine Rechte aufgab, und der zweite Bruder, Prinz Hubertus, 1943 im Krieg fiel, blieb Prinz Friedrich Josias als Erbprinz zurück. Nach dem Krieg verbrachte er einige Jahre im Ausland, kam aber auf Bitten seines Vaters nach Europa zurück um für die Familienstiftungen zu arbeiten. Sie schließen die Schlösser Callenberg bei Coburg und Greinburg in Österreich mit ein. Als sein Vater am 6. März 1954 starb, folgte ihm Friedrich Josias als Familienoberhaupt nach. Er zog es jedoch vor, die meiste Zeit in Österreich zu verbringen. Mit seinem Tod erlosch das Wohnrecht in der Veste Coburg.

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Johann Leopold

Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

1

(Schloss Callenberg bei Coburg, 2. August 1906 – Grein, Österreich, 4. Mai 1972)
Johann Leopold (Johann Leopold Wilhelm Albert Ferdinand Viktor) gab 1932 seine Rechte aufgrund seiner nicht ebenbürtigen Heirat auf.

Sybille

Herzogin von Västerbotten (seit 1932)

2

(Gotha, 18. Januar 1908 – Stockholm, Schweden, 28. November 1972)
Prinzessin Sybille (Sybille Calma Maria Alice Bathildis Feodora) heiratete 1932 Prinz Gustaf Adolf, den Erbprinzen von Schweden. Zur Zeit seines Todes 1947 – er wurde bei einem Flugzeugunglück bei der Rückkehr von einem Jagdausflug und einem Besuch bei Prinzessin Juliana und Prinz Bernhard der Niederlande getötet – war er nach seinem Vater, der 1950 König wurde, zweiter der schwedischen Thronfolge. Sein kleiner Sohn Carl Gustaf folgte ihm nach und ist seit dem Tod des Großvaters König.

Prinzessin Sybille von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen
Prinzessin von Schweden (seit 1932)

Hubertus

Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha (1932 – 1943)

3

(Schloss Reinhardsbrunn, 24. August 1909 – Mosty, (Polen), heute Ukraine, 26. November 1943)
Hubertus (Dietmar Hubertus Friedrich Wilhelm Philipp) war der zweite Sohn des Herzogspaares von Sachsen-Coburg und Gotha und kämpfte bei der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. 1943 verlor er in Mosty im Kampf sein Leben.

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Caroline Matilda

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (bis 1931)

4

(Schloss Callenberg bei Coburg, 22. Juni 1912 – Erlangen, Deutschland, 5. September 1983)
Prinzessin Caroline Matilda (Caroline Matilda Helen Louise Augusta Beatrice) heiratete dreimal, ließ sich zweimal scheiden und zwei ihrer ehemaligen Männer kamen bei Flugunfällen ums Leben. Sie hatte sieben Kinder: vier Jungen und drei Mädchen.

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen
Gräfin von Castell-Rüdenhausen (bis 1938)

Prinz Friedrich Josias von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Hochzeit von
Friedrich Josias, Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen mit
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen

Friedrich Josias

Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen (seit 1943)

(Schloss Callenberg bei Coburg, 29. November 1918 – Amstetten, Österreich, 23. Januar 1998)
Als drittgeborener von drei Söhnen war es unerwartet, dass Friedrich Josias (Friedrich Josias Carl Eduard Ernst Kyrill Harald) die Nachfolge als Oberhaupt der herzoglichen Familie antreten sollte. Da jedoch sein ältester Bruder, Erbprinz Johann Leopold 1932 aufgrund seiner nicht ebenbürtigen Heirat seine Rechte aufgab, und der zweite Bruder, Prinz Hubertus, 1943 im Krieg fiel, blieb Prinz Friedrich Josias als Erbprinz zurück. Nach dem Krieg verbrachte er einige Jahre im Ausland, kam aber auf Bitten seines Vaters nach Europa zurück um für die Familienstiftungen zu arbeiten. Sie schließen die Schlösser Callenberg bei Coburg und Greinburg in Österreich mit ein. Als sein Vater am 6. März 1954 starb, folgte ihm Friedrich Josias als Familienoberhaupt nach. Er zog es jedoch vor, die meiste Zeit in Österreich zu verbringen. Mit seinem Tod erlosch das Wohnrecht in der Veste Coburg.

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Viktoria-Luise

Viktoria-Luise Whitten

1

(Gut Casel, südlich Berlin, 13. März 1921 – Louisiana, United States, 1. März 2003)
Gräfin Viktoria-Luise (Viktoria-Luise Friederike Karoline Mathilde) wurde auf Gut Casel in der Niederlausitz südlich von Berlin geboren. Ihre Eltern waren Graf Hans Georg Eduard zu Solms-Baruth und Prinzessin Karoline Mathilde von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Ihre mütterlichen Großeltern waren Herzog Friedrich Ferdinand von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg und Prinzessin Karoline Mathilde von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg. Die Hochzeit mit Prinz Friedrich Josias von Sachsen-Coburg und Gotha fand auf Gut Casel statt, dort wurde auch der einzige Sohn, Prinz Andreas geboren. Nach ihrer Scheidung im Jahr 1946, zog die Prinzessin mit ihrem zweiten Mann Richard Whitten und ihrer kleinen Tochter Victoria Astrid Solms Whitten nach New Orleans.

Gräfin zu Solms-Baruth
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen

Nachkommen:

Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen
Victoria Astrid Solms Whitten

Denyse Henrietta

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen

2

(Basel, 14. Dezember 1923 – 25. April 2005)
Denyse Henrietta de Muralt stammte aus einer alten Berner Familie und arbeitete als Erzieherin der Kinder von Prinzessin Sybille von Schweden, der Schwester von Friedrich Josias. Während eines Besuches bei seiner Schwester lernte Friedrich Josias Denyse kennen. Aufgrund ihrer wachsenden Liebe verließ sie Schweden und ging nach San Francisco, wo das Paar 1948 heiratete. Sie bekamen drei Kinder. Im Jahr 1964 ließen sich Friedrich Josias und Denyse scheiden.

Denyse Henrietta de Muralt

Nachkommen:

Maria Claudia Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen
Beatrice Prinzessin von Sachsen-Meiningen, Herzogin zu Sachsen
Adrian Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Katrin

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen

3

(22. April 1940 – 13. Juli 2011)
Am 30. Oktober 1964 schloss Friedrich Josias in Hamburg eine dritte Ehe und diesmal morganatisch mit Katrin Bremme.

Katrin Bremme

Andreas

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

1

(Gut Casel, südlich Berlin, 21. März 1943))
Andreas (Andreas Michael Friedrich Hans Armin Siegfried Hubertus) ist seit 1998 das Oberhaupt des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha. Er ist der Enkel von Herzog Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha, des letzten regierenden Herzogs. Er wird mit Seine Hoheit angeredet. Prinz Andreas kam auf Gut Casel in der Niederlausitz als Sohn von Prinz Friedrich Josias von Sachsen-Coburg und Gotha und der ehemaligen Gräfin Viktoria-Luise zu Solms-Baruth auf die Welt. Seine Eltern ließen sich 1946 scheiden. 1949 zog er nach New Orleans in die Vereinigten Staaten, wo er einen Teil seiner Kindheit mit seiner Mutter und ihrem zweiten Ehemann, Richard Whitten, verbrachte.

Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha 

Maria Claudia

Maria Schäfer, Herzogin zu Sachsen

2

(San Francisco, 22. Mai 1949, Grabs, Schweiz, 5. Feb 2016)
Maria (Maria Claudia Sybilla) verheiratete sich am 17. März 1971 mit Gion Schäfer (geb. 20. Juli 1945). Das Paar ließ sich 1998 scheiden und Maria lebt seitdem in Chile. Sie hat mit Gion Schäfer zwei Töchter: Maria Christina Sybilla Schäfer (geb. 1972) und Gianetta Antonia Schäfer (geb. 1975).

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen

Beatrice

Prinzessin von Sachsen-Meiningen, Herzogin zu Sachsen

3

(Bern, 15 Juli 1951)
Beatrice Charlotte kam in Bern auf die Welt und heiratete am 12. Juni 1977 Prinz Friedrich von Sachsen-Meiningen, Herzog zu Sachsen (1935–2004). Ihre Ehe war nach einigen Jahrzehnten einmal wieder eine von zwei Menschen, die Wettiner Wurzeln haben.

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen

Adrian

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

4

(Coburg, 18. Oktober 1955 – Bern, 30. August 2011)
Adrian (Adrian Vinzenz Eduard) kam 1955 in Coburg  zur Welt und starb 2011 in Bern. Er schloss zuerst in Bern in einer zivilen Trauung eine morganatische Ehe mit Lea Rinderknecht und heiratete 1984 kirchlich. Sie kam 1960 in Zürich auf die Welt. Sie haben zwei Söhne, Simon, der 1985 und Daniel, der 1988 geboren wurde – beide in Bern. Nach Adrians Scheidung 1993 heiratete er vier Jahre später ein zweites Mal, ebenso morganatisch Gertrud Krieg. Sie stammt aus Olten, Solothurn, also ebenfalls Schweizerin. Das Paar hatte keine Kinder.

Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Hochzeit von
Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha &
Prinzessin Carin von Sachsen-Coburg und Gotha

Andreas

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

(Gut Casel, südlich Berlin, 21. März 1943))
Andreas (Andreas Michael Friedrich Hans Armin Siegfried Hubertus) ist seit 1998 das Oberhaupt des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha. Er ist der Enkel von Herzog Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha, des letzten regierenden Herzogs. Er wird mit Seine Hoheit angeredet. Prinz Andreas kam auf Gut Casel in der Niederlausitz als Sohn von Prinz Friedrich Josias von Sachsen-Coburg und Gotha und der ehemaligen Gräfin Viktoria-Luise zu Solms-Baruth auf die Welt. Seine Eltern ließen sich 1946 scheiden. 1949 zog er nach New Orleans in die Vereinigten Staaten, wo er einen Teil seiner Kindheit mit seiner Mutter und ihrem zweiten Ehemann, Richard Whitten, verbrachte.

Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Carin Dabelstein

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen (seit 1971)

(Hamburg, 16. Juli 1946)
Carin Dabelstein wurde in Hamburg geboren und ist die Tochter von Adolf Wilhelm Martin Dabelstein, einem Kaufmann und Unternehmer, und seiner Frau Irma Maria Margarete Callsen. Obwohl die Heirat nicht ebenbürtig ist, ist sie nicht morganatisch und wurde von Andreas Vater legitimiert. Das Paar hat drei Kinder.

Carin Dabelstein

Hubertus Michael

Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

2

(Hamburg, 16. September 1975)
Hubertus Michael kam am 16. September 1975 in Hamburg zur Welt. Er ist Erbprinz und Anwärter auf den Vorsitz im herzoglichen Haus. Nach seinem Jurastudium in Würzburg besuchte er ein Jahr lang die London School of Economics und beendete seine Studien nach zwei weiteren Jahren in München mit dem Zweiten Staatsexamen. Anschließend arbeitete er fünf Jahre lang als Investmentbanker bei der Deutschen Bank in New York, wo er seine Frau Kelly-Jean Rondestvedt traf. Sie wurde am 10. Januar 1975 in Pensacola, Florida geboren und arbeitete als Investmentbankerin bei Morgan-Stanley in New York nach ihrem Studium an der University of California.

Stephanie

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen

1

(Hamburg, 31. Januar 1972)
Stephanie Sybilla wurde am 31. Januar 1972 in Hamburg geboren. Nach ihrer kaufmännischen Ausbildung bei der Fa. Dahle in Coburg machte sie einige weitere Schulungen, z. B. als Bowentherapeutin. Sie arbeitet für die Familienstiftung in Coburg.

Alexander

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

3

(Coburg, 4. Mai 1977)
Alexander Philip wurde am 4. Mai 1977 geboren und erhielt eine forstwirtschaftliche Ausbildung im Callenberg. Seit 1991 arbeitet er in der Forstverwaltung der Besitzungen in Greinburg, die zu der österreichischen Stiftung gehören.

Erbprinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Hochzeit von Erbprinz Hubertus von Sachsen-Coburg und Gotha und Erbprinzessin Kelly von Sachsen-Coburg und Gotha

Mai 2009 (Foto von Stig S. Nielsen )

 

Hubertus Michael

Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

(Hamburg, 16. September 1975)
Hubertus Michael kam am 16. September 1975 in Hamburg zur Welt. Er ist Erbprinz und Anwärter auf den Vorsitz im herzoglichen Haus. Nach seinem Jurastudium in Würzburg besuchte er ein Jahr lang die London School of Economics und beendete seine Studien nach zwei weiteren Jahren in München mit dem Zweiten Staatsexamen. Anschließend arbeitete er fünf Jahre lang als Investmentbanker bei der Deutschen Bank in New York, wo er seine Frau Kelly-Jean Rondestvedt traf. Sie wurde am 10. Januar 1975 in Pensacola, Florida geboren und arbeitete als Investmentbankerin bei Morgan-Stanley in New York nach ihrem Studium an der University of California.

Kelly

Erbprinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen

(Pensacola, Florida, United States, 10. Januar 1975)
Kelly Jeanne wurde am 10. Januar 1975 in Pensacola, Escambia County, Florida geboren und arbeitete nach ihrem Studium an der University of California als Investmentbankerin bei Morgan-Stanley in New York.

Kelly Rondestvedt

Katharina

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen

(München, 30. April 2014)
Katharina Victoria Elizabeth Cheryl ist die erste Tochter von Hubertus und Kelly.

Philipp

Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

(München, 15. Juli 2015)
Philipp Hubertus Andreas Christian ist die erste Sohn von Hubertus und Kelly.

Madeleine

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzogin zu Sachsen

(München, 22. Februar 2017)
Madeleine Aurelia Victoria Carin ist die Zweite Tochter Und das dritte Kind von Hubertus und Kelly.