BULGARIEN – DAS HAUS VON SACHSEN-COBURG UND GOTHA

Wappen_Sachsen_Coburg_Gotha

Das Haus Sachsen-Coburg und Gotha ist eine deutsche Dynastie, und zwar die Linie der sächsischen Wettiner, die die Ernestinischen Herzogtümer einschließlich des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha regierten.

Obwohl das Haus Coburg weitaus länger in der Geschichte zurückreicht, beginnen wir unseren Stammbaum in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts mit Franz Friedrich Anton, dem sechsten Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld. Dank der ersten Vermählung von Ernst, Franz Friedrich Antons ältestem Sohn und Thronfolger, mit Prinzessin Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg, konnte das Haus einen beträchtlichen Zuwachs an Territorium und Bedeutung verzeichnen. Seit 1826 heißt das Haus Sachsen-Coburg und Gotha. Die Nachfahren Franz Friedrich Antons bildeten die Spitze mehrerer Europäischer Monarchien und Mitglieder daraus entstehender Familien bilden derzeit in ziemlich vielen Ländern die repräsentative Regierungsspitze, wie z.B. in Belgien über die Nachkommen von König Leopold I. und in den Ländern des Commonwealth über die Nachkommen von Prinzgemahl Albert. Aufgrund der anti-deutschen Stimmung während des Ersten Weltkriegs in Großbritannien änderte König George V. des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland 1917 den Namen seines Familienzweigs von „Sachsen-Coburg und Gotha“ in „Windsor“. Dasselbe geschah in Belgien, wo er in den Namen “van België” oder “de Belgique” umbenannt wurde.

Franz Friedrich Anton

Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen (seit 1800)

(Coburg, 15. Juli 1750 – Coburg, 9. Dezember 1806)
Franz Friedrich Anton musste ein nahezu ruiniertes Herzogtum übernehmen. Da er aber mit vielen Talenten ausgestattet war, begann er Druckgraphik der herausragenden Künstler des 15. bis 18. Jahrhunderts zu sammeln – obwohl er kein Geld hatte. Auf diese Weise entstand das Coburger Kupferstichkabinett mit seinem heute 220.000 grafischen Blättern zählenden Kunstschatz. Er ist in väterlicher Linie ein Vorfahr von Königin Elizabeth II. des Vereinigten Königreichs, vom belgischen König Philippe und Simeon von Sachsen-Coburg und Gotha, dem ehemaligen Zaren (Simeon II. 1943 - 1946 während der Monarchie) und Premierminister von Bulgarien (von 2001 bis 2005).

Erbprinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen

Auguste Karoline Sophie

Herzogin von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzogin zu Sachsen (seit 1800)

(Saalburg-Ebersdorf, 19. Januar 1757 – Coburg, 16. November 1831)
Sie hatte mit ihrem Mann zehn Kinder, die zwischen 1778 und 1792 geboren wurden, eines war eine Totgeburt und zwei weitere starben in der Kindheit. Die anderen wurden unter großem persönlichem Einsatz an den Europäischen Hochadel verheiratet. Auguste Karoline Sophie war mütterlicherseits die Großmutter von Königin Victoria des Vereinigten Königreichs und väterlicherseits die Großmutter von Prinzgemahl Albert.

Prinzessin Reuss
Prinzessin von Ebersdorf
Erbprinzessin von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzogin zu Sachsen (seit 1777)

Ferdinand Georg August

Prinz von Sachsen-Coburg (Koháry) (seit 1826)

6

(Coburg, 28. März 1785 – Wien, 27. August 1851)
Ferdinand Georg August ist der zweite Sohn von Herzog Franz Friedrich Anton von Sachsen-Coburg-Saalfeld und seiner Frau Auguste Karoline Sophie. Während der Napoleonischen Kriege diente er als Bevollmächtigter der Kavallerie der Kaiserlich-Österreichischen und Königlichen Armee. In Österreich begegnete er Gräfin Maria Antonia Koháry von Csábrág und Szitnya, der Tochter und Alleinerbin von Graf Ferenc József Koháry von Csábrág und Szitnya. Das Paar heiratete 1815. Als Antonias Vater, seines Zeichens Kaiserlicher Kanzler von Kaiser Franz I. 1826 starb, fielen die Lehen Kohárys an den Kaiser zurück. Er gab sie seinem hochdekorierten General Ferdinand um ihm für seine treuen Dienste zu danken. So wurde Ferdinands Familie – er musste seinerseits zum römisch-katholischen Glauben übertreten – der drittgrößte Landbesitzer von Großungarn in dieser Zeit.

Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen

Der erste Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha war Ernst I., der diese Territorien von 1826 bis zu seinem Tod 1844 regierte. Davor war er Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld (als Ernst III.) von 1806 bis zur Neuordnung der Gebiete 1826. Ernsts jüngerer Bruder Leopold wurde 1831 König der Belgier. Seine Nachkommen dienen Belgien immer noch als Staatsoberhäupter. Léopold I. einzige Tochter, Prinzessin Charlotte von Belgien war die Gemahlin Maximilian I. von Mexiko, in den 1860er Jahren bekannt als Kaiserin Carlota von Mexiko. Ernsts Neffe Ferdinand heiratete Königin Maria II. von Portugal und seine Nachfahren regierten Portugal bis dieses Land 1910 eine Republik wurde.

Herzog Ernst I. zweiter Sohn, Prinz Albert (1819–1861), heiratete 1840 Königin Victoria und ist damit der Vorfahre der momentanen königlichen Familie Großbritanniens und Irlands, die sich seit 1917 Windsor nennen. 1826 erbte eine Nebenlinie des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha den fürstlichen Besitz der Kohárys und trat zum katholischen Glauben über. Die Mitglieder seines Zweiges schafften es, eine kaiserliche Prinzessin von Brasilien zu heiraten, eine Erzherzogin von Österreich, eine königliche Prinzessin „der Franzosen“, eine königliche Prinzessin von Belgien und eine königliche Prinzessin von Sachsen. Ein Nachkomme dieses Zweiges, ebenfalls mit Namen Ferdinand, wurde erst Prinz und dann Zar von Bulgarien. Seine Nachfahren regierten dort bis 1946. Das augenblickliche Oberhaupt des Hauses Bulgarien, der frühere Zar Simion II., der abgesetzt und während des Zweiten Weltkriegs vertrieben wurde, diente von 2001 bis 2005 als Bulgariens Premierminister.

Das herzogliche Haus besteht aus allen Nachkommen Franz Friedrich Antons, des Herzogs von Sachsen-Coburg-Saalfeld, väterlicherseits, die aus legitimer und ebenbürtiger Ehe stammen, sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts, ihren Ehefrauen in ebenbürtigen und genehmigten Eheschließungen und ihren Witwen bis zu deren Wiederverheiratung. Gemäß dem Gesetz des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha lautete der volle Titel des Herzogs:

Wir, Ernst, Herzog zu Sachsen-Coburg und Gotha, Jülich, Kleve und Berg, auch Engern und Westphalen, Landgraf in Thüringen, Markgraf zu Meißen, gefürsteter Graf zu Henneberg, Graf zu der Mark und Ravensberg, Herr zu Ravenstein und Tonna usw.

Ferdinand Georg August

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry)

Porträt von Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg-Saalfeld

Ferdinand Georg August

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen (seit 1826)

(Coburg, 28. März 1785 – Wien, 27. August 1851)
Ferdinand Georg August ist der zweite Sohn von Herzog Franz Friedrich Anton von Sachsen-Coburg-Saalfeld und seiner Frau Auguste Karoline Sophie. Während der Napoleonischen Kriege diente er als Bevollmächtigter der Kavallerie der Kaiserlich-Österreichischen und Königlichen Armee. In Österreich begegnete er Gräfin Maria Antonia Koháry von Csábrág und Szitnya, der Tochter und Alleinerbin von Graf Ferenc József Koháry von Csábrág und Szitnya. Das Paar heiratete 1815. Als Antonias Vater, seines Zeichens Kaiserlicher Kanzler von Kaiser Franz I. 1826 starb, fielen die Lehen Kohárys an den Kaiser zurück. Dieser schenkte sie seinem hochdekorierten General Ferdinand, um ihm für seine treuen Dienste zu danken. So wurde Ferdinands Familie – er musste seinerseits zum römisch-katholischen Glauben übertreten – der drittgrößte Landbesitzer von Großungarn in dieser Zeit.

Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen

Mária Antónia

Prinzessin von Sachsen-Coburg-Saalfeld (Koháry), Herzogin von Sachsen (seit 1815)

(Buda, 2 July 1797 – Wien, 25 September 1862)
Mária Antónia war die einzige Tochter von Graf Ferenc József Koháry und seiner Frau Maria Antoinetta Josefa von Waldstein-Wartenburg. Ihr Bruder Anton starb mit zwei Jahren 1795. Daher war Antónia Alleinerbin eines sehr großen Vermögens. Die Familie besaß einen exklusiven Palast Koháry in Wien, den ihr Ehemann Ferdinand von Sachsen-Coburg und Gotha einreißen ließ. An seiner Stelle entstand zwischen 1840 und 1845 das Palais Coburg, heute ein Luxushotel. Ihre Hochzeit von 1815 mit dem Prinzen wäre nicht standesgemäß gewesen, wenn der Kaiser ihren Vater nicht in den Rang eines Fürsten Koháry erhoben hätte.

Mária Antónia Koháry
Prinzessin von Koháry von Csábrág und Szitnya (seit 1815)

August Ludwig Viktor

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen (seit 1826)

2

(Wien, Österreich, 13. Juni 1818 –Schloss Ebenthal, Österreich, 26. Juli 1881)

August Ludwig Viktor von Sachsen-Coburg-Saalfeld war der zweite Sohn von Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg-Saalfeld und Prinzessin Maria Antonia Koháry, der Tochter von Prinz Ferenc József Koháry von Csábrág und Szitnya. Mit dem Tod ihres Vaters 1826 erbte sie die Ländereien in der Slowakei und Ungarn. 1843 heiratete August Ludwig Viktor Prinzessin Clémentine of Orléans, Tochter von König Louis Philippe der Franzosen und seiner Frau Prinzessin Maria Amalia beider Sizilien. August Ludwig Viktor und Clémentine lebten im Palais Coburg in Wien. Ihr Sohn Ferdinand wurde Zar Ferdinand I. von Bulgarien. Als Prinz Augusts Mutter 1862 starb, wurde er einer der größten Landbesitzer in Ungarn. Als er Schwiegervater von Prinzessin Louise von Belgien wurde, der Schwester von Kronprinzessin Stephanie von Österreich, verlieh ihm Kaiser Franz Joseph I. von Österreich die Auszeichnung Hoheit. August Ludwig Viktor sponserte den Bau der katholischen Kirche “St Augustin” im protestantischen Coburg, in deren Krypta er und seine Familie ein Grab finden sollten.

Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen

Ferdinand

Titularkönig von Portugal und den Algarven(seit 1853)

1

(Wien, 29. Oktober 1816 – Lissabon, 15. Dezember 1885)
Ferdinand (Ferdinand August Franz Anton) heiratete die verwitwete Maria II., die seit 1826 Königin von Portugal war – eine Heirat, die sein Onkel König Leopold der Belgier eingefädelt hatte. Da sie schon mit sieben Jahren Königin wurde, hatte sie einen Regenten, ihren Onkel Miguel, der jedoch alleine regieren wollte. Daher gab ihr Vater schließlich die Krone Brasiliens auf, um gegen seinen aufsässigen Bruder zu kämpfen und 1834 erhielt Maria die (portugiesische) Krone zurück. Obwohl sie die regierende Königin war, versuchte das Paar gemeinsam den politischen und sozialen Herausforderungen Stand zu halten. Der König spielte in der portugiesischen Geschichte eine bedeutende Rolle, da er während der Schwangerschaften seiner Frau regierte und bis 1855 als Regent für seinen minderjährigen Sohn Pedro tätig war. Vierzehn Jahre später schlug er das Angebot aus, den spanischen Thron zu besteigen. Stattdessen heiratete er in Lissabon die Schauspielerin Elisa Hensler, die von einem Cousin Ferdinands, dem Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha zur Gräfin von Edla ernannt wurde.

Dom Fernando II. König von Portugal und den Algarven (1837 – 1853)
Königlicher Gemahl von Portugal (1836 – 1837)
Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld (Koháry), Herzog zu Sachsen
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen (seit 1826)

Victoria

Herzogin von Nemours (seit 1840)

3

(Wien, 14. Februar 1822 – Claremont House, England, 10. Dezember 1857)
Victoria (Victoria Franziska Antonia Juliane Luise) die Tochter von Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg und Gotha und Maria Antonia Koháry de Csábrág, erbte die väterlichen Ländereien in der Slowakei und Ungarn beim Tod ihres Vaters. 1840 heiratete sie den Herzog von Nemours, Louis von Orléans. Sie starb kurz nach der Geburt ihrer jüngsten Tochter.

Prinzessin von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzogin zu Sachsen
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzogin zu Sachsen (seit 1826)

Leopold Franz Julius

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen (seit 1826)

4

(Wien, 31. Januar 1824 – Wien, 20. Mai 1884)

Da Leopold Franz Julius der jüngste Sohn war, war es für ihn unwahrscheinlich irgendeine Krone zu erben. Solche Adligen strebten eine Position im Militär an. Folglich wurde er Generalmajor in der österreichischen Armee. Obwohl Leopold ein möglicher Heiratskandidat für Isabella II. von Spanien war, waren die Beziehungen der Coburger Familie zur britischen Krone (Königin Victoria war eine Cousine ersten Grades) und die Verknüpfung mit britischen Interessen zu offensichtlich.  Spanien war während der Epoche nach 1815 geprägt von der Rivalität der Großmächte und diese versuchten ihren Einfluss jeweils geltend zu machen, indem sie verschiedene Kandidaten unterstützten. Leopold heiratete Constanze Geiger, eine Sängerin und Schauspielerin, die von seinem Onkel Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha zur Freifrau von Ruttenstein ernannt worden war. Trotzdem wurde die Heirat als nicht ebenbürtig angesehen und ihr Sohn wurde nicht anerkannt.

Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld (Koháry), Herzog zu Sachsen

August Ludwig Viktor

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry)

August Ludwig Viktor

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen (seit 1826)

(Wien, Österreich, 13. Juni 1818 –Schloss Ebenthal, Österreich, 26. Juli 1881)
August Ludwig Viktor von Sachsen-Coburg-Saalfeld war der zweite Sohn von Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg-Saalfeld und Prinzessin Maria Antonia Koháry, der Tochter von Prinz Ferenc József Koháry von Csábrág und Szitnya. Mit dem Tod ihres Vaters 1826 erbte sie die Ländereien in der Slowakei und Ungarn. 1843 heiratete August Ludwig Viktor Prinzessin Clémentine of Orléans, Tochter von König Louis Philippe der Franzosen und seiner Frau Prinzessin Maria Amalia beider Sizilien. August Ludwig Viktor und Clémentine lebten im Palais Coburg in Wien. Ihr Sohn Ferdinand wurde Zar Ferdinand I. von Bulgarien. Als Prinz Augusts Mutter 1862 starb, wurde er einer der größten Landbesitzer in Ungarn. Als er Schwiegervater von Prinzessin Louise von Belgien wurde, der Schwester von Kronprinzessin Stephanie von Österreich, verlieh ihm Kaiser Franz Joseph I. von Österreich die Auszeichnung Hoheit. August Ludwig Viktor sponserte den Bau der katholischen Kirche “St Augustin” im protestantischen Coburg, in deren Krypta er und seine Familie ein Grab finden sollten.

Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen

Clémentine

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzogin zu Sachsen (seit 1843)

(Neuilly-sur-Seine, Ile-de-France, Königreich der Franzosen, 6. März 1817 – Wien, 16. Februar 1907)
Clémentine (Marie Clémentine Léopoldine Caroline Clotilde) war eine Prinzessin der königlichen Familie der Bourbonen, die zweite Tochter König Louis Philippe I. der Franzosen und eine sehr schöne junge Frau. 1843 fand die Heirat von Clémentine und dem Coburg Koháry Prinzen August statt, die sein Onkel, König Léopold I. der Belgier eingefädelt hatte. Das Paar lebte in Frankreich, bis die Französische Revolution sie zwang außer Landes zu fliehen. Sie bekamen fünf Kinder, von denen der jüngste Sohn, Ferdinand, Clémentines Liebling war. Sie bestand darauf, ihm die bestmögliche Ausbildung zu gewähren, da sie in ihm ein königliches Oberhaupt gleich welchen Landes sah. Sie begleitete ihn nach Bulgarien, wo er 1903 Prinz von Bulgarien und schließlich ein Jahr nach ihrem Tod zum Zaren bestimmt wurde. Sie hatte große Anteile ihres Vermögens an wohltätige und soziale Projekte in Bulgarien gestiftet, wie auch eine Eisenbahnlinie ermöglicht.

Mademoiselle de Beaujolais
Prinzessin von Orléans (seit 1830)

Ferdinand

Zar Ferdinand I. der Bulgaren (seit 1908)

5

(Wien, 26. Februar 1861 – Coburg, 10. September 1948)
Ferdinand (Ferdinand Maximilian Karl Leopold Maria), Offizier der Österreichisch-Ungarischen Armee wurde 1887 zum Prinzregenten von Bulgarien ernannt, als sein Vorgänger Alexander von Battenberg nach einer kurzen Regierungszeit von nur sieben Jahren aufgegeben hatte. Bulgarien war zu dieser Zeit ein Staat unter osmanischer Oberherrschaft. Bis 1908 war Bulgarien unabhängig und Ferdinand erklärte sich selbst zum Zaren oder König der Bulgaren. Ferdinand schloss 1893 eine Vernunftehe mit Prinzessin Marie Louise von Bourbon-Parma, der Tochter von Herzog Robert I. von Parma und Prinzessin Maria Pia von Bourbon-Zweier-Sizilien. Das Paar bekam vier Kinder. Marie Louise starb bei der Geburt ihres letzten Kindes. Um seinen Kindern eine Mutter zu geben heiratete Ferdinand 1908 Prinzessin Eleonore Reuss von Köstritz (1860 – 1917). Als Zar Ferdinand I. 1918 zugunsten seines ältesten Sohnes Boris auf seine Rechte verzichtete, Bulgarien zu regieren, ging er nach Coburg ins Exil, wo er noch dreißig Jahre verbrachte. Er widmete sich seinen Hauptinteressen wie der Beobachtung von Vögeln und ornithologischen und botanischen Studien. Von seinen Reisen nach Ägypten und dem Sudan brachte er viele Vögel für seine Volieren mit.

Fürst von Bulgarien (seit 1887)
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Philipp

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

1

(Palais des Tuileries, Paris, 28. März 1844 – Coburg, 3. Juli 1921)
Philipp (Ferdinand Philipp Maria August Raphael) war der älteste Sohn von August und Clémentine von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry). 1870 wurde er Major in in der ungarischen Armee. 1875, heiratete Philipp Prinzessin Louise von Belgien, die Tochter von König Léopold II. der Belgier, seinem Cousin zweiten Grades. Das Paar hatte zwei Kinder, aber Louise verließ 1896 ihren Ehemann. Philipp war ein enger Vertrauter seines Schwagers, des Kronprinzen Rudolf. Er gehörte 1889 zu den Personen, die die Leichen von Rudolf und seiner Geliebten, der Baroness Mary Vetsera finden sollten. Philipp war besonders daran interessiert, Münzen aus Sachsen, aus dem Osten und von Übersee zu sammeln und veröffentlichte Schriften zur orientalischen Münzkunde. Er verbrachte seine letzten Jahre im Bürglass-Schlösschen in Coburg, wo er in der Koháry-Krypta in St. Augustin neben seinen Eltern begraben liegt.

Ludwig August

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

2

(Château d’Eu, Normandie, Frankreich, 8. August 1845 – Karlsbad, Deutschland, 14. September 1907)
Ludwig August (Ludwig August Maria Eudes) war in Brasilien als Dom Luís Augusto bekannt. Er war kaiserlich-brasilianischer Admiral. Er und sein französischer Cousin Graf Gaston von Eu, der Sohn von Augusts Tante Victoria begaben sich mit Heiratsabsichten nach Brasilien. Der damalige Kaiser Pedro II. hatte zwei Töchter, Isabel und Leopoldina, die ihrerseits die Initiative zur Wahl ergriffen. Leopoldina nahm Ludwig August zum Ehemann und die ältere Isabel Gaston. Ludwig August und Leopoldina bekamen vier Söhne.

Clotilde

Kaiserliche Prinzessin & Erzherzogin von Österreich, Königliche Prinzessin von Ungarn und Böhmen (seit 1864)

3

(Neuilly-sur-Seine, Île-de-France, Königreich der Franzosen, 8. Juli 1846 – Alcsút, Ungarn 3. Juni 1927)
Clotilde (Marie Adelheid Amalie Clotilde) wurde durch ihre Heirat mit dem Erzherzog Joseph Karl von Österreich Erzherzogin of Österreich. Er war ein Mitglied der ungarischen Linie der Habsburg-Lothringer. Die Hochzeit wurde 1864 in Coburg gefeiert. Ihr Mann begann seine militärische Karriere als Generalmajor General und beendete sie als General der Kavallerie. Er war sehr am Land Ungarn und seiner Sprache interessiert und veröffentlichte mehrere Bücher zu diesen Themen. Das Paar bekam sieben Kinder.

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzogin zu Sachsen

Amalie

Herzogin in Bayern (seit 1875)

4

(Coburg, 23. Oktober 1848 – Schloss Biederstein, München, 6. Mai 1894)
Amalie (Marie Luise Franziska Amalie) heiratete 1875 in Schloss Ebenthal in Niederösterreich Herzog Maximilian Emanuel in Bayern. Das Schloss gehörte ihrem Vater. Amalie war das vierte Kind und die zweitälteste Tochter von Prinz August von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry) und seiner Frau Prinzessin Clémentine von Orléans. Ursprünglich sollte Amalie die Frau von Prinz Leopold von Bayern werden. Aber Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sissi), Prinzessin von Bayern, wusste um die Liebe ihres Bruders Maximilian Emanuel zu Amalie und arrangierte eine Hochzeit ihrer eigenen Tochter mit Leopold von Bayern, der geschmeichelt war, dass er der Schwiegersohn des österreichischen Kaisers werden sollte.

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzogin zu Sachsen

Zar Ferdinand I. der Bulgaren

Ferdinand

Zar Ferdinand I. der Bulgaren (seit 1908)

(Wien, 26. Februar 1861 – Coburg, 10. September 1948)
Ferdinand (Ferdinand Maximilian Karl Leopold Maria), Offizier der Österreichisch-Ungarischen Armee wurde 1887 zum Prinzregenten von Bulgarien ernannt, als sein Vorgänger Alexander von Battenberg nach einer kurzen Regierungszeit von nur sieben Jahren aufgegeben hatte. Bulgarien war zu dieser Zeit ein Staat unter osmanischer Oberherrschaft. Bis 1908 war Bulgarien unabhängig und Ferdinand erklärte sich selbst zum Zaren oder König der Bulgaren. Ferdinand schloss 1893 eine Vernunftehe mit Prinzessin Marie Louise von Bourbon-Parma, der Tochter von Herzog Robert I. von Parma und Prinzessin Maria Pia von Bourbon-Zweier-Sizilien. Das Paar bekam vier Kinder. Marie Louise starb bei der Geburt ihres letzten Kindes. Um seinen Kindern eine Mutter zu geben heiratete Ferdinand 1908 Prinzessin Eleonore Reuss von Köstritz (1860 – 1917). Als Zar Ferdinand I. 1918 zugunsten seines ältesten Sohnes Boris auf seine Rechte verzichtete, Bulgarien zu regieren, ging er nach Coburg ins Exil, wo er noch dreißig Jahre verbrachte. Er widmete sich seinen Hauptinteressen wie der Beobachtung von Vögeln und ornithologischen und botanischen Studien. Von seinen Reisen nach Ägypten und dem Sudan brachte er viele Vögel für seine Volieren mit.


Fürst von Bulgarien (seit 1887)
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen

Maria Luisa

Fürstin von Bulgarien (seit 1893)

1

(Rom, Italien, 17. Januar 1870 – Sofia, Bulgarien, 31. Januar 1899)
Maria Louisa (Marie Louisa Pia Teresa Anna Ferdinanda Francesca Antonietta Margherita Giuseppina Carolina Bianca Lucia Apollonia) wurde 1870 als älteste Tochter von Herzog Robert I. von Parma und seiner ersten Frau Prinzessin Maria Pia von Bourbon-Sizilien in Rom geboren. Mit erst zwölf Jahren verlor sie ihre Mutter. Sie war sehr talentiert, sprach mehrere Sprachen und liebte Malen und Musik. 1892 arrangierte ihr Vater die Heirat mit Ferdinand, dem damals regierenden Prinzen von Bulgarien. Sie erfüllte gewissenhaft ihre Aufgabe als Mutter und starb mit 29 Jahren, nachdem sie vier Kindern das Leben geschenkt hatte.

Prinzessin von Bourbon-Parma

Nachkommen:

Zar Boris III von Bulgarien
Prinz Kyril von Preslav
Prinzessin Eudoxia von Bulgarien
Prinzessin Nadezhda von Bulgarien

Eleonore

Zarin der Bulgaren

2

(Trzebiechów (Trebschen), Polen, 22. August 1860 – Euxinograd, Bulgarien, 12. September 1917)
Eleonore (Eleonore Caroline Gasparine Louise) und Ferdinand von Bulgarien heirateten 1908 in Coburg. Sie musste die Pflichten einer Ehefrau eines Staatsoberhauptes erfüllen und die einer Stiefmutter für die Kinder ihres Ehemanns. Sie muss eine sehr selbstlose und mitfühlende Frau gewesen sein, die während des Ersten Weltkriegs auch als Krankenschwester diente.

Prinzessin Reuss von Köstritz

Boris

Zar Boris III. der Bulgaren (seit 1918)

1

(Sofia, Fürstentum Bulgarien, 30. Januar 1894 – Sofia, Königreich Bulgarien, 28. August 1943)
Boris (Boris Clement Robert Mary Pius Louis Stanislaus Xavier) genoss eine weitreichende Erziehung und ging einer militärischen Karriere nach. Um Russland zu versöhnen, hatte ihn sein Vater 1896 zum Russisch-Orthodoxen Glauben konvertieren lassen und wählte Zar Nikolaus II. von Russland zum Paten für seinen Ältesten. 1918 wurde Boris zum Generalmajor ernannt und folgte seinem Vater auf dem bulgarischen Thron nach. 1930 heiratete er Giovanna, die Tochter König Victor Emmanuel III. von Italien. Aus ihrer Ehe gingen zwei Kinder hervor, eine Tochter und ein Sohn. Da Bulgarien im Ersten Weltkrieg drei bedeutende Gebiete verloren hatte, verbündete sich Boris mit den Nazis. Aber entgegen dem dort ausgeübten Druck, weigerte sich Boris in den Krieg gegen die Sowjetunion einzutreten ebenso wie bulgarische Juden in Konzentrationslager zu schicken. König Boris III. starb 1943 mit 49 Jahren zwei Wochen nach einem Treffen mit Hitler zu diesen Themen. Es gab Gerüchte, dass der König vergiftet worden sei.

Prinz von Bulgarien
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Kyril

Prinzregent von Bulgarien (seit 1943)

2

(Sofia, Fürstentum Bulgarien, 17. November 1895 – Sophia, Bulgarien, 1. Februar 1945)
Kyril (Kyril Heinrich Franz Ludwig Anton Karl Philipp) war der jüngere Bruder von König Boris III. von Bulgarien. Mit dem Tod seines Bruders wurde er Prinzregent von Bulgarien, da Boris Sohn erst sechs Jahre alt war. Aber während der Kriegszeiten erklärte die Sowjetunion den Krieg mit Bulgarien und besetzte das Land. Mit Unterstützung des kommunistischen Regimes in Moskau ergriffen ehemalige vertriebene Kommunisten und Sympathisanten 1944 die Macht. Boris Sohn Simeon, seine Mutter und Schwester hatten die Möglichkeit, das Land zu verlassen, wohingegen Kyril und andere Kabinettsmitglieder 1945 zum Tode verurteilt wurden.

Prinz von Bulgarien
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Eudoxia

Prinzessin von Bulgarien

3

(Sofia, Fürstentum Bulgarien, 5. Januar 1898 – Friedrichshafen, Deutschland, 4. Oktober 1985)
Eudoxia (Eudoxia Augusta Philippine Clementine Maria) widmete ihr Leben ihrem Heimatland und trat als First Lady ihres Land auf, bis Boris III. Prinzessin Giovanna von Savoyen geheiratet hatte. Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten gelang es ihr das Land zu verlassen und sich in Deutschland in der Nähe ihrer jüngeren Schwester, Herzogin Albrecht von Württemberg, niederzulassen.

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzogin zu Sachsen

Nadezhda

Herzogin Albrecht von Württemberg

4

(Sofia, Fürstentum Bulgarien, 30. Januar 1899 – Stuttgart, Deutschland, 15. Februar 1958)
Nadezhda (Nadezhda Klementine Maria Pia Majella), die jüngste Tochter der bulgarischen Königsfamilie, deren Mutter Marie Louise im Kindbett starb, heiratete 1924 in Bad Mergentheim, Herzog Albrecht Eugen von Württemberg, den zweiten Sohn Herzog Albrechts von Württemberg. Das Paar bekam fünf Kinder.

Prinzessin von Bulgarien
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzogin zu Sachsen

Zar Boris III. der Bulgaren

Boris

Zar Boris III. der Bulgaren (seit 1918)

(Sofia, Fürstentum Bulgarien, 30. Januar 1894 – Sofia, Königreich Bulgarien, 28. August 1943)
Boris (Boris Clement Robert Mary Pius Louis Stanislaus Xavier) genoss eine weitreichende Erziehung und ging einer militärischen Karriere nach. Um Russland zu versöhnen, hatte ihn sein Vater 1896 zum Russisch-Orthodoxen Glauben konvertieren lassen und wählte Zar Nikolaus II. von Russland zum Paten für seinen Ältesten. 1918 wurde Boris zum Generalmajor ernannt und folgte seinem Vater auf dem bulgarischen Thron nach. 1930 heiratete er Giovanna, die Tochter König Victor Emmanuel III. von Italien. Aus ihrer Ehe gingen zwei Kinder hervor, eine Tochter und ein Sohn. Da Bulgarien im Ersten Weltkrieg drei bedeutende Gebiete verloren hatte, verbündete sich Boris mit den Nazis. Aber entgegen dem dort ausgeübten Druck, weigerte sich Boris in den Krieg gegen die Sowjetunion einzutreten ebenso wie bulgarische Juden in Konzentrationslager zu schicken. König Boris III. starb 1943 mit 49 Jahren zwei Wochen nach einem Treffen mit Hitler zu diesen Themen. Es gab Gerüchte, dass der König vergiftet worden sei.

Prinz von Bulgarien
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Giovanna

Zarin Ioanna der Bulgaren (seit 1930)

(Rom, Italien, 13. November 1907 – Estoril, Portugal, 26. Februar 2000)
Giovanna (Giovanna Elisabetta Antonia Romana Maria) war die dritte Tochter von König Victor Emmanuel III. von Italien und seiner Frau Elena von Montenegro. Ihr Bruder war der künftige König Umberto II. Sie engagierte sich bei Wohltätigkeitsprojekten und soll jüdischen Familien geholfen haben, nach Argentinien auszuwandern, indem sie Transitvisas beschaffte. Nach der Machtübernahme der Kommunisten musste sie mit ihren Kindern das Land verlassen und ging 1951 nach einem kurzen Aufenthalt in Alexandria nach Madrid. Zwölf Jahre später, 1962, zog sie nach Estoril in Portugal.

Prinzessin von Savoyen

Simeon

Zar Simeon II. der Bulgaren (Thronprätendent 1946–heute)
Simeon Sachsen-Coburg und Gotha

2

(Sofia, Königreich Bulgarien, 16. Juni 1937)
Simeon Borisov war beim Tod seines Vaters noch minderjährig. Sein Onkel Kyril war der verantwortliche Regent des Landes. Aber Kyril wurde unter kommunistischem Regime umgebracht. Nach einem Referendum zugunsten einer Republik musste die königliche Familie das Land verlassen. So ging Simeon bis 1951 in Alexandria zur Schule. Dann durfte sich die Familie in Spanien niederlassen, wo er Jura und Wirtschaftswissenschaften studierte. 1962 heiratete Simeon eine spanische Adlige, Doña Margarita Gómez-Acebo y Cejuela. Das Paar hat fünf Kinder, vier Söhne und eine Tochter. Nach 55 Jahren im Exil kündigte Simeon – zu dieser Zeit nannte er sich Simeon Borisov Sachsen-Coburg und Gotha – seine Rückkehr nach Bulgarien an, um 2001 eine neue politische Partei zu gründen. Sein politisches Versprechen galt der Verbesserung der Lebensqualität des bulgarischen Volkes. Er wurde zum Premierminister gewählt und legte einen Eid ab, dass er die Verfassung der Republik des Landes schützen wolle. 2005 endete seine politische Karriere.

Prinz von Turnovo (bis 1943)
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Maria Louise

1

(Sofia, Königreich Bulgarien, 13. Januar 1933)
Maria Louise ist die ältere Schwester Simeon II. von Bulgarien. Sie heiratete Prinz Karl von Leiningen, einen Ururenkel von Königin Victoria und auch von Alexander II. von Russland. Das Paar lernte sich in Madrid kennen. Sie zogen nach Kanada. Sie bekamen zwei Söhne, ließen sich jedoch 1968 scheiden. Ein Jahr darauf heiratete Marie Louise Bronislaw Tomasz Undrzej Chrobok. Das Paar lebt augenblicklich in New Jersey, sie haben eine Tochter und einen Sohn.

Prinzessin von Bulgarien
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzogin zu Sachsen

Zar Simeon II. der Bulgaren

Simeon

Zar Simeon II. der Bulgaren (Thronprätendent 1946–heute)
Simeon Sachsen-Coburg und Gotha

(Sofia, Königreich Bulgarien, 16. Juni 1937)
Simeon Borisov war beim Tod seines Vaters noch minderjährig. Sein Onkel Kyril war der verantwortliche Regent des Landes. Aber Kyril wurde unter kommunistischem Regime umgebracht. Nach einem Referendum zugunsten einer Republik musste die königliche Familie das Land verlassen. So ging Simeon bis 1951 in Alexandria zur Schule. Dann durfte sich die Familie in Spanien niederlassen, wo er Jura und Wirtschaftswissenschaften studierte. 1962 heiratete Simeon eine spanische Adlige, Doña Margarita Gómez-Acebo y Cejuela. Das Paar hat fünf Kinder, vier Söhne und eine Tochter. Nach 55 Jahren im Exil kündigte Simeon – zu dieser Zeit nannte er sich Simeon Borisov Sachsen-Coburg und Gotha – seine Rückkehr nach Bulgarien an, um 2001 eine neue politische Partei zu gründen. Sein politisches Versprechen galt der Verbesserung der Lebensqualität des bulgarischen Volkes. Er wurde zum Premierminister gewählt und legte einen Eid ab, dass er die Verfassung der Republik des Landes schützen wolle. 2005 endete seine politische Karriere.

Prinz von Turnovo (bis 1943)
Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Margarita

Zarin der Bulgaren (seit 1962)

(Madrid, 6. Januar 1935)
Doña Margarita Gómez-Acebo y Cejuela heiratete 1962 Zar Simeon II Tsar von Bulgarien. Sie ist die Tochter von Don Manuel Gómez-Acebo y Modet des Marquis von Cortina und seiner Frau Doña María de las Mercedes Cejuela y Fernández, und väterlicherseits die Enkelin des 3. Marquis von Cortina. Ihre Eltern wurden 1936 von spanischen Republikanern zu Beginn des spanischen Bürgerkriegs ermordet. Der Zar wohnt mit seiner Frau in einem ehemaligen Jagdhaus vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Vranapalast bei Sofia, wo seine Familie zu wohnen pflegte, soll der Öffentlichkeit übergeben werden. Simeon und Margarita haben fünf Kinder.

Doña Margarita Gómez-Acebo y Cejuela (1935–1962)
Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzogin zu Sachsen (seit 1962)

Kardam

Prinz von Turnovo, Prinz von Bulgarien

1

(Madrid, 2. Dezember 1962)
Kardam ist der älteste Sohn von Zar Simeon II. der Bulgaren und seiner Frau Doña Margarita Gómez-Acebo y Cejuela. Als ältester wird er manchmal als Kronprinz bezeichnet. Ebenso ist er als Kardam von Bulgarien und Kardam von Turnovo bekannt, wobei letzteres der Titel des Thronerben von Bulgarien ist. 1996 heiratete Kardam in Madrid Doña Miriam de Ungría y López, die am 2. September 1963 in Madrid geboren wurde und Gemmologin und Historikerin ist. Sie ist die Tochter von Don Bernardo de Ungría y Goiburu, dem Ehrenpräsidenten des Colegio Heráldico de España y de las Indias, und seiner Frau Doña María del Carmen López y Oleaga, beide baskischer Herkunft. Das Kronprinzenpaar hat zwei Söhne, die in der Nachfolge des heute nicht mehr bestehenden bulgarischen Throns an zweiter und dritter Stelle stehen. Seit Kardam und seine Frau 2008 einen schweren Autounfall erlitten, ist Kardam dabei, seine Gesundheit wiederzuerlangen.

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Kyril

Prinz von Preslav, Prinz von Bulgarien

2

(Madrid, 11. Juli 1964)
Kyril ist der zweite Sohn der früher vertriebenen Zarenfamilie. Der Titel Prinz von Preslav repräsentiert den Titel des zweitgeborenen Sohn des bulgarischen Monarchen und erinnert an die ehemalige Hauptstadt des Ersten bulgarischen Reichs, heute eine archäologische Ausgrabungsstätte. 1986 legte Kyril sein Bachelordiplom in Physik an der Princeton University ab. 1989 heiratete er Doña María del Rosario Nadal y Fuster de Puigdórfila, die Tochter des Industriellen Miguel Nadal y Bestard und seiner Frau Isabel Fuster de Puigdórfila y Villalonga. Letztere ist eine Schwester des 10. und eine Tochter des 9. Grafen von Olocau. Beide sind katalanischer Abstammung. Das Paar hat drei Kinder, die in London zur Welt kamen.

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Kubrat

Prinz Panagyurishte, Prinz von Bulgarien

3

(Madrid, 5. November 1965)
Kubrat studierte zwischen 1984 und 1990 Medizin mit der Fachrichtung Chirurgie an der Universität von Navarra in Pamplona. Er ist Mediziner (Dr. Kubrat Sajonia-Coburgo) und spezialisierte sich auf Proktologie. Im September 2003 wurde er Chefarzt des Darmzentrums am Hospital Quirón San Camilo in Madrid. 1993 schloss Kubrat die Ehe mit Doña Carla María de la Soledad Royo-Villanova y Urrestarazu, der Tochter von Jaime Royo-Villanova y Paya und seiner Frau María del Carmen Urrestarazu y Ozueta. Das Paar hat drei Söhne. Kubrats Titel bezieht sich auf eine historische Siedlung im Mittelalter, die auch eine Stadt des Widerstands von 1876 gegen die ottomanische Vorherrschaft in Bulgarien war.

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Konstantin-Assen

Prinz von Vidin, Prinz von Bulgarien

4

(Madrid, 5. November 1965)
Konstantin-Assen ist der jüngste Sohn des Zaren Simeon II. der Bulgaren und seiner Frau. Der Titel Prinz von Vidin ist der Titel für den viertgeborenen der bulgarischen Zaren. Vidin ist ein Hafen an der Donau weit im Nord-Westen von Bulgarien und reicht bis zur keltischen Siedlung zurück. Die Burg soll die einzig erhaltene mittelalterliche Burg Bulgariens sein. Konstantin-Assen studierte in Spanien Wirtschaftswissenschaften und erhielt an der Columbia University, USA sein Masterdiplom. Er ist der Direktor der Rothschild Bank in Spanien. 1994 heiratete Konstantin-Assen Doña María García de la Rasilla y Gortázar, die Tochter von Álvaro García de la Rasilla y Pineda und seiner Frau María de Gortázar e Ybarra. Letztere ist die Tochter von Manuel María de Gortázar y Lundecho, dem 9. Grafen von Superunda. Das Paar hat Zwillinge.

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Kalina

Prinzessin von Bulgarien

5

(Madrid, 19. Januar 1972)
Kalina ist das jüngste Kind und die einzige Tochter von Zar Simeon II. der Bulgaren und seiner Frau. Sie besuchte das französische Lyzeum in Madrid und spricht mehrere Sprachen. 2002 heiratete sie Antonio „Kitín“ Muñoz y Valcárcel, einen bekannten spanischen Soziologen, der sich mit seinen Expeditionen besonders für Frieden, multikulturelle Belange und den Respekt gegenüber Ureinwohnern verschiedener Erdteile einsetzt. Das Paar hat einen Jungen und lebt bei Rabat.

Prinzessin von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzogin zu Sachsen

Kardam

Prinz von Turnovo

Kardam

Prinz von Turnovo, Prinz von Bulgarien

(Madrid, 2. Dezember 1962)
Kardam ist der älteste Sohn von Zar Simeon II. der Bulgaren und seiner Frau Doña Margarita Gómez-Acebo y Cejuela. Als ältester wird er manchmal als Kronprinz bezeichnet. Ebenso ist er als Kardam von Bulgarien und Kardam von Turnovo, wobei letzteres der Titel des Thronerben von Bulgarien ist. 1996 heiratete Kardam in Madrid Doña Miriam de Ungría y López, die am 2. September 1963 in Madrid geboren wurde und Gemmologin und Historikerin ist. Sie ist die Tochter von Don Bernardo de Ungría y Goiburu, dem Ehrenpräsidenten des Colegio Heráldico de España y de las Indias, und seiner Frau Doña María del Carmen López y Oleaga, beide baskischer Herkunft. Das Kronprinzenpaar hat zwei Söhne, die in der Nachfolge des heute nicht mehr bestehenden bulgarischen Throns an zweiter und dritter Stelle stehen. Seit Kardam und seine Frau 2008 einen schweren Autounfall erlitten, ist Kardam dabei, seine Gesundheit wiederzuerlangen.

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Miriam

Prinzessin von Bulgarien (seit 1996)

(Madrid, 2 September 1963)
Miriam, ist Gemmologin und Historikerin. Sie ist die Tochter von Don Bernardo de Ungría y Goiburu, dem Ehrenpräsidenten des „Colegio Heráldico de España y de las Indias“ und seiner Frau, Doña María del Carmen López y Oleaga, beide baskischer Herkunft. Das Kronprinzenpaar hat zwei Söhne, die in der Nachfolge des heute nicht mehr bestehenden bulgarischen Throns an zweiter und dritter Stelle stehen.

Miriam de Ungria y Lopez

Boris

Boris Prinz Turnovski von Bulgarien

1

(Madrid, 12 Oktober 1997)

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen

Beltrán

Beltrán Prinz Turnovski von Bulgarien

2

(Madrid, 23 März 1999)

Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha (Koháry), Herzog zu Sachsen